| Wappen | Karte |
|---|---|
| Wappen_neugersdorf.PNG | Neugersdorf_Karte.png |
| Basisdaten | |
| Bundesland: | Sachsen |
| Regierungsbezirk: | Dresden |
| Landkreis: | Löbau-Zittau |
| Fläche: | 5,53 km² |
| Einwohner: | 6.330 (30. April 2005) |
| Bevölkerungsdichte: | 1145 Einwohner/km² |
| Höhe: | 433 m ü. NN |
| Postleitzahl: | 02727 |
| Vorwahl: | 03586 |
| Geografische Lage: | |
| Kfz-Kennzeichen: | ZI (alt: LÖB)
|
| Amtlicher Gemeindeschlüssel: | 14 2 86 260 |
| Stadtgliederung: | keine Stadtteile |
| Adresse der Stadtverwaltung: | Postfach 1150 02724 Neugersdorf |
| Website: | www.neugersdorf.de |
| E-Mail-Adresse: | info@neugersdorf.de |
| Politik | |
| Bürgermeister: | Verena Kühne (parteilos) |
Neugersdorf * ist eine Stadt im Südosten von Sachsen, direkt an der Grenze zu Tschechien.
Am 10. Juni 1429 wird der Ort vollständig von den Hussiten vernichtet. Die Dorfstatt blieb jahrhundertelang wüst und überwaldete. Eine wechselvolle Geschichte folgte. Der Besitzer wechselte immer wieder. Im Jahre 1657 wird auf dem Flurstück Gersdorfer Wald das Dorf Neu-Gersdorf gegründet. Seine ersten Bewohner waren Flüchtlinge, die 26 Häuser errichteten. Wenige Jahre später kommt es zu einer weiteren Gründung, diesmal von böhmischen Flüchtlingen, die mit acht Häusern Alt-Gersdorf gründeten.
Da die Landwirdschaft keine ausreichende Voraussetzungen für den Lebensunterhalt bot, nutzen die neuen Bewohner ihre bereits mitgebrachten Kenntnisse der Weberei und begründeten damit eine lange Tradition der Textilwirtschaft in diesem Gebiet.
Obwohl beide Dörfer selbständig waren und verschiedenen Grundherrschaften angehörten, wuchsen sie allmählich aneinander und verschmolzen zunehmend durch persönliche Verbindungen, gemeinsame Vereine und öffentliche Einrichtungen, wie Kirche, Feuerwehr, Standesamt, Sparkasse, Bahnhof, Post.
Die industrielle Blüte des 19. Jahrhunderts brachte auch wirtschaftlichen Aufschwung nach Neugersdorf. Villen, Geschäftshäuser, Fabriken wurden errichtet und neue Bebauungs- und Industriegebiete besiedelt.
Die Textilbranche legte das wirtschaftliche Fundament, dieses wurde unterstützt durch die Einführung der Dampfkraft (3. Februar 1855) und des Eisenbahnanschlusses (1. November 1874). Die industrielle Entwicklung der Textilindustrie und des Textilmaschinenbaues führte zu Unternehmen von Weltruf.
Mit dem 1. Januar 1899 vereinigten sich die beiden zusammengewachsenen Dörfer Alt-Gersdorf und Neu-Gersdorf zu der neuen Gemeinde „Alt- und Neugersdorf“. Im September des gleichen Jahres wurde der Name auf Neugersdorf geändert. Fünfunfzwanzig Jahre später, am 15. Dezember 1924, wurde Neugersdorf zur Stadt erhoben. Das Stadtwappen ließ dann nochmal sieben Jahre auf sich warten. Es bezeichnet einen Kranich mit dem Hufeisen in der rechten Kralle. Die Stadtfarben sind Schwarz-Gelb.
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