Nevada ist ein US-Bundesstaat im westlichen Teil der Vereinigten Staaten von Amerika, wo er östlich der Sierra Nevada den größten Teil des Großen Beckens umfasst und dabei von Kalifornien, Oregon, Idaho, Utah sowie Arizona umschlossen wird. Nevada, das - ohne an ihm nennenswerte Anteile zu besitzen - nach dem Gebirge im Westen benannt wurde, trat im Jahr 1876 als 36. Bundesstaat der Vereinigten Staaten bei und ist flächenmäßig der siebtgrößte. Hauptstadt ist Carson City.
Nevada ist geologisch geprägt von Wüste bzw. Wüstensteppe im trockenheißen Süden und Westen sowie von breiten nordsüdlich ausgerichteten Längstälern in der Mitte und im Norden. Der Nordwesten kann als quasi-"alpines" Vorgebirgsland zur Sierra Nevada bezeichnet werden. Sagebrush-Sträucher (Indianischer Räuchersalbei Salvia apiana) bedecken weite Teile des Steppenbodens, während Pinien- und Juniper-Bäume v.a. im gebirgigen Norden und Osten verbreitet sind.
Der größte Teil Nevadas umfasst das spärlich besiedelte Große Becken.
Nevada besitzt neben Südafrika und Australien die reichsten Goldvorkommen der Welt.
Bis auf die Stadt West Wendover, die in der Mountain Time Zone liegt, gilt im ganzen Staat die Pacific Time Zone.
Nevada grenzt an Oregon und an Idaho im Norden, Kalifornien im Westen, Arizona im Südosten und Utah im Osten. Die Grenze zu Arizona ist größtenteils der Colorado.
| Stadt | County | Einwohner 1. April 2000 | Einwohner 1. Juli 2004 |
|---|---|---|---|
| Las Vegas | Clark | 478.434 | 534.847 |
| Reno | Washoe | 180.480 | 197.963 |
| Paradise | Clark | - | 188.768 |
| Sunrise Manor | Clark | - | 184.801 |
| North Las Vegas | Clark | 115.488 | 158.748 |
| Spring Valley | Clark | - | 161.286 |
| Sparks | Washoe | 66.346 | 81.014 |
| Carson City | Carson City | 52.457 | 55.974 |
| Elko | Elko | 16.708 | 16.230 |
| Boulder City | Clark | 14.966 | 15.246 |
Siehe auch: Liste der Städte in Nevada
Ursprünglich ein Teil Mexikos, musste das Gebiet im Vertrag von Guadalupe Hidalgo an die USA abgetreten werden. 1850 wurde durch den Kongress das Utah-Territorium, das damals die heutigen Staaten Utah, Colorado und Nevada umfasste, errichtet. 1859 wurde die Comstock Lode, ein reichhaltiges Silber- und Goldvorkommen entdeckt und Virgina City gegründet. Mit dieser Entdeckung strömten immer mehr Menschen in die Region: Goldsucher, Prospektoren, Händler und andere, die ihr Glück suchten.
Am 2. März 1861 wurde Nevada vom Utah-Territorium abgetrennt und nahm den jetzigen Namen an. Am 31. Oktober 1864 trat Nevada schließlich als 36. Staat der USA bei.
Während der Weltwirtschaftskrise erlaubte Nevada am 17. März 1931 das Glücksspiel, um das Wirtschaftswachstum zu fördern. Neben dem Glücksspiel ist in Nevada traditionell auch - als einzigem Bundesstaat der USA - die Prostitution in einigen Bezirken des Bundesstaates legal; explizit jedoch nicht in Clark County samt dessen Hauptstadt Las Vegas.
Große Teile Nevadas sind militärisches Sperrgebiet, wobei es vor allem die Nellis Range im Süden hervorzuheben gilt. Auf der dortigen Nevada Test Site (NTS) wurden die meisten amerikanischen Atombomben getestet. Daneben gibt es auch noch Anlagen zur Erprobung geheimer militärischer Flugkörper, wie die sagenumwobene Area 51. Auch die durch den gleichnamigen Film bekannte Schule Top Gun für die Elite-Piloten der US-Marine ist hier zu finden. Es handelt sich dabei um die Naval Air Station Fallon in der Wüste Nevadas.
Zu den wichtigsten Ureinwohnern Nevadas zählen die Paiute im Westen und Süden und die Western Shoshone im Norden und Osten des Bundesstaates. Trotz einer anfänglichen vertraglichen Respektierung territorialer indianischer Souveränität (z. B. im "Vertrag von Ruby Valley" von 1863 zwischen den USA und den Häuptlingen der Western Shoshone) hat der parallel stattfindende politische Aufbau Nevadas, seine Eingliederung in die Konföderation seit den 1860er Jahren und die massive Diskriminierung indianischer Rechte bis in die allerjüngste Zeit hinein in Nevada immer wieder zu Spannungen und Konflikten zwischen US-Bundesbehörden und indianischen Ureinwohnern geführt. Am bekanntesten wurden bei der Verteidigung indianischer Rechte die beiden Western-Shoshone-Rancherinnen und Trägerinnen des Alternativen Nobelpreises (1993) Mary und Carrie Dann aus Crescent Valley.
Seit Ende der 1980er Jahre wird in Nevada kontrovers die Möglichkeit diskutiert, eines Tages das nukleare Endlager für die USA in den Yucca Mountains beherbergen zu müssen. Das Felsmassiv liegt auf dem Gebiet der "Nevada Test Site" und wird von den Western-Shoshone-Indianern als Teil ihres 1963 vertraglich zugesicherten Territoriums betrachtet. In der Frage des Widerstands gegen Yucca Mountain als nuklearem Abfalllager stehen die Landesregierung Nevadas mit den Ureinwohnern und mit den meisten Einwohnern des Bundesstaates in einer Ablehnungsfront.
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