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Das Neuralrohr ist die erste Entwicklungsstufe des zentralen Nervensystems der Chordatiere, insbesondere der Wirbeltiere, also auch des Menschen.

Es entsteht dadurch, dass sich das Ektoderm des Embryos an der Rückenseite (Neuralplatte) nach innen einwölbt. So entsteht eine längliche, im Querschnitt V-förmige Einsenkung, über der sich dann das Ektoderm wieder schließt. Das Neuralrohr liegt dorsal (rückenseitig) von der Chorda.

Aus dem Neuralrohr entsteht bei Wirbeltieren das Rückenmark und das Gehirn. Bei Lanzettfischchen bleibt es als Nervensystem erhalten. Die Larven von Salpen zeigen ebenfalls ein Neuralrohr, das sich aber im weiteren Verlauf zurückentwickelt.

Beim Menschen erfolgt die Ausbildung des Neuralrohrs zwischen dem 19. und 23. Tag der Entwicklung. Störungen dieser Ausbildung, z. B. durch Mangel an Folsäure, können begünstigend auf das Auftreten von Anenzephalie oder Spina bifida beim Kind wirken, die im Zeitraum der dritten bis vierten Embryonalwoche entstehen.

Siehe auch: Feinultraschall

Embryologie

 

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