The new york times building in new york city.jpg Die New York Times (NYT) ist eine einflussreiche überregionale Tageszeitung aus New York. Sie wird auch "The Gray Lady" genannt.
Die "New York Times" wurde als "The New-York Daily Times" 1851 von Henry J. Raymond und George Jones gegründet; die erste Ausgabe erschien am 18. September 1851. Die Absicht der Gründer war, eine seriöse Alternative zu den damals in New York vorherrschenden reißerischen Zeitungen anzubieten. Bekannt wurde die "New York Times" 1880 durch ihren damaligen Redaktionschef, John Swinton. Adolph Ochs übernahm die Zeitung 1896. Unter ihm erreichte die Zeitung internationale Reichweite und Beachtung. Die heutige Besitzerin der "New York Times", die New York Times Company, wird immer noch von den Nachfahren Ochs' dominiert.
Ochs änderte den Titel der Zeitung in "New York Times" und schuf ihren immer noch gebrauchten Slogan: "All the news that's fit to print" (etwa: Alle Neuigkeiten, die es wert sind, gedruckt zu werden). Damit einher geht das Selbstverständnis der NYT als newspaper of the records - als Zeitung mit gründlicher und umfassender Berichterstattung. Allgemein gilt die NYT als zuverlässige Quelle für Nachrichten. Ihre redaktionelle Ausrichtung bei der Interpretation von Ereignissen gilt als linksliberal, die "New York Times" beschäftigt jedoch Kommentatoren aller in den USA wichtigen politischen Richtungen.
Langjähriger Herausgeber ist Arthur O. Sulzberger Jr.; Chefredakteur ist seit Juli 2003 Bill Keller.
Ende 2004 betrug die verteilte Druckauflage wochentags 1.124.700 und sonntags 1.669.700 Exemplare.
Während der Herausgeberschaft unter A.M. Rosenthal von 1963 bis 1988 modernisierte sich die NY Times grundlegend in redaktioneller Hinsicht. Rosenthal erweiterte die NY Times durch neue Tagesrubriken, den "sections", nämlich die "SportsMonday", "Science Times" am Dienstag, die "Living section" am Mittwoch, die "Home section" am Donnerstag und "Weekend" am Freitag. Weiterhin erfreute sich das Lesepublikum am Wochenende an einer gleichsam explosionsartigen Zunahme an Sonntagsbeilagen über Wirtschaft, Reisen, Unterhaltungsspiele, Freizeitaktivitäten, Erziehung, Mode, Gesundheit und andere Themen. Seine energisch vorangetriebene Modernisierung kam auch dem Anzeigengeschäft zugute, so daß sich der Gesamtumsatz der NY Times von 238 Mio. $ im Jahre 1969 versiebenfachte auf 1,6 Mrd. $ im Jahre 1986. * Trotz seiner konservativen Grundhaltung achtete er in der Regel auf eine Trennung von Kommentar und Berichterstattung, wodurch NY Times „straight“ werden sollte. Die themenbezogene Diversifizierung wurde zum Vorbild US-amerikanischer und ausländischer Tageszeitungen.
Mit der „Washington Post“ zusammen gab die „Times“ die weltweit erscheinende „International Herald Tribune“ heraus. Am 30. Dezember 2002 übernahm die „Times“ jedoch den Aktienanteil der „Post“ und gibt die „Tribune“ seitdem allein heraus. Die New York Times Company publiziert insgesamt an die 40 Printmedien, so u.a. auch den "Boston Globe".
Das Image der "New York Times" als vertrauenswürdige Nachrichtenquelle wurde im März 2003 erschüttert, als bekannt wurde, dass ihr Reporter Jayson Blair zahlreiche Artikel nicht vor Ort recherchiert und zum Teil auch einfach erfunden hatte.
Infolge dessen wurde Kritik aus der Redaktion der "Times" laut, dass der Chefredakteur Howell Raines und der leitende Redakteur Gerald Boyd bereits früher über Zweifel an Blairs Berichterstattung informiert waren, jedoch nichts zur Aufklärung der Vorwürfe unternommen hatten. Nach dem Auffliegen der Falschberichterstattung traten Raines und Boyd zurück; die Zeitung kündigte an, ihre Veröffentlichungspraxis zu überprüfen.
Seit 2. April 2006 präsentiert sich die seit 1995 kaum überarbeitete Website der "New York Times" in einem neuen, behutsam angepassten Design (vgl. *), in dem dennoch die für das Blatt obligatorische Verpflichtung gegenüber der eigenen Tradition zum Ausdruck kommt. Dessen ungeachtet betont man, dass nunmehr Video und Multimedia "fundamentale Bestandteile" des Webauftritts seien. Im September 2005 wurden Teile der Site, die mit Ausnahme der Frontpage eine einmalige Anmeldung erfordert, unter dem Label Times Select kostenpflichtig, darunter auch die Beiträge der führenden Op-Ed-Autoren wie Thomas L. Friedman, Paul Krugman oder Maureen Dowd. Seit Januar 2006 sind die bezahlpflichtigen Inhalte kaum mehr - wie ehedem beinahe umgehend - z.B. in Weblogs zu finden, was dem verschärften juristischen Vorgehen des Blattes gegen Urheberrechtsverletzungen zugeschrieben wird.
Im März 2005 zählte die Website der "Times" 555 Millionen Pageviews.
Ню Йорк Таймс | The New York Times | The New York Times | The New York Times | The New York Times | The New York Times | New York Times | The New York Times | New York Times | The New York Times | הניו יורק טיימס | The New York Times | ニューヨーク・タイムズ | ნიუ-იორკ ტაიმსი (გაზეთი) | 뉴욕타임즈 | The New York Times | The New York Times | The New York Times | The New York Times | New York Times | The New York Times | New York Times | The New York Times | 纽约时报
This article is licensed under the GNU Free Documentation License.
It uses material from the
"The New York Times".
Home Page • arts • business • computers • games • health • hospitals • home • kids & teens • news • physicians • recreation• reference • regional • science • shopping • society • sports • world