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Neumünster
 

Wappen Karte
Wappen Neumuenster.png Karte Neumuenster in Deutschland.png
Basisdaten
Bundesland: Schleswig-Holstein
Kreis: Kreisfreie Stadt
Geografische Lage:
Höhe: 22 m ü. NN
Fläche: 71,57 km²
Einwohner: 78.508 (31. März 2005)
Bevölkerungsdichte: 1.097 Einwohner je km²
Arbeitslosenquote: 15.3% (2005)
Postleitzahlen: 24534, 24536, 24537, 24539
Vorwahl: 04321
Kfz-Kennzeichen: NMS
Gemeindeschlüssel: 01 0 04 000
Stadtgliederung: 9 Stadtteile/Stadtbezirke
Adresse der
Stadtverwaltung:
Großflecken 59
24534 Neumünster
Website: www.neumuenster.de
Oberbürgermeister: Hartmut Unterlehberg (SPD)
Stadtpräsident: Hatto Klamt (CDU)
Neumuenster.jpg

Neumünster ist eine kreisfreie Stadt im Herzen von Schleswig-Holstein am historischen Ochsenweg. Seit 1981 vergibt die Stadt alle zwei Jahre den Hans-Fallada-Preis zu Ehren des Schriftstellers, der einige Jahre in der Stadt gelebt hat.

Geografie


Geografische Lage

Neumünster liegt am Rande einer weiten Sanderebene des holsteinischen Geestrückens. Im äußersten Norden erreicht im Bereich des Einfelder Sees und des Dosenmoores das östliche Hügelland das Stadtgebiet. Im Bereich des heutigen Einfelder Sees befand sich während der Weichseleiszeit ein Gletschertor, so dass der Raum Einfeld als Sanderwurzel gilt.

Die Stadt Neumünster ist kreisfrei und grenzt an die Kreise Plön, Rendsburg-Eckernförde und Segeberg.

Stadtgliederung

Neumünster ist in folgende Stadtteile eingeteilt:

  • Böcklersiedlung-Bugenhagen (7.236 Einwohner)
  • Brachenfeld-Ruthenberg (12.196)
  • Einfeld (7.234)
  • Faldera (9.654)
  • Gadeland (5.524)
  • Gartenstadt (6.352)
  • Stadtmitte (21.849)
  • Stör (2.375)
  • Tungendorf (10.774)
  • Wittorf (6.903)

Geschichte


Mittelalter

Das Stift Neumünster wurde im Jahre 1127 von dem Missionar und späteren Bischof von Oldenburg und Heiligen Vizelin gegründet, urkundlich erwähnt unter dem Namen "Wippendorf im Gau Faldera". Der heutige Name ist auf das von Vicelin erbaute Kloster "Novum Monasterium" (das "neue Münster") zurückzuführen.

1498 gründen Augustiner-Nonnen ein Kloster auf der so genannten Klosterinsel.

Frühe Neuzeit

Für die Fischzucht und den Betrieb von Mühlen wird etwa 1503 durch Mönche erstmals die Schwale angestaut. Der Mühlenteich in der heutigen Innenstadt entsteht dabei. Ein Jahr darauf brennt der Flecken, heute Kleinflecken ab.

1637 kommt es in Neumünster zu einem Großbrand unbekannter Ursache, bei dem der Großteil aller Häuser vernichtet wird.

Die große Zeit als Stadt für Tücher wurde 1760 mit Gründung der "Privilegierten Wollzeugfabrique" auf der Klosterinsel eingeleitet. Es ist überhaupt die erste Fabrik, die in Neumünster entsteht.

Der Großflecken löste 1769 den Kleinflecken gänzlich als Marktplatz ab. Bis 1948 finden hier nun alle Märkte, darunter der seit 1764 einmal in der Woche erlaubte Markt, der vorher nur einmal im Jahr am Todestag von Johannes d. Täufer stattfand.

1780 kommt es zu einem weiteren Großbrand, der alle Häuser an der Plöner Straße und einen Teil der Häuser am Großflecken (insgesamt 46 Häuser) zu Asche verwandelt.

19. Jahrhundert

Im Jahre 1808 nehmen spanisch-französchische Truppen Quartier in Neumünster. Durch ihre hohen Ansprüche belasten sie die Stadt stark.

Die Schulpflicht gibt es in Neumünster seit 1813. Zunächst wurden zwei "Vorbereitungsschulen" eingerichtet.

Die Post, die ein großer Wirtschaftfaktor der Stadt ist, beschließt 1816 in Neumünster eine "Extrapoststation" und Anschlussstellen an die schnellen Postkutschen u.a. nach Kiel und Altona einzurichten. Täglicher Postverkehr wird kurz darauf eingeführt. Reiter und Kutscher liefern jeden Tag bis zu 5 Zustellungen. Der Tuchmacher Renck baut im gleichen Jahr die erste vollstufige Tuchfabrik auf und sammelt damit alle Produktionschritte im selben Haus.

Auch 1817 entflammt ein Brand. Dieses Mal am Großflecken, wo einige Häuser zwischen Teich und Lütjenstraße den Flammen zum Opfer fallen. In Neumünster zieht die Industrialisierung 1824 ein, als die Tuchfabrik Renck eine Dampfmaschine aus England importiert. Nur drei Jahre später wird die gleiche Tuchfabrik von einem Feuer vernichtet, woraufhin 150 Menschen ihre Arbeit verlieren. Die Fabrik wird aber wieder aufgebaut und arbeitet noch bis 1884.

Der Grundstein für die Vicelinkirche, wie sie heute am Kleinflecken zu sehen ist, wurde 1828 gelegt. Der Baumeister war F. Hansen. Gleichzeitig wird eine Armenschule für Kinder sozial schwacher Eltern eingerichtet. Es gibt auch eine sogenannte Fabrikschule für Kinder die Kinderarbeit verrichten müssen. Am 11. Mai 1834 wird die Vicelinkirche schließlich eingeweiht.

Der Industrielle Renck setzt sich sehr für eine Eisenbahnverbindung zwischen Neumünster und Rendsburg ein. Zwar dauert es über fünf Jahre, am Ende ist der Fabrikant aber erfolgreich. 1845 geht die Strecke in Betrieb, nachdem 1844 die erste neumünsterraner Bahnverbindung überhaupt, die Strecke Kiel - Neumünster - Altona, eröffnet wurde.

Um diese Zeit wird auch die Holstenschule als Privatschule für Jungen aus dem höheren Bürgerstand gegründet. Die Gründung der privaten höheren Mädchenschule, die heute Klaus-Groth-Schule heißt und seit 1925 staatlich ist, fällt genauso in diese Zeit.

Nachdem am 20. Juli 1846 einige Kieler Professoren auf dem Großflecken die Bevölkerung dazu aufriefen, sich gegen die dänische Obrigkeit aufzulehnen, entsteht bis 1848 nach und nach das vaterländische Aufbegehren gegen die dänische Fremdherrschaft. Preußen gewährte Holstein und Schleswig jedoch nicht die erbetene Hilfe und so unterliegen die Fürstentümer zwischen den Meeren 1850 dem dänischen Herr.

Die erste Wasserleitung beendet 1852 wenigstens teilweise den Zustand, dass Wasser weiterhin aus Brunnen oder Flüssen geholt werden muss. Der Renck's Park wird 1857 am südöstlichen Rand der Klosterinsel angelegt. Zunächst im Privatbesitz von Tuchfabrikanten, wird der Park erst 1921 allen Bürgern zugänglich gemacht. Möglich machte dies der Erwerb durch die Stadt im Jahr 1915.

1860 werden in Neumünster Hausnummern eingeführt. Ein Jahr darauf wird das Eisenbahnausbesserungswerk angesiedelt, das sich im Laufe der Jahrzehnte zu einem der stärksten Arbeitgeber in der Stadt entwickelt.

Im Jahre 1870 erhält Neumünster das Stadtrecht. Die Entwicklung der Stadt im 19. Jahrhundert wird wesentlich geprägt durch die Textil-und Lederindustrie und den Ausbau zu einem Eisenbahnknotenpunkt im Herzen Holsteins.

1872 wird die erste ständige Garnison nach Neumünster verlegt. Nach dem Abzug im Jahre 1897 wird schließlich im Jahre 1899 das Infantrie-Regiment Nr. 163 in einer eigens hierfür errichteten Kaserne (spätere Sick-Kaserne) stationiert, wo es bis zur Auflösung nach dem Ersten Weltkrieg verbleibt. Das erste große Waren- oder Kaufhaus siedelt sich 1891 an.

Entwicklung ab 1900

1901 wird Neumünster kreisfreie Stadt. 1903 wird die Volksbank eG Neumünster und 1910 die Badeanstalt in der Klosterstraße eröffnet.

Im Ersten Weltkrieg ist Neumünster wegen seiner Tuch-, Leder- und auch Metallindustrie bedeutend. Im Steckrübenwinter 1917 verhungern dennoch viele Menschen.

Unter der nationalsozialistischen Herrschaft wird Neumünster 1934 erneut Garnisonstadt. Das Infanterie-Regiment Nr. 46 und ein Teil des Artillerie-Regiments Nr. 66 beziehen die alte Sick- und die neue Hindenburg-Kaserne sowie die ebenfalls neu errichtete Scholtz-Kaserne. Zwischen 1935 und 1938 wird auf 240 ha im Westen der Stadt ein großer Militärflugplatz gebaut. Die Holstenhallen, heute eine moderne Mehrzweckhalle, in der unter anderem die jährliche Baumesse Nordbau stattfindet, wird 1939 zunächst als Viehversteigerungshalle gebaut, dann aber als Flugzeugmontagehalle benutzt. Einen Bombenangriff aus der Luft erlebt Neumünster erstmals 1941. Bis zum 25. April 1945 folgen sieben weitere Luftangriffe, der schwerste davon am 13. April. 1945 wurde die Stadt kampflos den Briten übergeben.

Nach Ende des Zweiten Weltkrieges erlebt Neumünster eine Flüchtlingsflut. 1947 hat Neumünster 66.945 Einwohner; davon sind 16.375 Vertriebene oder Flüchtlinge (also fast jeder vierte). Um dem daraus resultierenden Wohnraummangel zu begegnen, wird ab 1950 ein Großteil des Flugplatzgeländes in eine Neubausiedlung, den neuen Stadtteil Böcklersiedlung, umgewandelt. Diese wird benannt nach Hans Böckler, dem ersten DGB-Vorsitzenden, welcher zum Baubeginn persönlich den Grundstein setzt.

Am 26. April 1970 findet die bislang letzte Erweiterung des Stadtgebietes von Neumünster mit der Eingemeindung von Einfeld, Gadeland und Tungendorf-Dorf statt, nachdem im Jahre 1938 bereits Wittorf, Brachenfeld und Tungendorf der Stadt zugeschlagen wurden. Die Einwohnerzahl erreicht damit ihren bisherigen Höchststand von rund 86.000 und die Stadtfläche verdoppelt sich auf 71,57 km². Der wirtschaftliche Strukturwandel nach dem Zweiten Weltkrieg äußert sich im Niedergang der Leder- und Tuchindustrie, welche bis Ende der 1960er Jahre (Leder) bzw. Mitte der 1980er Jahre (Tuch) vollständig aus dem städtischen Wirtschaftsleben verschwinden.

Mit der Räumung der drei im Stadtgebiet befindlichen Kasernen zwischen 1994 und 2003 endet die Geschichte Neumünsters als Garnisonsstadt.

Eingemeindungen

  • 1. April 1938: Brachenfeld, Wittorf, Teile von Gadeland und Tungendorf
  • 26. April 1970: Einfeld, Gadeland und Tungendorf

Einwohnerentwicklung

Bis Anfang des 19. Jahrhunderts hatte Neumünster nur wenige hundert Einwohner. Die Bevölkerung wuchs nur langsam und ging durch die zahlreichen Kriege, Seuchen und Hungersnöte immer wieder zurück. Erst mit dem Beginn der Industrialisierung wuchs die Bevölkerung der Stadt sehr schnell. Lebten 1803 erst 2.600 Menschen in der Stadt, so waren es 1900 bereits 27.000. Bis 1939 verdoppelte sich diese Zahl - auch durch die Eingemeindung mehrerer Orte am 1. April 1938 - auf 54.000.

Kurz nach dem Zweiten Weltkrieg führten die vielen Flüchtlinge und Vertriebenen aus den deutschen Ostgebieten innerhalb eines Jahres zu einem Anstieg der Einwohnerzahl um rund 10.000 Personen auf 66.000 im Oktober 1946. Auch danach wuchs die Bevölkerung der Stadt weiter. Im Jahre 1972 erreichte die Bevölkerungszahl auf Grund der 1970 erfolgten Eingliederung von Einfeld, Gadeland und Tungendorf mit 86.745 ihren historischen Höchststand. Am 30. Juni 2005 betrug die „Amtliche Einwohnerzahl“ für Neumünster nach Fortschreibung des Statistischen Amtes für Hamburg und Schleswig-Holstein 78.333 (nur Hauptwohnsitze und nach Abgleich mit den anderen Landesämtern).

Die folgende Übersicht zeigt die Einwohnerzahlen nach dem jeweiligen Gebietsstand. Dabei handelt es sich um Volkszählungsergebnisse (¹) oder amtliche Fortschreibungen des Statistischen Landesamtes. Die Angaben beziehen sich ab 1871 auf die „Ortsanwesende Bevölkerung“, ab 1925 auf die Wohnbevölkerung und seit 1987 auf die „Bevölkerung am Ort der Hauptwohnung“. Vor 1871 wurde die Einwohnerzahl nach uneinheitlichen Erhebungsverfahren ermittelt.

Jahr Einwohner
13. Februar 1803 ¹ 2.588
1. Februar 1835 ¹ 3.732
1. Dezember 1871 ¹ 8.628
1. Dezember 1875 ¹ 10.100
1. Dezember 1880 ¹ 11.600
1. Dezember 1885 ¹ 13.659
1. Dezember 1890 ¹ 17.539
2. Dezember 1895 ¹ 22.489
1. Dezember 1900 ¹ 27.335
1. Dezember 1905 ¹ 31.439
1. Dezember 1910 ¹ 34.555
Jahr Einwohner
1. Dezember 1916 ¹ 31.658
5. Dezember 1917 ¹ 31.034
8. Oktober 1919 ¹ 36.173
16. Juni 1925 ¹ 39.844
16. Juni 1933 ¹ 40.332
17. Mai 1939 ¹ 54.094
31. Dezember 1945 57.473
29. Oktober 1946 ¹ 66.185
13. September 1950 ¹ 73.481
25. September 1956 ¹ 72.134
6. Juni 1961 ¹ 75.045
Jahr Einwohner
31. Dezember 1965 74.542
27. Mai 1970 ¹ 86.013
31. Dezember 1975 84.777
31. Dezember 1980 80.145
31. Dezember 1985 78.280
25. Mai 1987 ¹ 79.771
31. Dezember 1990 80.743
31. Dezember 1995 82.028
31. Dezember 2000 79.831
30. Juni 2005 78.333
¹ Volkszählungsergebnis

Politik


Gemeinderat

  • Bündnis 90/Die Grünen (3 Sitze), CDU (20 Sitze), FDP (2 Sitze) und SPD (18 Sitze) sind im Rat vertreten.

Bürgermeister

Die (Ober-)Bürgermeister

1870 wurden Neumünster die Stadtrechte verliehen. Der erste Bürgermeister war 1870 Eduard Schlichting, gefolgt von Max Röer. Ihm wurde im Jahre 1904 der Titel Oberbürgermeister und am 27. Juni 1913 die goldene Amtskette überreicht. Die (Ober-)Bürgermeister seit 1870:

  • 1870–1894: Eduard Schlichting
  • 1894–1919: Max Röer
  • 1919–1933: Detlef Schmidt
  • 1933–1945: Max Stahmer
  • 1945–1946: Gustav Bärwald (Oberstadtdirektor)
  • 1946–1948: Ludolf Behnke (CDU)
  • 1948–1950: Hugo Voß (SPD)
  • 1950–1970: Walther Lehmkuhl (SPD)
  • 1970–1988: Dr. Uwe Harder (SPD)
  • 1988–1991: Franz-Josef Pröpper (SPD)
  • seit 1991: Hartmut Unterlehberg (SPD)

Die Stadtpräsidenten

Seit dem 4. Mai 1950 gibt es in Neumünster einen Stadtpräsidenten. Er wird von der Mehrheitspartei in der Ratsversammlung vorgeschlagen, führt den Vorsitz in der Ratsversammlung und ist deren Repräsentant. Die Stadtpräsidenten seit 1950:

  • 12. Mai 1950–11. Juli 1952: Paul Lohmann (SPD)
  • 11. Juli 1952–25. Mai 1955: Max Johannsen (SPD)
  • 25. Mai 1955–24. Mai 1956: Karl Rahe (CDU)
  • 24. Mai 1956–24. Mai 1957: Max Johannsen (SPD)
  • 24. Mai 1957–5. November 1957: Karl Rahe (CDU)
  • 5. November 1957–18. Februar 1969: Max Johannsen (SPD)
  • 18. Februar 1969–23. April 1974: Walter Jansen (SPD)
  • 23. April 1974–14. April 1978: Alexandrine von dem Hagen (CDU)
  • 14. April 1978–1. April 1982: Herbert Winkler (SPD)
  • 1. April 1982–22. April 1986: Christian-Friedrich Peter (CDU)
  • 22. April 1986–10. Mai 2002: Helmut Loose (SPD)
  • 10. Mai 2002–15. April 2003: Helga Hein (SPD)
  • seit 15. April 2003: Hatto Klamt (CDU)

Städtepartnerschaften

Partnerstädte Neumünsters sind:

Eine Patenschaft wurde 1954 mit dem Kreis und der Stadt Giżycko (Lötzen) in Polen (ehemals Ostpreußen) eingegangen.

Kultur und Sehenswürdigkeiten


Bauwerke

Parks

Naturdenkmäler

Sport

Sport in allen Sparten spielt in Neumünster eine besondere Rolle. Dies zeigt sich nicht nur zu den vielen Veranstaltungen, Wettkämpfen und Turnieren, sondern auch zum jährlichen Ball des Sports, der im Januar stets über 2.500 Besucher in die Holstenhallen lockt. 58 Sportvereine und -verbände sind in der Stadt organisiert. Die größten und bekanntesten Vereine sind VfR Neumünster 1910, SV Tungendorf, THC Neumünster, MTSV Olympia Neumünster, Polizeisportverein Neumünster (PSV), SC Gut Heil Neumünster, Turn- und Sportverein Einfeld, Blau-Weiß Wittorf.

Eine vollständige Liste aller Sportvereine findet sich auf der Website der Stadt Neumünster.

Holstenköste

Seit 1974 wird an den vier Tagen, die dem ersten Donnerstag im Juni folgen, in Neumünster die Holstenköste gefeiert. Das Stadtfest lockt jährlich über 200.000 Besucher in die Innenstadt. Neben Jahrmarktatmosphäre bieten die vielen Musikbühnen rund um den Großflecken und den Kuhberg für jeden Geschmack etwas.

Wirtschaft und Infrastruktur


Wirtschaft

Hauptbranchen: Maschinen- und Apparatebau, Kommunikationselektronik, Elektrotechnik, EDV und Softwareentwicklung, Chemiefaser- und Druckindustrie, Stahl- und Leichtmetallbau, Feuerverzinkerei und Metallveredelung, Eisenguss, Kunststoff- und Teppichindustrie, Recycling, Transportwesen und Logistik, Groß- und Versandhandel sowie großflächiger (Fach-)Einzelhandel. Darüber hinaus gibt es das Frachtpostzentrum im Industriegebiet Süd, wo die Deutsche Post AG eines ihrer bundesweit 22 Frachtpostzentren unterhält, und das Eisenbahnausbesserungswerk Neumünster der Deutschen Bahn AG.

Beschäftigungsstruktur:

1. Versicherungspflichtig beschäftigte Arbeitnehmer 30.734 (Stand 30. Juni 2000) davon in der Wirtschaftsabteilung: - Land- und Forstwirtschaft 304 - Energie, Bergbau/Verarbeitendes Gewerbe, Baugewerbe 10.203 - Handel/Verkehr und Nachrichtenübermittlung 8.864 - Kreditinstitute und Versicherungsgewerbe/Dienstleistungen, soweit nicht anderweitig genannt/Organisationen ohne Erwerbscharakter und privat Haushalte/Gebietskörperschaften und Sozialversicherung 11.372

2. Verarbeitendes Gewerbe (Betriebe mit im allgemeinen 20 und mehr Beschäftigten): 60 Betriebe mit 5974 Beschäftigten (Stand: 31. Dezember 2001)

3. Bauhauptgewerbe (Betriebe mit im allgemeinen 20 und mehr Beschäftigten): 18 Betriebe mit 959 Beschäftigten (Stand: 31. November 2000)

Verkehr

Als einzige der vier kreisfreien Städte des Landes hat Neumünster keinen Zugang zum Meer, liegt dafür sowohl an der Bundesautobahn 7 im Kreuzungspunkt der Bundesstraßen 205 und 430 als auch der Bahnstrecken von Hamburg nach Kiel und Flensburg, welche von hier abzweigen, und damit an den Hauptverkehrsadern nach Skandinavien.

Neumünster hat 4 Bahnhöfe im Stadtgebiet:

  • Neumünster (ICE, EC, IC und EN sowie Halt regionaler Züge)
  • Neumünster Süd (Strecke der AKN und der Nordbahn)
  • Neumünster Stadtwald (Strecke der SHB)
  • Neumünster Einfeld (Strecke der NOB)

Die Regionalbahn Schleswig Holstein fährt Neumünster mit Regionalexpress- und Regionalbahnzügen stündlich oder 2-stündlich an.

Die AKN fährt von Neumünster aus über Bad Bramstedt , Kaltenkirchen nach Hamburg-Eidelstedt und zeitweise weiter nach Hamburg Hbf mit ihren Triebwagen.

Seit dem 15. Dezember 2002 fährt die Nordbahn zwischen Neumünster, Bad Segeberg und Bad Oldesloe im Stundentakt. Die Bahnstrecke nach Bad Segeberg wurde deshalb nach 18 Jahren im Dezember 2002 wieder eröffnet. Die Nordbahn ist eine Tochtergesellschaft der AKN.

Die Schleswig-Holstein-Bahn (SHB), auch eine Tochtergesellschaft der AKN, fährt seit 14. Dezember 2003 auf einer weiteren Bahnstrecke von Neumünster über Hohenwestedt, Albersdorf und Heide (Holstein) nach Büsum.

Es fährt weiter alle Stunde die Nord-Ostsee-Bahn NOB von Neumünster nach Kiel über Bordesholm und Flintbek und zurück.

Bis Dezember 2005 betrieb die NOB alle 2 Stunden auch den "Flensburg-Express" von Padborg(DK) nach Hamburg Hbf mit Halt in Flensburg, Tarp, Schleswig, Rendsburg, Nortorf, Neumünster und Elmshorn und zurück. Seit Dezember 2005 wird der Regionalverkehr auf dieser Strecke von der Regionalbahn Schleswig-Holstein als "Schleswig-Holstein-Express" bedient.

Seit September 1985 liegt die Bahnstrecke von Neumünster nach Ascheberg/Plön für den Personenverkehr still, im November 1995 wurde auch der Güterverkehr auf dieser Strecke offiziell eingestellt. Über das Schicksal dieser Linie ist noch nicht abschließend befunden worden, bis Ende 2007 ist die Bahnstrecke zunächst einmal in ein Sicherungsprogramm des Landes aufgenommen worden, um eine eventuelle Wiederinbetriebnahme in der Zukunft zu ermöglichen. In Neumünster ist ein Werk zur Fahrzeuginstandhaltung der Deutsche Bahn ansässig. Um den Fortbestand des in Neumünster befindlichen Eisenbahnmuseums, einer bisherigen Außenstelle des DB Museums, wird zurzeit heftig gerungen.

Medien

In der Nähe von Neumünster in Ehndorf betreibt die Deutsche Telekom AG einen Mittelwellensender für den Deutschlandfunk. Obwohl die Anlage sich auf dem Gebiet der Gemeinde Ehndorf befindet, wird dieser Sender oft als "Sender Neumünster" bezeichnet.

Persönlichkeiten


Söhne und Töchter der Stadt

Weitere Persönlichkeiten

Weblinks



Ort in Schleswig-Holstein

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