Neuss (reg. Dialekt: Nüss - Schreibweise bis 1968: Neuß) ist eine Stadt am linken Niederrhein gegenüber von Düsseldorf in Nordrhein-Westfalen. Neuss ist die größte Stadt des Rhein-Kreises Neuss, bekannt vor allem für seine römische Vergangenheit, den Rheinhafen und das Schützenfest. In der Landesplanung ist Neuss als Mittelzentrum eingestuft. Die Einwohnerzahl der Stadt Neuss überschritt 1963 die 100.000-Grenze und machte sie zur Großstadt. Neuss ist die größte kreisangehörige (d. h. nicht kreisfreie) Stadt in der Bundesrepublik Deutschland. 1984 feierte Neuss seine 2000-Jahr-Feier.
Geografie
Neuss liegt am linken Niederrhein auf einer Niederterrasse gegenüber von Düsseldorf, an der Mündung der Erft in den Rhein. Die höchste Erhebung im Stadtgebiet befindet sich in der Nähe des Stadtteils Holzheim und beträgt 67,5 m, die tiefste Stelle befindet sich im Bereich der Hafeneinfahrt und beträgt 30 m über NN. Die größte Ausdehnung des Stadtgebiets beträgt in Nord-Süd-Richtung 13,2 km und in West-Ost-Richtung 12,8 km. Auch wenn Neuss grundsätzlich am Ostrand des Rhein-Kreises Neuss liegt, befindet sich auch der geographische Mittelpunkt des Kreises noch innerhalb des Stadtgebietes von Neuss (bei Gut Hombroich).
Siehe auch: Wahler Berg
Nachbargemeinden
Folgende
Städte und
Gemeinden grenzen an die Stadt Neuss. Sie werden im
Uhrzeigersinn, beginnend im Osten genannt:
Düsseldorf (kreisfreie Stadt) sowie Dormagen, Grevenbroich, Korschenbroich, Kaarst und Meerbusch (alle Rhein-Kreis Neuss)
Stadtgliederung
Das Stadtgebiet von Neuss ist in folgende 28
statistische Bezirke eingeteilt. Diese werden fortlaufend nummeriert und tragen jeweils auch einen besonderen Namen. Zu einigen statistischen Bezirken gehören auch noch separat gelegene
Wohnplätze mit eigenem Namen, etwa Stüttgen, Minkel, Dirkes, Röckrath, Derikum, Schlicherum, Allerheiligen, Elvekum, Lanzerath, Bettikum, Gier und Kuckhof.
Stadtbezirke gibt es in Neuss - anders als in kreisfreien Städten Nordrhein-Westfalens - nicht.
1 Innenstadt, 2 Dreikönigenviertel, 3 Hafengebiet, 4 Hammfeld, 5 Augustinusviertel, 6 Gnadental, 7 Grimlinghausen, 8 Uedesheim, 9 Weckhoven, 10 Erfttal, 11 Selikum, 12 Reuschenberg, 13 Pomona, 14 Stadionviertel, 15 Westfeld, 16 Morgensternsheide, 17 Südliche Furth, 18 Mittlere Furth, 19 Nördliche Furth, 20 Weissenberg, 21 Vogelsang, 22 Barbaraviertel, 23 Holzheim, 24 Grefrath, 25 Hoisten, 26 Speck/Wehl/Helpenstein, 27 Norf, 28 Rosellen (mit Rosellerheide und Allerheiligen)
Geschichte
Chronologie
Anfänge
Neuss ist eine der
ältesten Städte Deutschlands. Bereits um das Jahr
16 v. Chr. errichteten römische Soldaten an der Mündung der Erft in den Rhein eine Holz-Erde-Befestigung. Der Platz, an dem sich vermutlich schon eine kelto-germanische Vorgängersiedlung befand, war strategisch gut gewählt, lag er doch einerseits am Endpunkt einer Fernstraße, die durch das von
Caesar eroberte
Gallien von
Lyon bis an den Rhein führte, und bot andererseits einen verkehrsgünstigen Zugang zu den Wasserwegen von Rhein, Erft, Lippe, Ruhr und Wupper. Weitere, wohl ebenfalls nur saisonal genutzte Heerlager an dieser Stelle folgten einander.
Castra Novesia
Um die Mitte des ersten Jahrhunderts nach Christus bauten römische Soldaten nahe der Erftmündung in Neuss-Gnadental erstmals ein steinernes
Legionslager, das nach seinem Entdecker, dem Neusser Archäologen
Constantin Koenen, auch als „Koenen-Lager“ bezeichnet wird. Während der zweiten Hälfte des ersten Jahrhunderts n. Chr. war in dem Kastell dauerhaft eine ganze
Legion mit fast 6.500 Soldaten stationiert (
Castra Novesia). Um das Militärlager herum entstanden ausgedehnte Gräberfelder und eine Lagervorstadt (
canabae legionis), in der die Familien der Soldaten lebten, aber auch Händler, Gastwirte und Militärhandwerker arbeiteten.
Zivile Siedlung
Die Befestigung, die zu den frühesten römischen Anlagen dieser Art in Deutschland gehörte, gab auch den Anstoß für die Entstehung einer nahe gelegenen Zivilsiedlung („
vicus“), aus der im Laufe der Jahrhunderte das heutige Neuss erwuchs. Nachdem die zuletzt im „Koenen-Lager“ stationierte VI.
Legion um ca.
100 n.Chr. nach
Xanten verlegt worden war, baute man zu Beginn des zweiten Jahrhunderts an seiner Stelle ein steinernes Auxiliarlager, das Platz für eine Besatzung von etwa 600 Mann bot. Als Ende des dritten Jahrhunderts n. Chr. die römische Grenzverteidigung als Reaktion auf die vermehrten Überfälle fränkischer Truppen auf das römische Reichsgebiet neu organisiert werden musste, gab man das Auxiliarlager an der Erftmündung auf. Im Gegenzug errichtete man im Bereich des römischen „
vicus“ nahe der heutigen Neusser Hauptkirche St. Quirin ein neues Bollwerk, dessen Reste wohl den Kristallisationspunkt für die Entstehung der mittelalterlichen Kaufmannssiedlung und einer Kirche im neunten Jahrhundert bildeten. Vermutlich in der zweiten Hälfte des zehnten Jahrhunderts entstand neben der Kirche ein Benediktinerinnenkloster aus der Stiftung einer hochadligen Familie. In dieser Zeit wurden vermutlich auch die Reliquien des Hl.
Quirinus von Rom, des Patrons dieser Kirche, nach Neuss überführt.
Stadtrecht
1190 bekam Neuss
Stadtrechte, um
1200 wurde die große Stadmauer mit fünf Toren gebaut.
1209 erfolgte die Grundsteinlegung zum Quirinusmünster.
1474/
75 widerstand die Stadt einer langen Belagerung durch
Karl den Kühnen. Zur Belohnung verlieh
Kaiser Friedrich III. Neuss das
Münzprivileg, das Recht mit rotem Wachs zu siegeln, die Rechte einer
Hansestadt und ein neues Wappen. Dies verhalf der Stadt zu beträchtlichem Wohlstand, den sie aber nach der Eroberung im
Kölnischen Krieg und einem Großbrand
1586 wieder verlor.
Während der von 1794 bis 1814 dauernden napoleonischen Besatzung wurde in Neuss am Nordkanal gebaut, der eine schiffbare Verbindung zwischen Rhein und Maas schaffen sollte. Damit sollten die Flusszölle rheinabwärts umgangen werden. Der Kanal wurde nicht vollendet. 1816 wurde Neuss preußisch und Sitz eines Kreises. Im 19. Jahrhundert erlebte die Stadt neuen wirtschaftlichen Aufschwung, der wesentlich durch den Eisenbahnbau (u. a. Anschluss an das rechtsrheinische Eisenbahnnetz durch die Eisenbahnbrücke über den Rhein nach Düsseldorf-Bilk) und den Rheinhafen getragen wurde.
Kreisfreie Stadt
1913 schied Neuss aus dem Kreis Neuss aus und wurde eine
kreisfreie Stadt.
1929 wurden die noch verbleibenden Teile der Kreise Neuss und Grevenbroich zum neuen Kreis Grevenbroich-Neuss (später Kreis Grevenbroich) vereinigt. Im
Zweiten Weltkrieg wurden in Neuss wie in vielen anderen rheinischen Städten große Teile der historischen Altstadt durch britische Luftangriffe im Rahmen der
moral-bombing-Strategie zerstört.
1968 wurde die Schreibweise von
Neuß in Neuss geändert.
Rhein-Kreis Neuss
Mit der
Gemeindereform 1975 wurden die ehemals eigenständigen Gemeinden die Neuss umgaben (z.B. Holzheim, Norf und Rosellen) eingemeindet (siehe auch Eingemeindungen) und die kreisfreie Stadt Neuss mit dem Kreis Grevenbroich zum neuen Kreis Neuss vereinigt und die Stadt somit z.T. Sitz dieses neuen Kreises. Gleichzeitig erhielt die Stadt (durch die Eingemeindungen) kommunalrechtlich den Status
Große kreisangehörige Stadt. Im Jahr
1984 feierte Neuss sein 2000-jähriges Jubiläum, zu dem mit Genehmigung der französischen Rechteinhaber ein Comic-Sonderband
Asterix in Novaesium erschien.
2003 wurde der Kreis Neuss in
Rhein-Kreis Neuss umbenannt.
Eingemeindungen
In die Stadt Neuss wurden im Laufe der Geschichte folgende
Gemeinden bzw. Gemeindeteile eingegliedert:
Anfang des
20. Jahrhunderts Teile von Heerdt, Büderich und Kaarst,
1929 Grimlinghausen, Uedesheim und Weckhoven sowie
1975 Grefrath,
Holzheim, Hoisten, Norf, Rosellen und Speck sowie weitere Teile von Kaarst und Meerbusch.
Einwohnerentwicklung
Population Statistics Neuss.png
Im Jahre 1963 überschritt die Einwohnerzahl der Stadt die Grenze von 100.000, wodurch sie zur Großstadt wurde. Am 1. Januar 1975 stieg die Bevölkerungszahl von Neuss durch die Eingemeindung mehrerer Orte um 30.000 Personen auf 148.000. Ende Dezember 2005 lebten in Neuss nach Fortschreibung des Landesamtes für Datenverarbeitung und Statistik Nordrhein-Westfalen 152.633 Menschen mit Hauptwohnsitz. Die Tendenz ist weiterhin steigend.
Die folgende Übersicht zeigt die Einwohnerzahlen nach dem jeweiligen Gebietsstand. Bis 1833 handelt es sich meist um Schätzungen, danach um Volkszählungsergebnisse (¹) oder amtliche Fortschreibungen der jeweiligen Statistischen Ämter beziehungsweise der Stadtverwaltung selbst. Die Angaben beziehen sich ab 1843 auf die „ortsanwesende Bevölkerung“, ab 1925 auf die Wohnbevölkerung und seit 1987 auf die „Bevölkerung am Ort der Hauptwohnung“. Vor 1843 wurde die Einwohnerzahl nach uneinheitlichen Erhebungsverfahren ermittelt.
|
| | Jahr
| Einwohner
| -
| 1771 | 3.555
| -
| 1798 | 4.423
| -
| 1810 | 6.400
| -
| 1831 | 7.888
| -
| 1. Dezember 1840 ¹ | 9.057
| -
| 3. Dezember 1855 ¹ | 9.690
| -
| 3. Dezember 1861 ¹ | 10.300
| -
| 3. Dezember 1864 ¹ | 10.700
| -
| 3. Dezember 1867 ¹ | 12.600
| -
| 1. Dezember 1871 ¹ | 13.996
| -
| 1. Dezember 1875 ¹ | 15.564
| -
| 1. Dezember 1880 ¹ | 17.500
| -
| 1. Dezember 1885 ¹ | 20.074
| -
|
| | Jahr
| Einwohner
| -
| 1. Dezember 1890 ¹ | 22.635
| -
| 2. Dezember 1895 ¹ | 25.026
| -
| 1. Dezember 1900 ¹ | 28.472
| -
| 1. Dezember 1905 ¹ | 30.440
| -
| 1. Dezember 1910 ¹ | 37.224
| -
| 1. Dezember 1916 ¹ | 35.463
| -
| 5. Dezember 1917 ¹ | 35.483
| -
| 8. Oktober 1919 ¹ | 39.819
| -
| 16. Juni 1925 ¹ | 44.958
| -
| 16. Juni 1933 ¹ | 55.771
| -
| 17. Mai 1939 ¹ | 59.654
| -
| 31. Dezember 1945 | 51.624
| -
| 29. Oktober 1946 ¹ | 54.961
| -
|
| | Jahr
| Einwohner
| -
| 13. September 1950 ¹ | 63.478
| -
| 25. September 1956 ¹ | 79.903
| -
| 6. Juni 1961 ¹ | 92.916
| -
| 31. Dezember 1965 | 111.104
| -
| 27. Mai 1970 ¹ | 114.613
| -
| 31. Dezember 1975 | 148.198
| -
| 31. Dezember 1980 | 149.334
| -
| 31. Dezember 1985 | 143.512
| -
| 25. Mai 1987 ¹ | 142.178
| -
| 31. Dezember 1990 | 147.019
| -
| 31. Dezember 1995 | 148.796
| -
| 31. Dezember 2000 | 150.013
| -
| 31. Dezember 2005 | 152.633
|
¹ Volkszählungsergebnis
Religionen
Neuss gehörte von Anfang an zum
Erzbistum Köln und war zunächst der kirchlichen Gerichtsbarkeit des Dompropstes, später als Archidiakonat dem
Domdechanten zugeteilt. Die Zugehörigkeit der Stadt auch zum weltlichen Kurfürstentum Köln war Ursache dafür, dass die
Reformation keinen Fuß fassen konnte. Dennoch gab es in den
1560er Jahren eine heimliche reformierte Gemeinde, die zu den größten Gemeinden der Kölnischen Klasse unterm Kreuz gehörte. Nach
1586 gab es einen Umschwung, doch gab es bis
1620 noch einzelne reformierte Familien. Unter Kurfürst Ernst waren sie dann meist gezwungen, auszuwandern. Erst im
19. Jahrhundert zogen wieder vermehrt Protestanten zu.
Die Katholiken gehörten bis
1802 noch zum
Erzbistum Köln. Nach dessen Auflösung kamen sie zum
Bistum Aachen, das jedoch
1821/
1825 bereits wieder aufgehoben wurde. Somit kam Neuss
1828 wieder zum
Erzbistum Köln. Neuss wurde Sitz eines
Dekanats, das später in die Dekanate Nord und Süd geteilt wurde. Sie bildeten das Stadtdekanat Neuss. Zum 1. Januar 2005 wurde dieses mit dem bisherigen Kreisdekanat Neuss zusammen gelegt. Beide Dekanate bilden seitdem das Kreisdekanat Rhein-Kreis Neuss.
1805 bildete sich in Neuss wieder eine reformierte Gemeinde, die sich 1817 mit der lutherischen Gemeinde zu einer unierten Gemeinde vereinigte, die zur Evangelischen Kirche in Preußen bzw. zu dessen rheinischer Provinzialkirche gehörte. Innerhalb der heutigen Evangelischen Kirche im Rheinland gehören die evangelischen Gemeinden der Stadt Neuss zum Kirchenkreis Gladbach-Neuss.
Neben den evangelischen und katholischen Gemeinden gibt es in Neuss auch Freikirchen, darunter eine evangelisch-freikirchliche Gemeinde (Baptisten) und die Immanuel-Gemeinden, die zum Bund Freikirchlicher Pfingstgemeinden (BFP) gehört. Ferner sind in Neuss sowohl die Neuapostolische Kirche als auch die Zeugen Jehovas vertreten.
Stadtheilige
Schutzpatron von Neuss ist der heilige
Quirinus von Neuss, seine Reliquien kamen um
1050 n. Chr. nach Neuss; ihm zu Ehren wurde das Neusser Quirinusmünster gebaut. Daraus entwickelte sich die Bedeutung von Neuss als mittelalterlicher
Wallfahrtsort mit
Pilgern aus ganz Europa.
Eine weitere Stadtheilige ist die hl. Hildegunde von Neuss.
Politik
An der Spitze der Stadt Neuss standen zunächst Schultheiß und Schöffen als erzbischöfliche Ministeriale. Im 13. Jahrhundert waren es 12 oder 14 Ministeriale. Unter Konrad von Hochstaden gab es auch einen Rat, deren Mitglieder die „officiati“ waren. Später gab es innerhalb des Rates Seniores und Subseniores. Die Mitgliedschaft im Rat war auf Lebenszeit. Die Zahl der Schöffen und Ratsmitglieder wurde im 18. Jahrhundert bis auf sechs reduziert. Ab 1771 gab es jeweils fünf Schöffen und fünf Ratsherren. In französischer Zeit stand ein Maire an der Spitze der Stadt. Dieser hatte zwei Beigeordnete und einen Gemeinderat mit 30 Mitgliedern an seiner Seite. Ab 1845 waren es nur noch 18 Ratsmitglieder. In preußischer Zeit (ab 1816) leitete der Bürgermeister und die Beigeordneten sowie der Stadtrat die Verwaltung von Neuss. 1856 wurde die Rheinische Städteordnung eingeführt. Nach dem Ausscheiden aus dem Kreis Neuss 1913 trug der Bürgermeister den Titel „Oberbürgermeister“.
Während der Zeit des Nationalsozialismus wurde der Oberbürgermeister von der NSDAP eingesetzt. Nach dem Zweiten Weltkrieg setzte die Militärregierung der Britischen Besatzungszone einen neuen Oberbürgermeister ein und 1946 führte sie die Kommunalverfassung nach britischem Vorbild ein. Danach gab es einen vom Volk gewählten „Rat der Stadt“, dessen Mitglieder man als „Stadtverordnete“ bezeichnete. Der Rat wählte anfangs aus seiner Mitte den Oberbürgermeister als Vorsitzenden und Repräsentanten der Stadt, welcher ehrenamtlich tätig war. Des Weiteren wählte der Rat ab 1946 ebenfalls einen hauptamtlichen Oberstadtdirektor als Leiter der Stadtverwaltung. Nach dem Verlust der Kreisfreiheit 1975 trugen - nach einer Übergangszeit - der Ratsvorsitzende wieder den Titel Bürgermeister und der Leiter der Verwaltung den Titel Stadtdirektor. 1998 wurde die Doppelspitze in der Stadtverwaltung aufgegeben. Seither gibt es nur noch den hauptamtlichen Bürgermeister. Dieser ist Vorsitzender des Rates, Leiter der Stadtverwaltung und Repräsentant der Stadt. Er wurde 1999 erstmals direkt vom Volk gewählt.
Bürgermeister bzw. Oberbürgermeister seit 1801
- 1801 - 1805: Franz Joseph Jordans, Bürgermeister
- 1806 - 1814: Franz Carroux, Bürgermeister
- 1814 - 1822: Heinrich Momm, Bürgermeister
- 1823 - 1828: Anton Josef Reuter, Bürgermeister
- 1828 - 1843: Carl Conrad Loerick, Bürgermeister
- 1843 - 1849: Adam Breuer, Bürgermeister
- 1849 - 1851: Heinrich Thywissen, Bürgermeister
- 1851 - 1858: Michael Frings, Bürgermeister
- 1858 - 1882: Johann Joseph Ridder, Bürgermeister
- 1882 - 1889: Carl Wenders, Bürgermeister
- 1890 - 1902: Engelbert Tilmann, Bürgermeister
- 1902 - 1921: Franz Gielen, Oberbürgermeister
- 1921 - 1930: Heinrich Hüpper, Oberbürgermeister
- 1930 - 1934: Wilhelm Henrichs, Oberbürgermeister
- 1934 - 1938: Wilhelm Gelberg, Oberbürgermeister
- 1938 - 1945: Dr. Wilhelm Tödtmann, Oberbürgermeister
- 1945 - 1946: Dr. Josef Nagel, Oberbürgermeister
- 1946: Dr. Josef Schmitz, Oberbürgermeister
- 1946 - 1961: Alfons Frings, Oberbürgermeister
- 1961 - 1967: Peter Wilhelm Kallen, Oberbürgermeister
- 1967 - 1982: Herbert Karrenberg, Oberbürgermeister
- 1982 - 1987: Hermann Wilhelm Thywissen, Oberbürgermeister
- 1987 - 1998: Dr. Bertold Reinartz, Bürgermeister
- 1998 - heute: Herbert Engelbert Napp, Bürgermeister
Stadtdirektoren bis bzw. Oberstadtdirektoren 1946-1998
Der Stadtrat der Stadt Neuss hat gegenwärtig 58 Mitglieder. Diese verteilen sich auf die einzelnen Parteien wie folgt:
- CDU: 31 Sitze
- SPD: 15 Sitze
- Grüne: 5 Sitze
- FDP: 3 Sitze
- PDS: 2 Sitze
- UWG: 1 Sitz
- Unabhängige: 1 Sitz
Wappen
Fahne-neuss.jpg
Geschichte und heraldische Beschreibung des Neusser Wappens
Die Stadt Neuss zählt zu den ältesten rheinischen Städten, die ein Wappen und ein Siegel geführt haben. Das Wappen selbst ist eines der historisch bedeutsamsten deutschen Wappen und Sinnbild für die jahrhundertelange wechselvolle Geschichte.
Das Wappen der Stadt Neuss zeigt in gespaltenem Schild vorn in Schwarz einen rot bewehrten und gezungten goldenen Doppeladler, hinten in Rot ein durchgehendes silbernes Kreuz. Auf dem Schild eine goldene Kaiserkrone. Der Schild wird von zwei Löwen gehalten. Die Stadtflagge ist rot-weiß, links das Wappen, rechts 9 goldene Kugeln (das so genannte Quirinius-Wappen).
Im ältesten Wappenschild, das bereits seit dem Jahr 1217 belegt ist, stand ein weißes Kreuz auf rotem Grund. Das Kreuz ist schon in alten Stadtsiegeln des 12. Jahrhunderts nachweisbar. Vermutlich handelt es sich um ein Kreuzfahrer- oder Geleitzeichen.
Nachdem Neuss die Belagerung durch Karl dem Kühnen 1475 erfolgreich abgewehrt hatte, belohnte Kaiser Friedrich III. die Stadt und ihre Bürger mit zahlreichen Privilegien. Dazu zählte nicht nur das Recht, mit rotem Wachs zu siegeln. Neuss wurde auch ein neues Wappen verliehen, das die Stadt vor den meisten anderen deutschen Städten auszeichnete. Sie wurde zwar nicht wie Köln zur Reichsstadt erhoben, durfte aber fortan die Symbole des Reiches, den doppelköpfigen Adler im schwarzen Schild führen, bekrönt durch die Kaiserkrone (die damals nur an Neuss und Amsterdam verliehen wurde). Der Adler symbolisierte das Reich, was durch die Verleihung des Wappens durch den Kaiser zum Ausdruck kam.
Nach 1550 wurden das alte und das neue Wappen in einem Schild vereinigt. Seitdem lautet die heraldische Beschreibung des Stadtwappens: Das Schild von Schwarz und Gold gespalten, vorne (oder rechts) ein doppelköpfiger Adler, hinten (oder links) ein durchgehendes silbernes Kreuz. Das Schild ist bedeckt von der goldenen Kaiserkrone. Als Schildhalter zwei goldene Löwen.
Die Löwen als Schildhalter sind eine Zutat, die nicht zum eigentlichen Wappen gehören, sich aber eingebürgert haben und um 1638 zum ersten Mal erschienen sind.
Städtepartnerschaften
Neuss unterhält mit folgenden Städten eine
Städtepartnerschaft:
Wirtschaft und Infrastruktur
Wirtschaft
Die Neusser Wirtschaft wird geprägt von einem Industriehafen, verarbeitendem Gewerbe und Dienstleistungsgewerbe. Im
Hafen dominieren
Ölmühlen, Massengut- und
Containerumschlag, die früher bedeutende Landmaschinenproduktion gibt es heute nicht mehr. Seit
2003 werden die Häfen Neuss und
Düsseldorf von einer gemeinsamen Gesellschaft mit Sitz in Neuss verwaltet. Dabei erfüllt die Neusser Eisenbahngesellschaft eine wichtige Funktion. Außer im Hafen gibt es größere
Gewerbegebiete im nahen Hammfeld sowie im Süden der Stadt. In der Neusser Wirtschaft spielen
Eisen-,
Aluminium- und
Papierverarbeitung eine große Rolle. Auch die
Lebensmittelindustrie ist hier vertreten. Ein zunehmend stärkeres Gewicht bekamen in den letzten Jahrzehnten die Bereiche
Technologie,
Logistik und
Handel. Ebenso für den Wirtschaftsstandort Neuss spricht die gute Anbindung an das Luftdrehkreuz
Flughafen Düsseldorf International sowie den zur Zeit nicht in den Linienflugverkehr eingebundenen, aber von Privatmaschinen angeflogenen Flughafen
Mönchengladbach. Im Jahr 2005 betrug die durchschnittliche Kaufkraft der Neusser Bürger 116 % des Bundesdurchschnitts.
Nähere Information zu ansässigen Unternehmen, wirtschaftlichen Kennzahlen und genaueren Informationen sind im Artikel Neuss/Wirtschaft aufgeführt.
Verkehr
Durch das Stadtgebiet von Neuss führt in nord-südlicher Richtung die
A 57 (
Köln-
Nimwegen), die sich im Westen und Süden der Stadt mit der
A 46 (AK Neuss-West:
Mönchengladbach/
Heinsberg-AK Neuss-Süd:
Hagen)kreuzt.
Der Hauptbahnhof Neuss liegt an den Strecken Aachen-Mönchengladbach-Düsseldorf-Wuppertal-Hagen und Krefeld-Neuss-Köln-Wuppertal-Münster sowie Düsseldorf-Neuss-Grevenbroich-Horrem-Köln-Messe/Deutz. Die frühere Bedeutung von Neuss als Eisenbahnknotenpunkt ist nach der Aufgabe des Personenfernverkehrs und des Rangierbahnhofes im teilweise zurückgebauten Güterbahnhof zurückgegangen, letzterer ist aber dennoch heute der größte Güterbahnhof des Eisenbahnkomplexes Düsseldorf mit Anschlussbahn zum Hafen (Neusser Eisenbahn).
Den Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) bedienen zahlreiche Buslinien der Stadtwerke Neuss sowie die Stadtbahn U75 und die Straßenbahnlinien 704 und 709 der Rheinbahn. Des Weiteren ist Neuss mit den Linien S8 (Mönchengladbach-Dortmund) S11 (Düsseldorf-Bergisch Gladbach) und S28 (Kaarst-Mettmann) an das S-Bahn-Netz angeschlossen. Alle Linien, ausgenommen S 11 ab Köln-Worringen, sind zu einheitlichen Preisen innerhalb des Verkehrsverbunds Rhein-Ruhr (VRR) zu benutzen. Außerdem führen noch einige Regionalbahnlinien der Deutschen Bahn AG (DB) durch Neuss.
Der Neusser Rheinhafen mit einem Güterumschlag von ca. 5 Millionen Tonnen pro Jahr ist der südlichste Rheinhafen, der nicht nur von Binnenschiffen, sondern auch von Küstenmotorschiffen angelaufen werden kann.
Medizinische Versorgung
Folgende Kliniken und Krankenhäuser sind in Neuss ansässig:
- Städtische Kliniken Neuss mit der Lukaskrankenhaus GmbH und der Rheintor Klinik.
- Augustinus-Kliniken mit dem Johanna-Etienne-Krankenhaus und den Fachkrankenhäusern für Psychiatrie und Psychotherapie, St. Alexius- und St. Josef-Krankenhaus.
Medien
Als
Tageszeitung erscheint die
Neuß-Grevenbroicher Zeitung (NGZ). Ein täglicher Neusser Lokalteil befindet sich in der
Westdeutschen Zeitung. Als lokaler Radiosender sendet „NE-WS 89.4“ sein Programm im Rahmen der
NRW-Lokalradios.
In Teilen von Neuss (und in Korschenbroich, Jüchen und Meerbusch) erscheint die
Rheinische Post mit täglichen eigenen Lokalseiten.
Bildung
In Neuss gibt es in den Räumen des
Quirinus-Gymnasiums ein Studienzentrum der
Fernuniversität Hagen. Am Hammfelddamm befindet sich die
FOM Fachhochschule für Ökonomie und Management. Die Fachhochschule für Wirtschaft, Verwaltung und Informatik befindet sich auf der Weingartstrasse in der Neusser Innenstadt. Die Stadt hat ein breites Spektrum an allgemeinbildenden und beruflichen Schulen, darunter 29 Grundschulen, fünf Hauptschulen, fünf Realschulen, sechs Gymnasien, zwei Gesamtschulen und zwei Sonderschulen. Zusätzlich befindet sich im Hammfeld die Internationale Schule am Rhein.
Kultur und Sehenswürdigkeiten
Quirinus-Münster.jpg | Neuss_blutturm.jpg | Neuss_haus_rottels.jpg | Neuss_obertor.jpg | Neuss_rlt.jpg
Theater
- Rheinisches Landestheater
- Globe-Theater für Shakespeare-Aufführungen, ein Nachbau des Londoner Originals
- Theaterkeller, das älteste freie Theater in Neuss
- Theater am Schlachthof
Museen
Bauwerke
- Quirinus-Münster aus dem 13. Jahrhundert, dem Stadtpatron gewidmete spätromanische Kirche mit kuppelförmigem Ostturm (Wahrzeichen der Stadt) und historischer Seifert-Orgel (1907)
- Marienkirche, der Hl. Mutter Gottes geweihte neogotische Kirche mit sehenswerten Fenstern von Emil Wachter
- Obertor, mächtiges, um 1200 erbautes südliches Stadttor, heute Teil des Clemens-Sels-Museums. Letzte der ursprünglich sechs Torburgen der mittelalterlichen Stadtbefestigung
- Blutturm aus dem 13. Jahrhundert, der letzte erhaltene Rundturm der historischen Stadtmauer
- Römischer Wachturm am Reckberg in Grimlinghausen
- Kybele-Kultstätte in Neuss-Gnadental im Pavillon „Fossa sanguinis“ (unbekannte Bedeutung, evtl. Bluttaufkeller des Kybele-Kultes)
- Nordkanal aus der Zeit Napoleons
- Zum „Schwatte Päd“ - ältestes Gasthaus am Niederrhein von 1604
- Das Vogthaus „Haus zu den Hl. Drei Königen“ (1597)
- Das „Alte Kaffeehaus“, ältestes erhaltenes Haus von Neuss (1571), Michaelstraße
- Marien-Kapelle des Collegium Marianum, gestaltet vom Lichtkünstler Heinz Mack (1988)
Regelmäßige Veranstaltungen
- Schützenfest am letzten Wochenende im August. An den Umzügen nehmen etwa 6000 Marschierer teil.
- Hansefest am letzten Septemberwochenende mit Handwerkermarkt und verkaufsoffenem Sonntag in der Innenstadt
- Seit 1982 der Internationale Neusser Sommernachtslauf, ein Stadtlaufevent, bei dem internationale Spitzenläufer mit Freizeitläufern starten.
Sonstiges
Sport
- Turngemeinde Neuss e.V.
- Sporthafen in Grimlinghausen, Sitz folgender Vereine:
- Neusser Ruderverein mit Bootshäusern in Grimlinghausen und im Industriehafen
- Neusser Yachtclub „Novaesia“
- Neusser Kanu-Club
- Galopprennbahn am Rand der Innenstadt, erstes Rennen am 30. August 1875
- Skihalle in Neuss-Grefrath (eine Langlaufhalle als Ergänzung zur Skihalle befindet sich in Planung)
- VFR 06 Neuss, Fußballverein mit Stadion an der Hammer Landstraße aus dem Jahre 1919
- Neusser Eishockey Verein e. V.
- HTC Schwarz-Weiß Neuss e. V.
- In fast allen Stadtteilen befinden sich Bezirkssportanlagen, auf denen sich heimische Fußball- und andere Sportvereine regelmäßig treffen.
- Es gibt drei Schwimmbäder in Neuss
- Stadtbad in der Innenstadt, Hallenbad mit Wellenanlage
- Südpark-Bad in Neuss-Reuschenberg, großes Freibad und ein Hallenbad
- Nordpark-Bad in Neuss-Furth, Freibad mit Schwimmhalle
- Im Südpark stehen dazu noch eine Eislauf-Mehrzweckhalle, Tennisanlagen, Skateranlage und eine Parkanlage mit Sportplätzen zur Verfügung. Hier trägt auch der Neusser EV seine Heimspiele aus.
- Golfplatz in der Hummelbachaue bei Neuss-Norf
Persönlichkeiten
Ehrenbürger
Die Stadt Neuss hat folgenden Personen das
Ehrenbürgerrecht verliehen:
Söhne und Töchter der Stadt
Folgende Persönlichkeiten sind in Neuss geboren.
- Äbtissin Gepa (1050 Überbringerin der Reliquien des Hl. Quirinus nach Neuss)
- Hildegunde von Neuss (Schönau), * 1171 in Neuss, † 1188 Schönau
- Theodor Riphan, † 14. Januar 1616, Weihbischof in Köln
- Johanna Etienne, * 1. April 1805, † 28. März 1881 in Neuss, Ordensgründerin (geboren in der damals selbständigen Gemeinde Grimlinghausen, die heute zu Neuss gehört)
- Theodor Schwann, * 7. Dezember 1810, † 11. Januar 1882 in Köln, Physiologe. Nach ihm wurde die Schwannsche Scheide bei Nervenzellen benannt.
- Anton Erkelenz, * 10. Oktober 1878, † 24. April 1945 in Berlin, Vorsitzender der Deutschen Demokratischen Partei (DDP)
- Max Clarenbach, * 19. Mai 1880, † 9. Juli 1952 in Wittlaer, Maler und Graphiker
- Joseph Frings, * 6. Februar 1887, † 17. Dezember 1978 in Köln, Kardinal und Erzbischof von Köln, Erzbischof von Köln 1942-69
- Adolf Flecken, * 26. Juli 1889, † 26. Dezember 1966 in Neuss, Politiker (Zentrumspartei, später CDU), Innen- und Finanzminister von Nordrhein-Westfalen
- Max Braun, * 1892, † 3. Juli 1945 in Saarbrücken, sozialdemokratischer Politiker, Vorsitzender der SPD im Saarland 1929-1935
- Dieter Wellershoff, * 3. November 1925, Schriftsteller
- Albert Brülls, * 26. März 1937, † 27. März 2004 in Neuss, Fußballnationalspieler
- Friedhelm Funkel, * 10. Dezember 1953, deutscher Fußballspieler und Fußballtrainer
- Thomas Rupprath, * 16. März 1977, deutscher Schwimmer
- Oliver Jonas, * 14. Mai 1979, deutscher Eishockeytorwart
Die folgenden Persönlichkeiten haben in Neuss gelebt oder gewirkt, sind aber anderenorts geboren:
Historisch erwähnenswerte Personen aus Neuss und Umgebung
Literatur
Angesichts der geschichtlichen Bedeutung von Neuss gibt es eine reichhaltige Auswahl an Büchern über die verschiedenen Epochen und Aspekte der Stadtgeschichte. Es empfiehlt sich eine Literatursuche mit den Stichworten Novaesium bzw. Neuss. Hier auszugsweise:
- Erich Keyser (Hrsg.): Rheinisches Städtebuch, Band III. 3. Teilband aus Deutsches Städtebuch. Handbuch städtischer Geschichte. Im Auftrage der Arbeitsgemeinschaft der historischen Kommissionen und mit Unterstützung des Deutschen Städtetages, des Deutschen Städtebundes und des Deutschen Gemeindetages, Stuttgart, 1956
- P. Stenmans u.a.: Neuss im Wandel der Zeiten. 1970
- H. Chantraine, M. Gechter, H. G. Horn: Das römische Neuss. 1984 ISBN 3-8062-0356-3
- Christian Wierstraet: Die Geschichte der Belagerung von Neuss 1474-1475. , 2000 ISBN 3-9801-2946-2
- Der Kampf um Neuss behandelt die Belagerung von Neuss 1474/75, 2002 ISBN 3-9347-9402-5
- Novaesium, Buchserie verschiedener Autoren zur Geschichte von Neuss
- Helmut Wessels: Neuss und St. Quirin zu Fuß - 3 Rundgänge durch das mittelalterliche Neuss. 2004 ISBN 3-7616-1801-8 (engl. ISBN 3-7616-1956-1)
- Karl Remmen: Neuss - die Stadt auf den sieben Hügeln. Libelli Rhenani Bd. 3, 2. Aufl., 2004 (Diözesan- und Dombibliothek Köln)
- Max Tauch: Quirinus von Neuss. 2000 ISBN 3-8790-9692-9
- Frank Kurella: Neuss im Mittelalter (Comic). 2004 ISBN 3-0001-5068-4
- Albert Mathias Kreuels: Unkenrufe aus der Provinz. ISBN 3-89102-171-2
- Albert Mathias Kreuels: Kleines Neusser Heimatbuch
- Tilman Röhrig: Die Ballade vom Fetzer, Bergisch-Gladbach 2005, ISBN 3-404-15326-X.
Weblinks
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