| Basisdaten | ||||||||||||||||||||||||||||
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| Region: | Bourgogne (chef-lieu) | |||||||||||||||||||||||||||
| Département: | Nièvre | |||||||||||||||||||||||||||
| Arrondissement: | Arrondissement de Nevers (Hauptstadt) | bgcolor="#FFFFFF" | Kanton: | Hauptstadt von 4 Kantonen | bgcolor="#FFFFFF" | Einwohner: | 43.082 (2004) | bgcolor="#FFFFFF" | Bevölkerungsdichte: | 2.486 Einwohner/km² | bgcolor="#FFFFFF" | Höhe: | 280 m ü. NN | bgcolor="#FFFFFF" | Postleitzahl: | F-58000 | bgcolor="#FFFFFF" | Geografische Lage: | 46° 59' n. Br. 03° 09' ö. L. | bgcolor="#FFFFFF" | Adresse des Rathauses: | Place de l'hôtel de ville F-58036 Nevers | bgcolor="#FFFFFF" | Website: | http://www.ville-nevers.fr | bgcolor="#FFFFFF" | e-mail: | info@ville-nevers.fr |
| Politik | bgcolor="#FFFFFF" | Bürgermeister: | Didier Boulaud (seit 2001) | |||||||||||||||||||||||||
Der Name der Stadt zu gallorömischen Zeiten war Noviodunum, später wurde er in Nebirnum geändert. Mit zahlreichen archäologischen Funden lässt sich die Wichtigkeit der Siedlung schon zu damaligen Zeiten belegen. Gaius Julius Caesar ließ hier ein Nachschublager errichten. Gelagert wurden Getreide und der Militärsold, daneben waren Gefangene hier untergebracht. 52 v. Chr. begann hier der Kampf mit den revoltierenden Aeduern.
Im Frühmittelalter, im ausgehenden fünften Jahrhundert, wurde Nevers Bischofssitz. Erst mit dem 10. Jahrhundert wird ein weltliches Lehen nachgewiesen. Die Stadtbürger Nevers' erhielten urkundlich verbriefte Rechte in den Jahren 1194 und 1231 zugesprochen. Noch im 14. Jahrhundert war hier der Sitz einer Universität, die von Orléans hierher, später aber wieder zurück verlegt wurde.
Nevers liegt in einer hügeligen Gegend am Ufer der Loire, wo sie mit dem Nièvre zusammenfließt.
Enge Gässchen, die sich von den Kais durch die Stadt winden, werden von zahlreichen alten Bürgerhäusern des 14. bis 17. Jahrhunderts umgeben.
Am Ufer der Loire steht der ehemalige Eckturm der mittelalterlichen Stadtbefestigung, genannt Goguin Turm ("Tour Goguin"). Er wurde im 12. Jahrhundert errichtet und später zur Windmühle umgebaut.
Die Porte du Croux, ein quadratischer Turm mit Ecktürmchen aus dem ausgehenden 14. Jahrhundert, ist ein Relikt der alten Befestigungsanlagen und war einst der Haupteingang aus Richtung Paris in die Stadt. Heute enthält das in ihm befindliche Museum für Archäologie des Nivernais eine Skulpturen- und (römische) Antikensammlung.
Der Herzogspalast von Nevers ("Palis Ducal") wurde im 15. und 16. Jahrhundert errichtet und ist einer der bedeutendsten Feudalbauten in Zentralfrankreich. Graf (frz. Duc) Jean de Clamency veranlasste den Bau 1460. Jede Fassade wird mit einem kleinen Zinnengang und einem Rundturm flankiert. Heute wird der Palast für Empfänge genutzt und beherbergt verschiedene Abteilungen der Stadtverwaltung, beispielsweise das Fremdenverkehrsamt.
Ein Triumphbogen ("Porte de Paris") aus dem 18. Jahrhundert erinnert an den Sieg im Erbfolgekrieg in der Schlacht von Fontenoy. Im Innern befinden sich ein Hymnus von Voltaire an den damaligen König Ludwig XV und die Baudaten.
Das Hôtel de Ville (Rathaus) wurde im 19. Jahrhundert vom Architekten Paillard erbaut und gehört zu den städtischen Sehenswürdigkeiten. Vor dem Bau stand dort die "Alte Burg". Unverkennbar sind an der Frontseite die Einflüsse der französischen Revolution ("Liberté, Egalité, Fraternité" ("Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit") über dem Eingangsportal).
Der Leichnam der heiligen barmherzigen Schwester Bernadette Soubirous liegt seit 1925 unverwest im "Espace Bernadette Soubirous".
Die Staphanskirche ist ein Meisterwerk aus dem 11. Jahrhundert. 1840 wurde sie denkmalgeschützt.
Die Kirche von Saint Etienne ist ein Vorzeigestück romanischer Bauweise in der Auvergne. Charakteristisch ist die Errichtung einer Apsis mit drei radial dazu abgehenden Kapellen. Saint Etienne und die Staphanskirche waren Gründungen der Mönche von Cluny.
Im 17. Jahrhundert wurde die Peterskirche als Erinnerung an die eingestürzte Pfarrkirche Saint-Père erbaut. Im Inneren sind ein Hochaltar aus der selben Zeit und Fresken. Die seit 1887 unter Denkmalschutz stehende Marienkapelle ("Saint Marie") zeichnet sich durch eine barocke Fassade aus, was einmalig in Nivernais ist. Es wurde in der ersten Hälfte des 17. Jahrhundert als Teil eines Klosters erbaut, das bis zu ihrer Verstaatlichung in der Französischen Revolution von der Schwestern des Ordens Mariä Heimsuchung bewohnt wurde.
Die jüngste Kirche von Nevers ist die 1966 von Claude Parent errichtete Saint Bernadette du Banlay. Berühmt ist sie durch die sogenannte "Neigungsfunktion". Sie ist nur während der Gottesdienste geöffnet.
Nevers ist noch immer Sitz eines Bistums. Ein Gericht erster Instanz und Handelsgerichte bestehen neben der Handelskammer. Daneben besitzt die Stadt eine Porzellanmanufaktur. Sie ist Umschlagplatz für landwirtschaftliche Erzeugnisse. Daneben bestehen Destillerien.
Der ehemalige Premierminister von Frankreich Pierre Bérégovoy beging am 1. Mai 1993 Selbstmord in Nevers.
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