article

Neunaugen
Flussneunauge.jpg]]
: Neumünder (Deuterostomia)
: Chordatiere (Chordata)
: Wirbeltiere (Vertebrata)
: Kieferlose (Agnatha)
: Rundmäuler (Cyclostomata)
: Neunaugenartige (Petromyzontiformes)
: Neunaugen
Wissenschaftlicher Name Petromyzontiformes Gattungen Neunaugen (Petromyzontidae) sind fischähnliche, stammesgeschichtlich sehr primitive Vertreter der Wirbeltiere (Vertebrata) mit aalartigen, langgestrecktem Körper, der mit flossenartigem Rücken- und Schwanzsaum besetzt ist.

Verbreitungsgebiet


Neunaugen leben überwiegend in Küstengewässern und Süßwasser. Für mindestens eine Art, nämlich Geotria australis wird angenommen, dass er auch beachtliche Distanzen im offenen Meerwasser zurücklegt. Ursache für diese Annahme ist, dass sich zwischen australischen und neuseeländischen Populationen keine isolierte Entwicklung feststellen lassen. Neunaugen finden sich in fast allen gemäßigten Zonen außer Afrika.

Neunaugen laichen im Oberlauf von Bächen und Flüssen. Sie benötigen hierfür kiesige Substrate, die von kühlem, sauerstoffreichem Wasser durchströmt werden (daher kommen sie in den Tropen nicht vor). Nach dem Schlüpfen vergraben sich die noch augenlosen Larven ("Querder") in sandigen Abschnitten der Gewässersohle. Der Kopf bleibt frei und fischt feine Nahrungspartikel (Plankton) aus dem Wasser.

Erscheinungsbild


Neunaugen haben keine Kiefer, das rundliche Maul ist mit Hornzähnen ausgestattet und als Saugmaul ausgebildet. Neunaugen haben zwei Augen. Der Name Neunauge geht auf eine falsche historische Beschreibung zurück, wonach der Beobachter neben dem eigentlichen Auge auch die Nasenöffnung und die sieben seitlichen Kiemenspalten als Augen ansah.

Nach einer recht radikalen Umwandlung des Körperbaus zum erwachsenen Tier, welche meist nach 5-7 Jahren erfolgt, wandern die meisten Arten (Meerneunauge und Flussneunauge) in das Meer, wo sie bis zu 18 Monate als Parasiten leben, gewöhnlich nahe der Küste. Ihre Beutetiere sind Fische, an denen sie sich festsaugen, Blut trinken und Fleischstücke herausraspeln. Größere, gesunde Fische überleben solche Angriffe meist und behalten nur typische kreisförmige Narben zurück, aber kleinere Arten, Jungtiere und kranke Fische können daran sterben. Nach einigen Jahren steigen sie wiederum bis in den Oberlauf eines Fließgewässers auf, um zu laichen. Anschließend sterben die Tiere ab.

Im Unterschied zum vorgesagten wandert das Bachneunauge nicht ins Meer. Die Tiere bleiben in der Nähe der Stelle, an der sie die Larvenzeit verbrachten, und laichen hier auch wieder ab.

Weitere, nur im Süßwasser vorkommende Neunaugen sind das donauendemische Donaubachneunauge (Eudontomyzon vladykovi) und das ebenso nur im Einzugsgebiet der Donau vorkommende Ukrainische Bachneunauge (Eudontomyzon mariae).

Siehe auch: Lamprete

Weblinks


Wirbeltiere

Миноги | Mihule | Lamprey | Lamprea | Nahkiaiset | Petromyzon | Jūrinė nėgė | Zeeprik | Petromyzontidae | Minogi | Lampréia | Nejonögon

 

This article is licensed under the GNU Free Documentation License. It uses material from the "Neunaugen".

Home Pageartsbusinesscomputersgameshealthhospitalshomekids & teensnewsphysiciansrecreationreferenceregionalscienceshoppingsocietysportsworld