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Wappen Karte
Neustrelitz-Wappen.PNG Ntzgeodb.png
Basisdaten
Bundesland: Mecklenburg-Vorpommern
Landkreis: Mecklenburg-Strelitz
Geografische Lage:
Höhe: 74 m ü. NN
Fläche: 138,06 km²
Einwohner: 22.364 (30. Juni 2005)
Bevölkerungsdichte: 162 Einwohner/km²
Postleitzahl: 17235
Vorwahl: 03981
Kfz-Kennzeichen: MST (alt: NZ)
Gemeindeschlüssel: 13 0 55 050
Adresse der Stadtverwaltung: Markt 1
17235 Neustrelitz
Website: www.neustrelitz.de
Bürgermeister: Andreas Grund
Lage der Kreisstadt Neustrelitz im Landkreis Mecklenburg-Strelitz
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Neustrelitz ist die Kreisstadt des Landkreises Mecklenburg-Strelitz in Mecklenburg-Vorpommern (Deutschland).

Geografie


Neustrelitz liegt inmitten der wald- und wasserreichen Mecklenburgischen Seenplatte am Zierker See, der über den Kammerkanal und den Woblitzer See mit der Oberen Havel-Wasserstraße verbunden ist. Innerhalb oder nahe der Stadt liegen mehrere kleine Seen (Glambecker See, Zierker See, Langer See, Krebssee und Domjüchsee).

Gliederung

Zu Neustrelitz gehören die Ortsteile
  • Drewin
  • Fürstensee (am 22. April 1992 eingemeindet)
  • Groß Trebbow
  • Klein Trebbow (am 22. April 1992 eingemeindet)
  • Langhagen
  • Obs
  • Rudow
  • Strelitz Alt
  • Tannenhof und
  • Zierke.

Geschichte


Die Stadt wurde 1733 gegründet als Residenz des (Teil-) Herzogtums Mecklenburg-Strelitz und war zunächst als Ortsteil der nur wenig südlich gelegenen altmecklenburgischen Landstadt Strelitz gedacht, ab der Jahrhundertmitte entwickelte sie sich jedoch zur eingeschränkt selbständigen Residenzstadt. Sie blieb als Kommune im politischen System des alten Mecklenburg bis zum Ende der Monarchie 1918 bedeutungslos. Nach Eingemeindung von Strelitz (Alt) 1931 war sie kurzzeitig kreisfrei. Neustrelitz gehörte neben Rostock und Greifswald zu den drei mecklenburgischen Städten, in denen es 1933 Bücherverbrennungen gab; diese fanden auf dem heutigen Buttelplatz statt. Am 29. April 1945 zog die Rote Armee in Neustrelitz ein und blieb bis zum Abzug der sowjetischen Truppen in der Garnison. Bei Kriegsende 1945 brannte das Residenzschloss, das Theater, ein Pavillon, das alte Palais und das Kollegiengebäude unter ungeklärten Umständen ab.

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Seit 1952 war Neustrelitz Kreisstadt und Verwaltungssitz eines namensgleichen Landkreises; nach der Verwaltungsreform von 1994 wiederum Kreisstadt des neugebildeten Landkreises Mecklenburg-Strelitz, zu dem wesentliche Teile des einstigen mecklenburgischen Teilstaates gehören.

Von 1951 bis 1975 war Neustrelitz Sitz der Bezirksredaktion der Tageszeitung Der Demokrat, welcher 1975 nach Neubrandenburg verlagert wurde; 1990 wurde das Erscheinen der Zeitung eingestellt.

Seit der Wende im Herbst 1989 hat die Bevölkerung um etwa 5000 Einwohner abgenommen, das sind etwa 20 Prozent der damaligen Einwohnerzahl.

Ab 1990 wurden zahlreiche Neustrelitzer Betriebe geschlossen wie die Polyklinik, Elektroanlagenbau (EAB), Landtechnischer Anlagenbau (LTA), Maschinenfabrik Rogge oder sie wurden in der Grösse und Mitarbeiterzahl stark verkleinert wie das Bahnbetriebswerk von 1500 auf 70 Mitarbeiter. Einige Schulen mussten wegen Schülerrückgang geschlossen werden und wurden abgerissen wie die ehemalige Oberschule VII (Jahwaharlal-Nehru-Oberschule) und die Schule der sowjetischen Garnison.

Das ehemalige Kino am Neuen Markt brannte 1996 ab.

Politik


Partnerstädte

Kultur und Sehenswürdigkeiten


  • das 1954 neugebaute Friedrich-Wolf-Theater, Deutsche Tanzkompanie (in der DDR: Folkloreensemble).
  • Open Air Operettenaufführung im Rahmen der Schlossgartenfestspiele
  • Die Orangerie und die Stadtkirche sind Spielorte der Festspiele Mecklenburg-Vorpommern.
  • jährlich stattfindendes Rockfestival
  • Stadtarchiv
  • Bibliothek
  • Kulturhaus, seit einigen Jahren leerstehend (soll in naher Zukunft abgerissen werden)
  • Inseltheater Helgoland
  • Tanzkompanie (früher: Folkloreensemble)
  • Frauenchor "Freundschaft", Konzertchor Neustrelitz, Männerchor Liedertafel 1846
  • Hans-Fallada-Klub
  • Stadtmuseum
  • Tiergarten

Sehenswürdigkeiten

  • Gymnasium_Carolinum.jpg
  • Barock angelegte Residenzstadt um quadratischem Marktplatz mit Stadtkirche (dritthöchster Kirchtum in MV) und Rathaus, von dem strahlenförmig acht gerade Strassen wegführen; Schlosskirche, katholische Kirche, Gymnasium Carolinum, Kirche am Stadtfriedhof
  • Orangerie, darin Fresken, Plastiken und Modell des ehemaligen Schlosses
  • barocker Stadtpark mit Luisentempel, Orangerie und verschiedenen Statuen und Büsten; zum Schloss gehörende Gebäude wie Reitstall, Luisentempel mit Statue der Königin Luise und das Carolinenstift (Krankenhaus als Stiftung der Herzogin Caroline 1860 erbaut), Marienpalais (ehemals Wohnsitz der Großherzogin-Witwe Marie, später nach 1945 Erweiterte Oberschule EOS Clara Zetkin), Carolinenpalais (1850 von Buttel im Tudorstil erbaut, gewidmet der Herzogin Caroline).
  • Tierpark innerhalb des Schlossparks
  • Stadtmuseum
  • Müritz-Nationalpark, 318 km² groß
  • Slawendorf am Rande des Zierker Sees
  • Historischer Hafen
  • Friedrich-Wolf-Theater, davor Friedrich-Wolf-Bronzeplastik
  • Gedenkstein in Altstrelitz am Alex für die zerstörte Synagoge
  • Denkmal für den hingerichteten Neustrelitzer Pfarrer Dr. Bernhard Schwentner bei der katholischen Kirche
  • ehemaliges Haus der Werktätigen (HDW) unweit des Theaters
  • Satellitenbodenstation
  • Bahnbetriebswerk
  • Naturdenkmal Heilige Hallen
  • Findlingspark bei Prälank

Wirtschaft und Infrastruktur


Neben dem Binnenhafen, der Landwirtschaft und der wachsenden Tourismusbranche sind in Neustrelitz Fabriken des Maschinen- und Anlagenbaus ansäßig. Die Ostmecklenburgische Bahnwerk GmbH betreibt hier ein Instandhaltungswerk für Eisenbahnfahrzeuge.

Verkehr

Bildung und Forschung

  • Die Ingenieurfachschule in Altstrelitz wurde nach 1990 geschlossen
  • Das Aus- und Fortbildungszentrum der Bundespolizei des Bundespolizeipräsidium Ost (Abkürzung: BPOLAFZO) hat ca. 400 fest eingestellte Arbeitnehmer, darunter ca. 130 Auszubildende.

Freizeit-, Kultur- und Sporteinrichtungen


Im ehemaligen Kühlhaus sind ein Kino und eine Discothek, das DiFa-Palace untergebracht. Es ist die größte Diskothek Mecklenburg-Vorpommerns.

  • Antiquariat in der ehemaligen EOS mit etwa 25.000 Büchern hauptsächlich von DDR-Verlagen vor 1990
  • Rudolf-Harbig-Stadion und Parkstadion
  • Musikschule

Vereine und Organisationen


Sportvereine

  • Wassersportverein Einheit Neustrelitz
  • Sportverein TSG Neustrelitz (in der Oberliga Nordost (Staffel Nord) vertreten)
  • Fußballverein SpVgg Victoria Neustrelitz
  • Fußballverein Team-MOB
  • Sportverein PSV Neustrelitz
  • Tennisverein TC Neustrelitz
  • ESV "Lok" Neustrelitz, Abt. Leichtathletik

Soziale, gemeinnützige, öffentliche und medizinische Einrichtungen


  • Katholisches Kinderheim
  • Krankenhaus

Persönlichkeiten


Ehrenbürger

Söhne und Töchter der Stadt

Persönlichkeiten, die vor Ort gewirkt haben

Sonstiges


  • Am Rande von Neustrelitz – beim Kalkhorst – befindet sich seit Jahrzehnten eine Satelliten-Boden-Station. Sie wird heute vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) genutzt.
  • Der SAR 93, eine Bell UH-1D, ist außerdem für die Luftrettung in Neustrelitz stationiert. Der Standort wurde 1996 von Schwerin hierher verlegt.
  • Presse: einzige lokale Tageszeitung Nordkurier – Nachfolger der DDR-Tageszeitung Freie Erde
  • Kfz-Zeichen: MST (seit 1994), ab 1990 zunächst NZ, in der DDR CT für Motorräder, CM für LKW, Busse und Traktoren, für PKW CL und CI, später auch CZ

Weblinks


Ort in Mecklenburg-Vorpommern | Ehemalige deutsche Landeshauptstadt

Neustrelitz | Neustrelitz | Nieg Strelitz | Neustrelitz

 

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