| Wappen | Karte | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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| Wappen Neumarkt.png Wappenbeschreibung | Karte_neumarkt_in_oberpfalz_in_deutschland.png | - | Basisdaten | - bgcolor="#FFFFFF" | Bundesland: | Bayern | - bgcolor="#FFFFFF" | Regierungsbezirk: | Oberpfalz | - bgcolor="#FFFFFF" | Landkreis: | Neumarkt i.d.OPf. | - bgcolor="#FFFFFF" | Fläche: | 79,03 km² | - bgcolor="#FFFFFF" | Einwohner: | 39.517 (30. Juni 2005 | - bgcolor="#FFFFFF" | Bevölkerungsdichte: | 499 Einwohner / km² | - bgcolor="#FFFFFF" | Höhe: | 423 m ü. NN | - bgcolor="#FFFFFF" | Postleitzahl: | 92318 | - bgcolor="#FFFFFF" | Telefonvorwahl: | 09181 | - bgcolor="#FFFFFF" | Geografische Lage: | - bgcolor="#FFFFFF" | Kfz-Kennzeichen: | NM | ||
| Gemeindekennzahl: | 09 3 73 147 | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Gliederung des Stadtgebiets: | 45 Ortsteile bzw. Stadtbezirke | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Adresse der Stadtverwaltung: | Rathausplatz 1 92318 Neumarkt | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Website: | www.neumarkt.de | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||
- | Politik | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Oberbürgermeister: | Thomas Thumann (Freie Wähler) | - | Karte | - | Plan neumarkt in der oberpfalz.jpg | ||||||||||||||||||||||||||||||||
Das Stadtgebiet Neumarkt hat eine Fläche von 79,03 km². Die maximale Ost-West-Ausdehnung beträgt 15,35 km; von Nord nach Süd erstreckt sich Neumarkt über 9,33 km.
Die folgenden Gemeinden, die alle zum Landkreis Neumarkt gehören, grenzen an die Große Kreisstadt. Sie werden im Uhrzeigersinn im Norden beginnend genannt: Berg b. Neumarkt i.d.OPf., Pilsach, Velburg, Sengenthal, Berngau und Postbauer-Heng.
Fest verwachsen mit dem Stadtgebiet sind die ehemaligen Gemeinden Holzheim im Nordwesten und Woffenbach im Westen. Nach 1945 entstanden zahlreiche weitere Siedlungsgebiete um das Zentrum, die im Uhrzeigersinn von Nord nach Süd genannt werden: Altenhof, Koppenmühle, Kohlenbrunnermühle, Mühlen, Wolfstein (auf dem Gelände des ehemaligen Zwangsarbeiterlagers), Weinberg, Schlosserhügel und Hasenheide.
Im Norden befinden sich die Stadtteile Ischhofen und Rödelberg, die die ehemalige Gemeinde Mühlen bildeten, die nicht zu verwechseln mit dem gleichnamigen Stadtteil ist, sowie das ehemals selbstständige Labersricht.
Pölling, ebenfalls eine eingegliederte Gemeinde und Rittershof stellen die westlichsten Stadtteile dar, im Südwesten gehört Stauf, Hauptort der ehemaligen Gemeinde, zur Stadt.
Auf der Jura-Hochfläche der Fränkischen Alb im Osten existieren die Stadtteile Frickenhofen, Fuchsberg, Höhenberg, Höhenberg im Tal, Lampertshofen, Lippertshofen, Ottosau, Pelchenhofen, St. Helena und Voggenthal noch als eigene Ortschaften.
Außerdem finden sich im gesamtem Stadtgebiet verschiedene Mühlen und Einödhöfe (z. B. Tiefenbrunn, Bodenmühle, Habershöhe). Geografisch wird das geschlossene Stadtgebiet von der Stadtumgehung „Berliner Ring“ bzw. „Münchener Ring“ im Norden, Westen und Süden sowie vom Albtrauf der Fränkischen Alb im Osten (Mariahilfberg, Wolfsteinberg) begrenzt.
Nach dem Untergang des Römischen Reichs wurde das heutige Bayern von den Bajuwaren besetzt, die sich langsam auch nördlich der Donau ausdehnten. Aus dieser Zeit, dem 6. oder 7. Jahrhundert, stammen die zahlreichen Orte, die auf -ing enden, so auch Pölling, das als Gründung eines gewissen Bollo entstanden sein dürfte. Erste fränkische Königshöfe tauchten dann in Berngau und Lauterhofen auf.
Erstmals als Stadt erwähnt wurde Neumarkt im Jahre 1235, als Kaiser Friedrich II. Zollfreiheit zwischen Neumarkt und Nürnberg und der Stadt damit auch Reichsunmittelbarkeit garantierte. Trotz wiederholter Bestätigung dieser Rechte (so z. B. 1401, 1417 und 1521) gelang es jedoch nicht, diesen Status vor allem gegenüber den Wittelsbachern durchzusetzen. Am Ende des staufischen Kaisergeschlechts 1268 fiel Neumarkt an Ludwig von Bayern und damit an die Wittelsbacher. Zwar versuchten die deutschen Könige, u. a. Adolf von Nassau 1295 und Albrecht 1301, die Stadt wieder ihrem direkten Einfluss zu unterstellen, doch führten politische Streitigkeiten Neumarkt nach kurzer Zeit immer wieder zurück an die Wittelsbacher. Mit dem Hausvertrag von Pavia 1329, der die Wittelsbacher Lande aufteilte, wurde deren Anspruch bestätigt und Neumarkt fiel an die Pfalz bei Rhein.
Pfalzgraf Otto I. (* 1390; † 1461) regierte abwechselnd von Mosbach und Neumarkt aus, erst sein Sohn Otto II. (* 1435; † 1499) residierte wieder hauptsächlich in Neumarkt. Der auch als Otto Mathematikus bekannte Pfalzgraf widmete sich jedoch immer mehr seinen astronomischen Interessen und gab 1490 die Regierungsgeschäfte zurück an die Kurlinie unter Philipp dem Aufrichtigen.
Der Landshuter Erbfolgekrieg machte auch vor Neumarkt nicht halt: Im Juni 1504 wurde die Stadt von kaiserlichen Truppen aus Nürnberg belagert, konnte sich aber behaupten. Friedrich II. von der Pfalz (* 1482; † 1556), auch „Friedrich der Weise“ genannt, kehrte schließlich wieder in die Neumarkter Residenz zurück, ließ diese zu einem prächtigen Wasserschloss erweitern und vollendete auch den Bau der Hofkirche. 1531 verlor die Stadt offiziell ihren Status als Freie Reichsstadt, als Kaiser Karl V. sie als erblichen Besitz an die Pfalzgrafen übereignete. 1544 erhielt Friedrich II. die Kurwürde und siedelte mit seinem Hofstaat nach Heidelberg über, die Zeit als Residenzstadt war damit beendet.
Im 16. Jahrhundert machten sich unter Pfalzgraf Ottheinrich die Lehren Luthers im bis dahin katholischen Neumarkt bemerkbar, denen sich Friedrichs Witwe Dorothea aber bis zu ihrem Tod 1580 erfolgreich widersetzte. Ab ca. 1590 wurde vom Pfalzgrafen Johann Casimir auch in Neumarkt der Calvinismus eingeführt worden. Erst als im Verlauf des Dreißigjährigen Krieges 1628 die Oberpfalz mit Neumarkt an Bayern kam, setzte sich wieder die katholische Lehre durch.
In den Koalitionskriegen kam es im Sommer 1796 zu einer dramatischen Begegnung zwischen französischen und österreichischen Truppen, als sich die Franzosen in der Stadt verbarrikadierten und die Österreicher die komplette Zerstörung androhten. Nur durch das beherzte Eingreifen eines Neumarkter Schmiedes, der eigenmächtig das Obere Tor aufschlug, konnte Schlimmeres verhindert werden. Als Bayern ab 1806 unter Napoleon Königreich wurde, erhielt Neumarkt den Status einer königlich-bayerischen Stadt und wurde Sitz eines Landgerichts.
In den 20er Jahren war Stadtverwaltung sehr bemüht, neue Industrien anzusiedeln. 1921 wurde der ehemalige Exerzierplatz an die "Holzgroßhandlung Pfleiderer" aus Heilbronn verkauft, die später als Pfleiderer AG ihren Firmensitz hierher verlegt. 1922 gründete die "Bleistiftfabrik Eberhard Faber" ein Werk an der heutigen EFA-Straße. Im August 1924 wird Neumarkt an die öffentliche Stromversorgung angeschlossen. Der wirtschaftliche Aufschwung führte auch dazu, dass die Bevölkerung erheblich wuchs. In den 20er Jahren konnte die Stadt den größten Bevölkerungszuwachs der Oberpfalz verzeichnen.
Im September 1923 wurde in Neumarkt eine erste Ortsgruppe der NSDAP gegründet, die bereits am Deutschen Tag am 23. September öffentlich auftrat. Nach dem Verbot im November 1923 schloßen sich deren Anhänger zunächst dem Völkischen Block an. Der Wegzug aktiver Parteigänger aus Neumarkt führte jedoch dazu, dass die nationalsozialistische Bewegung bald wieder zerfiel. Erst 1928 gelang eine Neugründung der Partei.
Juden wurden, wie überall im Reich, zunächst gedemütigt und drangsaliert, später auch verfolgt und deportiert. Am Karfreitag 1942 wurde Neumarkt "judenfrei", als die 15 letzten Juden in Konzentrationslager gebracht wurden.
Kurz vor Kriegsende wurde Neumarkt durch zwei Luftangriffe am 23. Februar und am 11. April 1945 größtenteils zerstört. Zwei SS-Divisionen leisteten bis zuletzt erbitterten Widerstand. Über 90 % der Altstadt sowie das Bahnhofsviertel lagen bei der Befreiung durch US-Truppen am 22. April 1945 in Schutt und Asche. Der heutige Stadtteil Voggenthal wurde dabei von den Amerikanern „übersehen“, so dass die Voggenthaler zunächst vergeblich warteten und schließlich die Truppen im benachbarten Höhenberg baten, doch auch noch befreit zu werden.
| Jahr | Einwohner |
|---|---|
| 1. Januar 1852 | 3.851 |
| 1. Januar 1900 | 6.041 |
| 1. Januar 1910 | 6.375 |
| 1. Januar 1925 | 7.766 |
| 1. Januar 1950 | 12.064 |
| 1. Januar 1960 | 14.966 |
| 1. Januar 1970 | 18.930 |
| Jahr | Einwohner |
|---|---|
| 30. Juni 1972 | 19.419 |
| 1. Juli 1972 1 | 28.343 |
| 1. Januar 1980 | 30.226 |
| 1. Januar 1990 | 34.584 |
| 1. Januar 2000 | 39.102 |
| 1. Januar 2005 | 41.201 |
Als sich im beginnenden 16. Jahrhundert die Lehren Martin Luthers verbreiteten, wurde auch in der Oberpfalz die evangelische Kirche zunehmend favorisiert und unter Pfalzgraf Friedrich II. als Staatsreligion eingeführt. Die nächsten 100 Jahre waren geprägt von einem ständigen Wechsel der religiösen Lehren, je nachdem, ob der jeweilige Pfalzgraf gerade Lutheraner oder Calvinist war. 1628 kam Neumarkt an das Königreich Bayern und wurde damit wieder katholisch, jedoch nur kurz, da schwedische Truppen von 1633 bis 1635 und von 1646 bis 1649 Neumarkt besetzten und wiederum den evangelischen Glauben verbreiteten. Erst danach wurde Neumarkt endgültig katholisch.
Mindestens seit dem 13. Jahrhundert existierte auch in Neumarkt eine florierende jüdische Gemeinde. Ein Pogrom ist für den 12. Juli 1298 belegt. Die jüdische Gemeinde unterhielt ab 1862 eine Synagoge in der Hallertorstraße, die jedoch im Zuge der Novemberpogrome 1938 zerstört wurde. Am Karfreitag 1942 wurden die letzten Juden deportiert. Heute existiert wieder eine kleine jüdische Gemeinde in Neumarkt, ein jüdischer Friedhof liegt neben dem Hauptfriedhof an der Ingolstädter Straße.
Vor ihnen regierten die Oberbürgermeister
Das Stadtwappen zeigt einen schwarzen Adler auf rotem Grund, der auf die zumindest theoretische Reichsunmittelbarkeit der Stadt vom 13. Jahrhundert bis ins 16. Jahrhundert hinweist.
Der Adler tauchte erstmals auf einem Siegel im Jahr 1260 auf. Im Wernigeroder Wappenbuch von 1486 wurde das Wappen erstmals farbig dargestellt. In den nächsten Jahrhunderten wurde das Wappen nicht einheitlich verwendet: Der schwarze Adler auf rotem Grund überwiegt zwar, in einigen Fällen zeigt es den Adler jedoch auf silbernem oder goldenem Grund.
Am Mittelpfeiler des Unteren Tors befindet sich ein steinernes Wappen aus dem 19. Jahrhundert, das nach der Zerstörung des Tores 1945 aus den Trümmern gerettet, restauriert und nach dem Wiederaufbau 1989 wieder an seinem alten Platz angebracht wurde.
Diese Partnerschaften werden auch intensiv gepflegt. Vor allem zu Mistelbach und Issoire gibt es rege Kontakte, gegenseitige Besuche offizieller Delegationen z. B. während des Altstadtfestes sind die Regel. Das Ostendorfer-Gymnasium betreibt einen jährlichen Schüleraustausch mit einer Schule in Issoire. Mehrere Parks und Straßennamen würdigen in Neumarkt diese Partnerschaften (Mistelbacher Allee, Parc d'Issoire, Abtsdorfer Gasse).
Seit März 2005 trägt ein Flugzeug der Lufthansa CityLine den Namen Neumarkt i.d.OPf.. Das Flugzeug vom Typ Canadair Jet CRJ 700 ist in großen Teilen des europäischen Flugstreckennetzes unterwegs.
Die Stadt Neumarkt hat 1988 die Patenschaft für die aufgrund der Beneš-Dekrete vertriebenen Deutschen aus der Gemeinde Opatov v Čechách (Absdorf) im ehemaligen Sudetenland übernommen.
Das im Sommer 2004 eröffnete Museum Lothar Fischer am Stadtpark zeigt zum einen Werke Lothar Fischers, zum anderen bietet es aber auch Platz für wechselnde Ausstellungen mit Arbeiten anderer namhafter Künstler. Diese orientieren sich zumeist an Lothar Fischer oder stehen zumindest mit ihm in Verbindung (z. B. Mitglieder der Gruppe SPUR); zusätzlich stellt eine Ausstellung pro Jahr beispielhafte Werke des Empfängers des Lothar-Fischer-Preises des Vorjahres vor.
Das Brauereimuseum der Brauerei Glossner in der Schwesternhausgasse gibt Auskunft über die Geschichte des Brauereiwesens seit dem Mittelalter, die am Beispiel der Brauereifamilie Glossner dargestellt wird. Gerätschaften, Dokumente und auch eine Braumeister-Galerie erlauben einen näheren Blick auf dieses Handwerk.
Bis 2003 existierte in den Kellern der Stadtbücherei ein Modelleisenbahnmuseum, das jetzt ein neues Domizil sucht. Neben typischen Modellbahnanlagen konnte hier auch eine komplett selbst entworfene und konstruierte Modellbahn besichtigt werden. Das Bayerische Nationalmuseum unterhielt bis 1997 im Westflügel des Pfalzgrafenschlosses eine Außenstelle, in der barocke Krippenkunst ausgestellt wurde. Mangelndes Interesse führte zur Schließung und Rückverlegung des Museums nach München.
Da sich in Neumarkt in privater Hand die größte Maybach-Sammlung der Welt, bestehend aus 15 historischen Fahrzeugen, befindet, entstand die Idee, den Oldtimern dieser Edelmarke ein Museum in den ehemaligen Express-Werken zu widmen. Dort sollen auch die Sammlung des ehemaligen Modelleisenbahnmuseums und die Ausstellung über die Express-Werke aus dem Stadtmuseum untergebracht werden. Bis 2008 soll die Idee nun verwirklicht werden.
Das Pfalzgrafenschloss am Residenzplatz besteht seit ca. 1200 und wurde in seiner heutigen Form als ehemaliges Wasserschloss im Stil der Renaissance von Friedrich II. zwischen 1520 und 1539 vollendet. Der Reitstadel (um 1415), ebenfalls im Schlossviertel gelegen, diente zunächst als Zeughaus und später als Pferdestallung. 1945 brannte das Gebäude komplett aus, erst 1980 erfolgte der Wiederaufbau als Konzertsaal.
Der langgezogene Straßenmarkt als Hauptachse der Altstadt wird vom Rathaus in den Oberen und den Unteren Markt geteilt. Es wurde ebenfalls um 1415 als gotisches Ratsgebäude errichtet und nach der Zerstörung 1945 in den Jahren 1956 und 1957 originalgetreu wieder aufgebaut. Umgeben wird die Altstadt von der Stadtmauer, die, ebenso wie der Stadtgraben nur noch teilweise erhalten ist. An ihr befinden sich der Pulverturm, der Schuldturm, der Bertleinsturm und der Gimplturm. Von den ehemals drei Stadttoren haben sich nur noch das Klostertor als Durchgang zur Christuskirche und das Untere Tor erhalten, das nach der Sprengung 1945 ab 1989 wieder aufgebaut wurde. Bestandteil der Stadtbefestigung sind die ehemaligen Kasernen aus dem Jahr 1720, die von 1814 bis 1909 bayerische Chevauleger-Regimenter beherbergten. In der Bräugasse wird das wohl älteste noch erhaltene Bürgerhaus der Stadt saniert, das sog. Schreiberhaus. Bestandteile der Mauern lassen sich teilweise bis 1430 zurückdatieren.
Das Kloster St. Joseph mit der dazugehörigen Klosterkirche beherbergt seit 1920 den Orden der Niederbronner Schwestern, die Gebäude wurden zuvor seit ca. 1850 als Kurhaus Wildbad genutzt. Eine dort noch heute vorhandene Heilquelle ermöglichte einen umfassenden Kurbetrieb im Bad Neumarkt, der erst um 1900 eingestellt wurde.
Hoch über der Stadt kann man bereits von weitem die Burgruine Wolfstein sehen, eine Burganlage aus dem 12. Jahrhundert. Von hier aus bietet sich ein großartiger Ausblick. Archäologische Ausgrabungen und umfangreiche Instandsetzungen bewahren die Ruine vor dem weiteren Verfall.
Auf dem benachbarten Mariahilfberg liegt im Wald die Wallfahrtskirche Maria-Hilf mit Karmeliterkloster, ein wahres Kleinod des Barock, das um 1727 errichtet wurde. Die Kirche ist zugleich Endpunkt des Kreuzweges, auf dem auf 367 Stufen die zwölf Stationen der Passion Jesu Christi verfolgt werden können. Etwas unterhalb liegen die kleine Hl.-Grab-Kapelle und eine Nachbildung der berühmten Mariengrotte in Lourdes.
In Höhe des Oberen Tores ist der Ludwigshain ein weiterer Teil des Grüngürtels. Hier befindet sich u. a. ein Kriegerdenkmal für die Gefallenen der beiden Weltkriege. Das zentrale Mahnmal Neumarkts steht jedoch im Eichelgarten am Hauptfriedhof. Der Grüngürtel wird entlang der Freystädter Straße und der Ringstraße fortgesetzt; in Höhe der Hallertorstraße bewahrt ein Gedenkstein die Erinnerung an die in der NS-Zeit ermordeten Juden in Neumarkt. Entlang des Kurt-Romstöck-Rings und der Mühlstraße wird wieder der Ausgangspunkt des Grüngürtels hinter der Residenz erreicht.
1998 fand in Neumarkt die 8. Bayerische Landesgartenschau statt. Das zu diesem Zweck in eine herrliche Parklandschaft umgewandelte Gelände der ehemaligen Kläranlage stellt heute eine viel besuchte Grün- und Freizeitanlage in der Stadt dar. Der sogenannte LGS-Park fügt sich ein in das Gebiet zwischen dem Stadtteil Holzheim und der Altdorfer Straße und wird vom Ludwig-Donau-Main-Kanal durchgezogen. Im Sommer lädt die Veranstaltungsreihe „Sommer im Park“ mit Konzerten und Kleinkunst zum Besuch ein.
Im Norden ist der LGS-Park entlang der Schwarzachaue bis zum Stadtrand am Berliner Ring verlängert. Dort kann neben einem keltischen Baumkalender und einer Sonnenuhr auch eine Kopie des keltischen „Goldkegels“ besichtigt werden, der bei Ezelsdorf gefunden wurde und heute im Germanischen Nationalmuseum in Nürnberg steht und eine Büste Sebastian Kneipps. Im Juli 2005 wurde eine Statue des Hl. Christophorus aufgestellt.
Der Faberpark an der Pelchenhofener Straße dient vor allem dem Stadtteil Mühlen als Naherholungsgebiet. Rund um das ehemalige Schloss in Woffenbach liegt der Woffenbacher Schlosspark, durch den auch die Schwarzach fließt.
Am östlichen Stadtrand bietet der Wolfstein-Park einen Trimm-Dich-Pfad an. Der nahegelegene Friedhof der Kirche Hl. Kreuz beherbergt seit den 1980ern einige interessante Skulpturen, die dort ein verstecktes Dasein fristen.
Das wichtigste Sportereignis ist der Neumarkter Stadtlauf, ein Halbmarathon, der jedes Jahr im September stattfindet und mehrere tausend Laufsportler anzieht. Die Hauptsportart in Neumarkt ist aber der Fußball. Die höchstklassige Neumarkter Fußballmannschaft ist derzeit der ASV 1860 Neumarkt, der in der bayerischen Landesliga Mitte gegen den Abstieg spielt und auf Kreisebene seit einiger Zeit nur noch den zweiten Rang hinter dem SV Seligenporten belegt. Daneben gibt es acht weitere Fußballabteilungen innerhalb der großen Mehrspartenvereine: den DJK Neumarkt, den FC Neumarkt-Süd, den FC Holzheim, den SV Pölling, den SV Stauf, den BSC Woffenbach und den TSV Wolfstein. Der FC Holzheim und der TSV Wolfstein haben inzwischen als Gemeinschaftsprojekt eine Jugendfördergemeinschaft gegründet.
Das Freibad bietet im Sommer ein beheiztes Erlebnisbecken an, mit Wasserrutschen, Sprungtürmen, Wildwasseranlage usw. Im Winter kann das Hallenbad benutzt werden.
Auf der Jura-Hochebene werden vom Stadtteil Höhenberg aus im Winter zahlreiche Loipen gespurt, außerdem wird im Stadtteil Voggenthal ein Skilift betrieben. Die Stadtwerke installieren in den Wintermonaten eine Kunsteislaufbahn auf dem Volksfestplatz, die bis zu Temperaturen von über 10 °C benutzt werden kann.
Darüber hinaus entwickelt sich Neumarkt immer mehr zur Radsport-Stadt. 2003 und 2005 war die Stadt jeweils das Ziel der finalen Etappe der Bayern-Rundfahrt, 2004 führte eine Etappe der Deutschland-Tour durch Neumarkt. Radfahrer erreichen Neumarkt über den 5-Flüsse-Radweg oder die Tour de Baroque, sowie entlang des Ludwig-Donau-Main-Kanals. Verschiedene regionale Radrouten haben in Neumarkt ihren Ausgangspunkt.
Des Weiteren wurde ein 44 km langer Rundwanderweg um Neumarkt markiert.
In der Altstadt befinden sich zwei Kinos, das Bavaria-Filmtheater und der Rialto-Palast. Jährlich im August findet mit der Reihe „Kino im Park“ im LGS-Park ein Open-Air-Kino statt, bei dem ca. 10 Tage lang ausgesuchte Filme sowie Kino-Höhepunkte der Saison aufgeführt werden. Der Bau eines Kinocenters ist seit mehreren Jahren immer wieder im Gespräch.
Neben zahlreichen Kneipen und Cafés wird das Nachtleben in Neumarkt hauptsächlich von diesen Diskotheken und Clubs geprägt: Der „New Berlin Club“, der „Beatclub“, die „Nachtschicht“, das „Number 1“ in Berg-Meilenhofen und das „Trend“ in Postbauer-Heng sind moderne Diskotheken, die vor allem aktuelle Chartmusik bieten. Das „Sudhaus“ ist eine alte Kellerbar, die auch immer wieder für Live-Konzerte genutzt wird, ebenso wie das „Y“ in Pilsach-Niederhofen.
Seit dem Wiederaufbau des Reitstadels als Konzertsaal hat sich in Neumarkt mit dem Neumarkter Musikverein eine Musikszene etabliert, die im Reitstadel regelmäßig klassische Konzerte mit zum Teil internationalen Stars aufführt. Auf Grund seiner oft als phantastisch beschriebenen Akustik wird der Reitstadel außerdem auch oft für CD-Aufnahmen verschiedener Chöre und Orchester verwendet.
Namhafte Künstler der Rock- und Pop-Musik wie z. B. Die Ärzte, Robert Plant oder Wir sind Helden treten in der Großen Jura-Halle und der Kleinen Jura-Halle auf, dazu finden auch immer wieder Open-Air-Konzerte auf dem Volksfestplatz statt.
In der Stadt und im Landkreis existiert eine aktive Musikszene, die sich aus Gruppen und Künstlern der unterschiedlichsten Richtungen zusammensetzt. Punk-, Rock- und Metalbands sind ebenso zu finden wie Blaskapellen, Chöre und Folkmusic-Gruppen. Mehrere Kneipen und vor allem das Internetcafé G6 des Jugendbüros stellen jungen Nachwuchstalenten ihre Bühnen zur Verfügung.
Während des Altstadtfestes im Juni verwandelt sich die Altstadt für drei Tage in eine quirlige Flaniermeile. Konzerte verschiedener Musikrichtungen auf mehreren Bühnen, Führungen und Theater bieten einen bunten Veranstaltungsmix, der rege besucht wird.
Das große, 10-tägige Jura-Volksfest im August ist der Höhepunkt des jährlichen Veranstaltungskalenders. Allein der große Festzug durch die Innenstadt am ersten Sonntag und der traditionelle Rossmarkt am letzten Montag locken jeweils bis zu 20.000 Besucher aus ganz Nordbayern an.
Von Mai bis August finden im LGS-Park im Rahmen der Reihe Sommer im Park verschiedene Konzerte und andere künstlerische Darbietungen statt, direkt im Anschluss daran kann Mitte August das Open-Air-Kino am Kanalufer besucht werden. Die Neumarkter Passionsspiele werden alle zehn Jahre aufgeführt, das nächste Mal 2009.
Unter dem Motto Bands'n'Clubs findet im April und im November jeweils das Neumarkter Kneipenfestival statt, bei dem in zahlreichen Kneipen, Diskotheken und Cafés Live-Bands auftreten.
Auf dem Volksfestplatz finden neben den beliebten monatlichen Flohmärkten auch mehrere Jahrmärkte statt wie z. B. der Michaelismarkt oder der Lichtmessjahrmarkt, die meist auch mit einem verkaufsoffenen Sonntag in der Altstadt verknüpft sind.
Vor dem Rathaus und der Johanneskirche findet in der Adventszeit der Neumarkter Weihnachtsmarkt statt. Jahrelang bei der Bevölkerung als unspektakuläre Kommerz-Veranstaltung verschrieen, putzt sich auch dieser Markt langsam heraus.
Die Bundesstraßen B 8 und B 299 kreuzen sich in Neumarkt und werden heute über die Stadtumgehung (Berliner Ring und Münchener Ring) geführt. Der Bau eines kompletten Rings um die Stadt mit einem Tunnel unter dem Mariahilfberg war in den 1970ern geplant. Heute wird über eine Tangente von den südlichen Stadtteilen auf die Jura-Hochebene zur neuen AS Neumarkt-Ost diskutiert, außerdem wird bis 2007 die B 299 im Süden besser an die Stadtumgehung angeschlossen und nicht mehr direkt an Sengenthal und Neumarkt-Hasenheide vorbeigeführt werden.
Bedeutende Straßen im Stadtgebiet sind die Amberger Straße, die Dammstraße und der Kurt-Romstöck-Ring, die fast durchgehend mit 2 Fahrspuren je Richtung ausgebaut sind. Die Nürnberger Straße, die Freystädter Straße, die Pelchenhofener Straße und die Regensburger Straße stellen weitere wichtige Einfallstraßen dar. Der Bau von Kreisverkehren wird immer weiter vorangetrieben. Ist der Miniaturkreisverkehr im Stadtteil Wolfstein noch als misslungen anzusehen, so tragen die neuen Kreisverkehre am Weißenfeldplatz oder auch im Verlauf des Berliner Rings schon sehr zu einer Entzerrung des Verkehrsflusses bei. Eine größere Umstrukturierung der Verkehrsströme ist im Bereich des Unteren Tores am Schnittpunkt von Nürnberger Straße, Amberger Straße, Altdorfer Straße, Mühlstraße und Kurt-Romstöck-Ring zu erwarten, wenn dort die Bauarbeiten für ein Einkaufszentrum aufgenommen werden.
Das Radwegenetz hat eine Länge von circa 70 Kilometern und erschließt fast alle Stadtteile. Entlang der Hauptstraßen sind fast durchgehend Radwege auf beiden Straßenseiten angelegt, Problemstellen sind noch an der Querung einiger Straßen vorhanden. Durch den Bau von Ampeln, Unterführungen oder Querungshilfen in Form von Verkehrsinseln wird diesen Gefahrenpunkten vermehrt entgegen gewirkt.
Die Marktstraße wurde im Bereich des Rathausplatzes in eine Fußgängerzone umgewandelt, ebenso die komplette Klostergasse. In den Wohngebieten sind mehrere Straßen verkehrsberuhigt (sogenannte Spielstraßen).
Der Bahnhof Neumarkt ist IC-Station an der Strecke Nürnberg-Regensburg, ein weiterer Haltepunkt befindet sich im Stadtteil Pölling. Der Bau einer S-Bahn von Nürnberg nach Neumarkt ist geplant, in diesem Rahmen soll ein weiterer Haltepunkt in Woffenbach entstehen. Die Nebenbahn Neumarkt-Beilngries-Dietfurt bzw. Neumarkt-Freystadt mit dem Haltepunkt Neumarkt-Hasenheide wurde 1988 endgültig stillgelegt. Der Teilabschnitt Neumarkt-Greiselbach wurde erhalten und dient als Betriebsstrecke für das Industriegebiet Sengenthal-Schlierferheide. Die Orte entlang der Strecke sind heute durch Buslinien des mit Neumarkt verbunden.
Den öffentlichen Personennahverkehr bedienen die Stadtwerke Neumarkt (SWN) mit 13 Buslinien (VGN-Linien 561-570 und 573-575), die werktags von ca. 5.45 bis 19 Uhr zum Teil im 20-Minuten-Takt verkehren, Samstags wird von 8 bis 14 Uhr ein 60- bzw. 30-Minuten-Takt angeboten. Eine Ausdehnung des Busverkehrs auf die Abendstunden und auf das Wochenende wird angedacht. Zusätzlich verbinden eine Reihe von Regionalbuslinien die Stadt mit dem Umland. Neumarkt ist in den Verkehrsverbund Großraum Nürnberg (VGN) und in den Regensburger Verkehrsverbund (RVV) integriert.
Der Rhein-Main-Donau-Kanal durchquert den Landkreis Neumarkt. Im südlichen Landkreis Neumarkt befinden sich die Häfen Berching und Dietfurt.
Bedeutendstes Wirtschaftsunternehmen ist die Pfleiderer AG, die in der Holzverarbeitung und dem Anlagenbau bereits seit nahezu 90 Jahren am Standort Neumarkt tätig ist. Die vorher sehr umfangreiche Produktionspalette wurde mittlerweile aufgelockert und einige Zweige verkauft, so z. B. die Fertigung von Betonmasten, die jetzt von der Pfleiderer Europoles GmbH selbstständig weiterhin in Neumarkt betrieben wird. Im Frühjahr 2006 trennte sich auch der Bereich Pfleiderer-Infrastrukturtechnik, der jetzt als RAIL.ONE GmbH Schwellen und Fahrwegsysteme für die Eisenbahn produziert.
Weitere bekannte Produktionsunternehmen in Neumarkt sind z. B. der Pharma-Hersteller Bionorica AG, der Zulieferer für die Flugzeugindustrie SMI Products and Services GmbH und die Eberhard Faber GmbH, deren Stifte und Büromaterialien weltweit vertrieben werden.
Im Bereich der Elektro- und der Blitzschutztechnik sind vor allem Dehn und Söhne Gmbh und Dehn Instatec zu nennen, die hier und in Nürnberg tätig sind, ebenso wie Delphi Product & Service Solutions, die zwei Werke in Neumarkt unterhält sowie die Blitzschutz Pröbster GmbH. Großaufträge in der Baubranche fahren regelmäßig die Klebl GmbH und vor allem die Max Bögl GmbH ein, die beide auch international tätig sind.
Die Fritz Berger AG (Campingartikel) sowie die Tchibo GmbH betreiben im Gewerbegebiet Habershöhe jeweils ein Logistikzentrum. In Neumarkt ansässige Lebensmittelhersteller sind unter anderem die Burgis GmbH, deren Kloßteig deutschlandweit vertrieben wird, sowie Der Bäcker Feihl, ein Familienbetrieb aus Neumarkt-Pölling, der heute über 38 Filialen im Raum Nürnberg-Neumarkt unterhält und sich mittlerweile in Berlin ein zweites Standbein geschaffen hat. Die Otto Richter KG ist Deutschland größter Kissenproduzent.
Die Brauerei Glossner bietet neben ihren verschiedenen Bierspezialitäten und Erfrischungsgetränken auch ein eigenes Mineralwasser an, das dem betriebseigenen Brunnen am Ludwigshain aus circa 70 Meter Tiefe entnommen wird. Ein eigenes Brauereimuseum informiert über Kunst und Geschichte der Bierherstellung.
Der 1628 erstmals urkundlich erwähnte Neumarkter Lammsbräu ist heute die größte Neumarkter Brauerei. Bereits in den 1970er Jahren begann man dort Zutaten aus ökologischer Landwirtschaft zum Brauen zu verwenden, 1980 gab sich die Brauerei dann ein ganzheitliches ökologisches Unternehmenskonzept. Seither kommen ausschließlich Bio-Rohstoffe zum Einsatz, und die erzeugten Getränke werden grundsätzlich nur in Mehrwegflaschen abgefüllt. Mit dieser Strategie entwickelte sich Lammsbräu zu einem der umsatzstärksten Bierproduzenten im Biobereich. 2001 wurde die Lammsbrauerei als erste Brauerei überhaupt mit dem Deutschen Umweltpreis ausgezeichnet.
Die Gansbrauerei als kleinste der drei Brauereien konzentriert sich nur auf die Herstellung von Pils und Hellem Bier, dass in verschiedenen Variationen auf den Markt kommt. Gerade das Helle Bier wird mittlerweile unter dem Kosenamen "Gans'l" als Geheimtipp gehandelt.
Die drei Brauereien erhalten jeweils im Drei-Jahres-Rhythmus die Ausschankrechte am Jura-Volksfest.
Die Lokalsender intv und Franken TV zeigen jeweils eine feste wöchentliche Nachrichtensendung aus Neumarkt (studio neumarkt bzw. Marktplatz Neumarkt). Der ostbayerische Radiosender Charivari ist mit zwei Frequenzen in der Stadt und im Landkreis vertreten und berichtet regelmäßig aus Neumarkt. Der Sender Dillberg, der auf dem gleichnamigen Berg bei Neumarkt steht, strahlt seit 1955 Rundfunksendungen aus. Im Mai 2005 startete neben München und Nürnberg (Fernmeldeturm) das erste DVB-T Angebot Bayerns vom Dillberg, außerdem wird hier ein von Studenten betriebenes Campusradio der Universität Erlangen-Nürnberg verbreitet.
Das Jugendbüro JA! ist die städtische Anlaufstelle für Freizeit- und Kulturveranstaltungen für Kinder und Jugendliche. Es bietet unter anderem jedes Jahr im August die Ferienspiele im LGS-Park an. Am Volksfestplatz entsteht zur Zeit das Haus für Jugend, Bildung und Kultur, das ab August 2006 Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen Platz für Veranstaltungen aus den unterschiedlichsten Bereichen bieten wird.
Das Klinikum Landkreis Neumarkt ist mit 435 Betten das größte Krankenhaus im Landkreis, außerdem dient es der Universität Erlangen als Lehrkrankenhaus.
Die Grundversorgung wird durch sieben Grundschulen und drei Hauptschulen übernommen, die über das Stadtgebiet verteilt sind. An weiterführenden Schulen stehen eine staatliche Realschule für Knaben und eine für Mädchen (Edith-Stein-Realschule) zur Verfügung. Diese geschlechterbezogene Trennung einer allgemeinbildenden Schule ist heute nur noch sehr selten anzutreffen. Zwei Gymnasien, das Ostendorfer-Gymnasium als humanistisches, neusprachliches und musisches Gymnasium und das naturwissenschaftlich-technologische bzw. wirtschafts- und sozialwissenschaftliche Willibald-Gluck-Gymnasium erlauben den Weg zum Abitur.
Neben einer Berufsschule, die vor allem in Handwerksberufen ausbildet, sind in Neumarkt auch noch eine Fachoberschule mit angeschlossener Berufsoberschule (Maximilian-Kolbe-Schule), eine Landwirtschaftsschule, eine Schule für Hauswirtschaft, Kinder-, Sozial- und Altenpflege (Haus St. Marien im Kloster St. Josef) sowie eine Krankenpflegeschule am Klinikum vorhanden.
Immer wieder bemühte sich Neumarkt in den 1980ern und 1990ern um die Ansiedelung einer staatlichen Fachhochschule, was jedoch wegen der Nähe zu den bereits vorhandenen Hochschulen bzw. Fachhochschulen in Nürnberg, Regensburg, Amberg und Ingolstadt nicht geschah.
Immer wieder wird angesprochen, dass die Stadtverwaltung sich nicht von der Verleihung der Ehrenbürgerwürde an Adolf Hitler im Dritten Reich distanziert bzw. ihm diese offiziell wieder aberkennt. Begründet wird diese Zurückhaltung damit, dass die Ehrenbürgerwürde in Bayern mit dem Tode automatisch erlischt.
Sagen ranken sich vor allem um die Burgruine Wolfstein. So wird dort von einem großen Schatz berichtet, der in den Kellergewölben von einem schwarzen Pudel bewacht wird. Ein geheimer unterirdischer Gang soll die Ruine direkt mit dem Pfalzgrafenschloss verbinden.
Besonders verdient um Neumarkt machte sich der Schmied Veit Jung am Oberen Markt. Als sich 1796 im österreichisch-französischen Krieg französische Truppen in der Stadt verbarrikadierten, belagerten österreichische Soldaten Neumarkt und drohten die komplette Zerstörung an. Unter Todesgefahr und Beschuss der Franzosen begab sich Jung schließlich zum Oberen Tor und schlug das Schloss mit seinem Schmiedehammer auf. Die Österreicher drangen in die Stadt ein, während die Franzosen durch das Untere Tor flohen. Neumarkt blieb dadurch von der Zerstörung verschont. Veit Jung brachte diese durchaus heldenhafte Tat den Beinamen „Torschmied“ ein.
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Neumarkt in der Oberpfalz | Neumarkt in der Oberpfalz | Neumarkt w Górnym Palatynacie
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"Neumarkt in der Oberpfalz".
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