| Wappen | Karte |
|---|---|
| Nideggen.gif | Lage der Stadt Nideggen in Deutschland.png |
| Basisdaten | |
| Bundesland: | Nordrhein-Westfalen |
| Regierungsbezirk: | Köln |
| Kreis: | Düren |
| Geografische Lage: | |
| Höhe: | 304 m ü. NN |
| Fläche: | 66 km² |
| Einwohner: | 10.684 (31. Dezember 2004) |
| Bevölkerungsdichte: | 164 Einwohner je km² |
| Postleitzahl: | 52385 |
| Vorwahl: | 02425, 02427, 02474 |
| Kfz-Kennzeichen: | DN |
| Gemeindeschlüssel: | 05 3 58 044 |
| Stadtgliederung: | 9 Stadtteile |
| Adresse der Stadtverwaltung: | Zülpicher Str. 1 52385 Nideggen |
| Website: | www.stadt-nideggen.de |
| Politik | |
| Bürgermeister: | Wilhelm Hönscheid (CDU) |
Nideggen ist eine in der Eifel gelegene Kleinstadt des Kreises Düren in Nordrhein-Westfalen (Deutschland). Sie liegt landschaftlich reizvoll auf einer Bergkuppe unmittelbar oberhalb des mittleren Rurtales am Rande des Nationalparks Eifel in der Rureifel.
(Juni 2004)
Bedingt durch seinen Streit mit Kurköln ließ Wilhelm II., Graf von Jülich, in der Zeit von 1177 bis 1191 die Trutzfeste Nideggen (heute bekannt als Burg Nideggen) errichten. In der Nähe der Burg wurde gegen Anfang des 14. Jahrhunderts von Gerhard von Jülich planmäßig eine Ortschaft gegründet, der er Weihnachten 1313 gemeinsam mit seiner Frau Elisabeth von Brabant und seinem ältesten Sohn das Stadtrecht verlieh. Etwa zu gleicher Zeit entstand auch die Stadtbefestigung mit vier Toren, von denen drei (Nyckstor, Dürener- und Zülpicher Tor ) auch heute noch erhalten sind; nachdem bereits im 13. Jahrhundert der Burgflecken - die Verbindung zwischen Burg und Stadt - ummauert worden war.
In der nachfolgenden Zeit entwickelte sich Nideggen zu einer typisch rheinischen Kleinstadt. 1430 wurde die St. Sebastianus-Schützenbruderschaft gegründet, und 1571 gab es bereits eine Volksschule, an der Latein unterrichtet wurde. Als 1651 die Franziskaner nach Nideggen kamen, übernahmen diese den höheren Schulunterricht.
Das zu Ehren der seligen Christina von Stommeln von Graf Wilhelm V. um 1340 gegründete Kollegialstift wurde im 15. Jahrhundert Sitz des St. Hubertus Ritterordens, der im 18. Jahrhundert zum bedeutendsten Ritterorden des Kurfürstentums Bayern heranwuchs.
1689 ereilte Nideggen das gleiche Schicksal wie viele rheinische Ortschaften: Es wurde im Pfälzischen Erbfolgekrieg von französischen Truppen in Schutt und Asche gelegt, in den Folgejahren von seiner Bevölkerung aber wieder aufgebaut.
Eine Einwohnerzählung ergab im Jahr 1703 für die Ortschaft und die umliegenden Siedlungen 156 Familien mit insgesamt 419 Personen.
Der Einmarsch französischer Revolutionstruppen im Herbst 1794 und die damit einhergehende Einsetzung einer französischen Zentralverwaltung bedeuten das Ende des Herzogtums Jülich und seines Amtes Nideggen. Nach fast 500 Jahren verlor Nideggen wie viele andere rheinische Kleinstädte sein Stadtrecht.
1815 fiel das Rheinland - und damit auch Nideggen - durch die Ergebnisse des Wiener Kongresses an Preußen, das die ehemaligen französischen Provinzen zur sogenannten Rheinprovinz zusammenlegte. Es folgte ein wirtschaftlicher Aufschwung, den die Nideggener dazu nutzten, verfallene Gebäude und die ruinöse Stadtmauer in Teilen wieder instand zu setzen.
Rückblickend war dies verlorene Liebesmüh', denn während des Zweiten Weltkrieges war Nideggen und seine Umgebung Frontgebiet und somit zahlreichen Bombenangriffen und wiederholten Zerstörungen ausgesetzt. 89% der damaligen Bausubstanz wurden im Laufe der Gefechte zerstört. Ein weiteres Mal musste die Nidegger Bürgerschaft ihre Stadt (1926 hatte der Ort die Stadtrechte wieder zuerkannt bekommen) fast gänzlich neu aufbauen. Durch die Hilfe des Kreises Düren konnten nach der Währungsreform einige historische Denkmäler wie Teile der Burganlage, die romanische Kirche sowie das Dürener- und das Zülpicher Tor der Stadtmauer nach alten Plänen restauriert werden.
(Stand: Kommunalwahl am 26. September 2004)
Willi Hönscheid, CDU, ist seit 13 Jahren Bürgermeister. Am 20. Dezember 2005 beschloss der Stadtrat fast einstimmig - unter der Federführung der CDU - die Einleitung eines Abwahlverfahrens nach der Gemeindeordnung NRW. Die Wahl fand am 19. März 2006 statt; 8146 Bürger waren wahlberechtigt. Zur Abwahl wäre es gekommen, wenn eine Mehrheit der teilnehmenden Bürger für die Abwahl gestimmt hätte; zugleich hätte mindestens ein Viertel der Wahlberechtigten (2037 Bürger) für die Abwahl stimmen müssen.
3905 Bürger nahmen an der Wahl teil. Davon stimmten nur 1904 (48,8 Prozent) für und 2001 (51,2 Prozent) gegen die Abwahl. Damit wurden beide Kriterien für die Abwahl nicht erfüllt und Hönscheid bleibt im Amt.
Eine erfolgreiche Bürgermeister-Abwahl nach den Bestimmungen der 1994 neugefassten Gemeindeordnung hat es damit bisher in NRW nur 2002 im münsterländischen Ennigerloh gegeben.
Auf ihrer Strecke von Düren nach Heimbach fährt die Rurtalbahn idyllisch neben dem Fluss, der ihr den Namen gab. Im Stadtgebiet liegen die Bahnhöfe Zerkall (obwohl der Ort Zerkall zu Hürtgenwald gehört), Nideggen-Brück und Abenden, an denen die Züge stündlich halten.
Am Ort Wollersheim vorbei führt die Bundesstraße 265.
6 Kindergärten bzw. Kindertagesstätten stehen für die Junioren bereit.
Ebenfalls in Schmidt findet man einen Wildpark, der in den Sommermonaten von "Mäxchen" angefahren wird, einem Doppeldeckerbus der Dürener Kreisbahn, der im Bereich Nideggen und Heimbach über die Eifelhöhen und durch die Täler fährt.
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