| Wappen | Karte |
|---|---|
| Neustadc.jpg | Neustadt_bei_coburg_in_Deutschland.png |
| Basisdaten | |
| Bundesland: | Bayern |
| Regierungsbezirk: | Oberfranken |
| Landkreis: | Coburg |
| Geografische Lage: | |
| Höhe: | 346 m ü. NN |
| Fläche: | 61,9 km² |
| Einwohner: | 16.641 (30. Juni 2004) |
| Bevölkerungsdichte: | 269 Einwohner je km² |
| Postleitzahlen: | 96465 |
| Vorwahl: | 09568 |
| Kfz-Kennzeichen: | CO |
| Gemeindeschlüssel: | 09 4 73 151 |
| Stadtgliederung: | 22 Ortsteile |
| Adresse der Stadtverwaltung: | Georg-Langbein-Str. 1 96465 Neustadt b. Coburg |
| Website: | www.neustadt-bei-coburg.de |
| Politik | |
| Bürgermeister: | Frank Rebhan (SPD) |
Neustadt bei Coburg liegt im Nordosten des Landkreises Coburg in einem weiten Talkessel an den südlichen Ausläufern des Thüringer Waldes. Die Stadt liegt zu Füßen des Neustadter "Hausberges", des Muppberges, eines 515,5 Meter hohen Zeugenberges. Durch das Stadtgebiet fließen die beiden Flüsse Röden und Steinach.
Auf dem Gelände des ortsansässigen Kabelwerkes der Firma Siemens wurde während des Zweiten Weltkrieges ein Arbeitslager als Außenlager des Konzentrationslagers Buchenwald eingerichtet, um Inhaftierte aus dem Internierungslager in der Nähe Weimars für die Kriegsproduktion der Nationalsozialisten auszubeuten. In diesem Lager waren ca. 400 Häftlinge in Baracken gefangen und mussten schwerste körperliche Arbeit leisten. Die Häftlinge waren Angehörige verschiedener Nationen, unter Anderen Ungarn und Frankreich (wobei es sich hier um Kriegsgefangene, nicht um politisch oder religiös Verfolgte handelte). Es arbeiteten sowohl weibliche als auch männliche Häftlinge in Neustadt. Die näherrückenden amerikanischen Truppen veranlassten die Leitung des Lagers 1945 dazu, die Baracken zu räumen und die Häftlinge auf einen Todesmarsch gen Osten zu schicken, die Neustadter Zwangsarbeiter wurden laut eigener Aussage im April 1945 von amerikanischen Truppen auf dem Gebiet der heutigen tschechischen Republik eingeholt und befreit. Den Strapazen der Arbeit im Kabelwerk und dem Todesmarsch fielen ca. 280 der insgesamt 400 Häftlinge zum Opfer.
Seit 1996 wird in Neustadt der lokale Fernsehsender NEC TV produziert und ausgestrahlt.
Am 1. Februar 1937 nahm das Neustadter Kabelwerk der Siemens-Schuckertwerke AG seinen Betrieb auf und prägte die wirtschaftliche Situation der Stadt bis ins 21. Jahrhundert hinein. Bis zum Jahre 1975 stieg die Zahl der Beschäftigten (inklusive Zweigwerke) auf 3400 an, was die Stadt Neustadt zu einem "wirtschaftlichem Leuchtturm" im strukturschwachen Zonenrandgebiet werden ließ.
Das Unternehmen Telenec versorgt die Stadt über ein eigenes Breitbandkabel- und Glasfasernetz mit dem Internet, sowie Fernseh- und Radioprogrammen.
Durch seine Lage an der ehemaligen innerdeutschen Grenze ist die Verkehrsanbindung Neustadts auch mehr als ein Jahrzehnt nach der Wiedervereinigung der beiden deutschen Staaten schlecht. Neustadt ist nur mit den Staatsstraßen 2202 nach Coburg und Sonneberg und 2708 nach Kronach sowie der Kreisstraße CO 11 nach Lichtenfels an das überregionale Straßennetz angebunden und besitzt 2006 keinen eigenen Anschluss an eine Bundesstraße oder Autobahn. Mit der Fertigstellung der Bundesautobahn 73 und der B 999 (Ortsumfahrung Rödental) wird Neustadt dann ab 2008 über eine direkte Autobahnanbindung verfügen.
Die Stadt verfügte bis nach dem 2. Weltkrieg über einen Anschluss an die Bahnstrecke Coburg–Sonneberg, sowie eine Anbindung an die sogenannte "Steinachtalbahn", welcher jedoch durch den Trassenverlauf der Bahn durch die Thüringen nach dem 2. Weltkrieg still gelegt wurde. Der heutige Neustadter Ortsteil Fürth am Berg wurde noch bis zum 1. Juni 1975 im Personenverkehr auf der Steinachtalbahn bedient.
Mit der Teilung Deutschlands wurde auch der Zugverkehr zwischen Neustadt und Sonneberg unterbrochen, womit Neustadt zum Endpunkt der Verbindung Coburg - Sonneberg wurde. Nach der deutschen Wiedervereinigung wurde diese Strecke im Jahr 1992 wieder reaktiviert.
Ort in Bayern | Coburg (Landkreis) | Neustadt bei Coburg | Neustadt bei Coburg
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