| Wappen | Karte |
|---|---|
| Wappen neunkirchen saar.jpg | Karte Neunkirchen Saar in Deutschland.png |
| Basisdaten | |
| Bundesland: | Saarland |
| Landkreis: | Neunkirchen |
| Fläche: | 75,08 km² |
| Einwohner: | 49.783 (31. März 2005) |
| Bevölkerungsdichte: | 663 Einwohner je km² |
| Postleitzahlen: | 66511 - 66540 |
| Telefonvorwahl: | 06821 |
| Geografische Lage: | |
| Höhe: | 252 m ü. NN |
| Kfz-Kennzeichen: | NK (seit 1968; früher OTW ) |
| Gemeindeschlüssel: | 10 0 43 114 |
| Stadtgliederung: | 10 Stadtteile |
| Adresse der Stadtverwaltung: | Oberer Markt 16 66538 Neunkirchen |
| Offizielle Website: | www.neunkirchen.de |
| E-Mail-Adresse: | kreisstadt@neunkirchen.de |
| Politik | |
| Oberbürgermeister: | Friedrich Decker (SPD) |
| Stadtrat (51 Sitze): (Kommunalwahl v. 13. Juni 2004) | SPD: 53,4% (-3,1) - 27 Sitze (-4) CDU: 34,7% (-0,6) - 18 Sitze (-2) FDP/DPS 6,1% (+2,2) - 3 Sitze (+3) Grüne 5,8% (+1,5) - 3 Sitze (+3) |
Der Name der Stadt wird nicht auf der zweiten, sondern auf der ersten Silbe betont. Die Einwohner der Stadt heißen Neunkircher (und nicht etwa Neunkirchener). Diese Sachverhalte sind durch die phonetischen Eigenschaften des lokalen saarländischen Dialektes begründet und werden auch auf das Hochdeutsche übertragen.
Bereits in der Frühzeit der Industrialisierung wurden Kohlevorkommen erschlossen, die gemeinsam mit den im nahen Lothringen gefundenen Eisenerzen (Minette) zur Entstehung einer Eisenindustrie führten. Bereits Johann Wolfgang von Goethe, der Neunkirchen als Student bereiste, beschreibt in Dichtung und Wahrheit die malerische Lage der Stadt, das Schlösschen und die Eisenverhüttung.
Eisengiesser_Denkmal_in_Neunkirchen_fcm.jpg
Die Industrialisierung von Neunkirchen war eng verbunden mit der Familie von Stumm-Halberg, denen die Hüttenwerke gehörten. 1806 übernahmen die Gebrüder Stumm aus dem Hunsrück (der Adelstitel wurde erst später verliehen) das Neunkircher Eisenwerk. Die Familie wusste es lange Zeit zu verhindern, dass Neunkirchen Stadtrechte verliehen wurden. Als Dorf war es einfacher zu lenken (Neunkirchen war zu der Zeit das größte Dorf Deutschlands). Erst 1922 wurde Neunkirchen Stadt.
Am 10. Februar 1933 explodierte ein Gasometer nahe beim Eisenwerk. 68 Menschen starben und 190 Verletzte. Viele Häuser wurden unbewohnbar, ein neues Schulhaus wurde fast völlig zerstört. Es gab bald Sonderbriefmarken, mit denen für die Opfer gesammelt wurde, das Rote Kreuz half beim Bau einer Siedlung für die beim Unglück obdachlos Gewordenen.
Am 15. März 1945 wurde bei einem Bombenangriff die Innenstadt zu 78,4% zerstört.
Durch den Niedergang der Schwerindustrie in den siebziger Jahren wurde Neunkirchen stark betroffen, bereits 1968 schloss die letzte Kohlengrube. Als 1982 das Eisenwerk geschlossen wurde (lediglich die Walzstraße wurde weiter betrieben), führte die Stadt eine Weile die deutsche Arbeitslosenstatistik an.
Die frühere Bedeutung Neunkirchens als Eisenbahnknotenpunkt ist nach der Stillegung des Rangierbahnhofes zurückgegangen.
Mittlerweile hat sich die Stadt wirtschaftlich erholt und ist zu einer regional bedeutsamen Einkaufsstadt geworden.
Teile der Eisenhütte sind noch heute als Industriedenkmal erhalten.
Furpach, Hangard, Heinitz, Kohlhof, Ludwigsthal, Münchwies, Sinnerthal, Wellesweiler, Wiebelskirchen.
Neunkirchen ist über die Bundesautobahnen A 6 (Saarbrücken – Waidhaus) und A 8 (Perl – Bad Reichenhall) sowie die Bundesstraße B 41 (Saarbrücken – Bad Kreuznach) an das überregionale Straßennetz, nicht nur nach Deutschland, sondern auch nach Frankreich und Luxemburg gut angebunden.
An das europäische Schienennetz hat die Stadt über die Bahnhöfe Neunkirchen Hbf, Neunkirchen-Wellesweiler sowie Neunkirchen-Wiebelskirchen eine sehr gute Anbindung.
Ab dem 13. September 1907 diente eine elektrische Straßenbahn dem Stadtverkehr. Eine Teilstrecke am Hüttenberg (damals eine Haupteinkaufsstraße) war mit 11% Steigung die steilste Straßenbahnstrecke in Deutschland und über lange Zeit der Grund, die Straßenbahn nicht auf Omnibusse umzustellen. Vom 1. August 1953 bis zum 31. März 1964 wurde der ÖPNV auch durch Oberleitungsbusse ergänzt. Am 10. Juni 1978 wurde die Straßenbahn schließlich eingestellt; einer der letzten Wagen fährt seit Sommer 2003 im Hannoverschen Straßenbahn-Museum. Seitdem verkehren nur noch Omnibusse.
Die Badminton Abteilung des TUS Wiebelskirchen spielt in der 1. Bundesliga
Neunkirchen, Saarland | Neunkirchen (Sarre) | Neunkirchen (Duitsland) | Neunkirchen
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"Neunkirchen (Saar)".
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