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Newgrange_ireland_750px.jpg Newgrange (irisch Brú na Bóinne * „Herberge/Wohnstatt am (Fluss) Boyne“ oder ursprünglich wohl „Wohnstatt der (Göttin) Bóinn“) bezeichnet ein gewaltiges Hügelgrab in der irischen Grafschaft Meath am Fluss Boyne. Vom Typ her handelt es sich um ein Passage tomb (dt. Ganggrab) mit kreuzförmiger Kammer und Kraggewölbe, was nicht sehr häufig ist, aber auch auf Anglesey und Orkney vorkommt.

Bedeutung


Newgrange liegt oberhalb einer weiten Flussbiegung in einem der fruchtbarsten und daher von jeher landwirtschaftlich intensiv genutzten Gebiete Irlands. Die Anlage wurde ca. 3150 v. Chr. erbaut. Sie ist eine der weltweit bedeutendsten Megalithanlagen. Sie ist eine der ältesten, die zweifelsfrei Kalenderbauten darstellen. In unmittelbarer Umgebung liegen mit Dowth und Knowth zwei weitere bedeutende Megalithanlagen, die zeitliche Vorläufer zu sein scheinen. 1993 wurde die Anlage zum Weltkulturerbe erklärt.

Aufbau


Die Anlage wurde von Archäologen der Universität Cork in den Jahren 1962-1975 teilrekonstruiert. Der Durchmesser der Anlage beträgt gut 70 m. Der Hügel besteht überwiegend aus Stein und Grassoden, von einem Steinring begrenzt, der ursprünglich eine drei Meter hohe Mauer aus Granit und an der Zugangseite aus weißem Quarzit trug. Er wurde nach der Ausgrabung nachgebildet.

In den ca. 22 m langen Gang, der in einer kreuzförmigen Kammer endet. An etwa 13 Tagen dringt um die Wintersonnenwende bei Sonnenaufgang ein Lichtstrahl für ca. 15 min in die Kammer. Sie hat ein ca. 7 m hohes sogenanntes Kraggewölbe und ist nach über 5000 Jahren immer noch wasserdicht. In einer der 3 Nischen der Kammer fand sich ein großer verzierter Altarblock (wie auch in Knowth) mit einer seichten Mulde. Auf ihm fanden sich verbrannte menschliche Knochen.

Die nächste bauliche Entsprechung hat diese Anlage in ihrem Vorgänger Knowth (wenige hundert Meter entfernt). Es gibt Anzeichen dafür, dass vormals die gesamte Anlage wie die von Knowth von einem verzierten Steinring umstanden war; hiervon sind nur noch 12 Steine evident.

Im Umfeld der Anlage befand sich eine Siedlung der Grooved ware und der Glockenbecherkultur.

Literatur


  • Antpöhler W.: Newgrange, Dowth und Knowth. 2000. ISBN 3-89060-022-0, engl. ISBN 1856353176
  • Stout G.: Newgrange and the Bend of the Boyne (Cork, Cork University Press, 2002).
  • O'Kelly, M. J.: Newgrange : archaeology, art and legend 1982.
  • Shee Twohig E.: Irish megalithic tombs, 2. Auflage 2004, Shire.

Weblinks


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