Die Neue Zürcher Zeitung, kurz NZZ, ist eine Schweizer Tageszeitung und ein Medienunternehmen.
Die NZZ ist neben der Wiener Zeitung von 1703 und der Hildesheimer Allgemeinen Zeitung von 1705 eine der ältesten heute noch erscheinenden deutschsprachigen Zeitungen.
Die NZZ verkauft heute knapp 160.000 Exemplare pro Tag. Ihre „Internationale Ausgabe” wird auch in Deutschland viel gelesen. Sie genießt einen Ruf als Qualitätszeitung, manche Medien-Kritiker bescheinigen ihr gar, sie sei die beste deutschsprachige Tageszeitung. Zu ihrem guten Ruf trägt neben dem Wirtschaftsteil vor allem die fundierte Auslandsberichterstattung bei, die auf ein dichtes Korrespondentennetz zurückgreift.
Der frühere deutsche Bundeskanzler Helmut Schmidt soll einmal gesagt haben, nach der Lektüre der NZZ könne er getrost auf die Dossiers des Bundesnachrichtendienstes verzichten. Eine ähnliche Bemerkung findet man auch im Roman „Das Messingherz” (1979) von Herbert Rosendorfer.
Politisch steht die NZZ der Freisinnig-Demokratischen Partei der Schweiz nahe; sie vertritt eine liberal-bürgerliche Haltung. Der Parteipräsident der FDP hat seit jeher einen Sitz im NZZ-Verwaltungsrat. Die Nähe zur FDP in innerschweizerischen Fragen wird ihr von ihren Kritikern oft vorgeworfen. Der in vielen Belangen konservative Stil der Zeitung hat ihr in Journalistenkreisen auch den Spitznamen „Alte Tante” eingetragen.
Entgegen allen Empfehlungen von Sprach-Stilisten verzichtet die NZZ in ihren Überschriften weitgehend auf den Gebrauch von Verben. Ebenso verwendet die NZZ eine eigene Version der neuen Rechtschreibung. So wird etwa placieren anstelle von platzieren verwendet.
Die NZZ erscheint im üblichen Schweizer Zeitungsformat, das in Deutschland gelegentlich auch als „Format NZZ” bezeichnet wird. Die NZZ selbst hat diese Bezeichnung aufgenommen und bestreitet ein wöchentliches Fernseh-Magazin unter dem Titel NZZ Format. Der gedruckten NZZ ist jeweils in der ersten Montag-Ausgabe jedes Monats das Magazin NZZ Folio beigelegt, das sich zur Hauptsache einem Schwerpunkt-Thema widmet.
Bis zum 6. Dezember 1869 erschien die NZZ einmal täglich, danach zweimal, vom 3. Januar 1894 an gar dreimal täglich. Mit dem Aufkommen neuer Medien wie dem Hörfunk und dem Fernsehen wurde eine derart häufige Erscheinungsweise überflüssig, sodass am 29. September 1969 wieder zu zwei täglichen Ausgaben zurückgekehrt wurde. Seit dem 30. September 1974 erscheint nur noch eine Tagesausgabe.
An weiteren Zeitungen und Zeitschriften, die nicht unter dem Namen NZZ laufen, ist die NZZ-Gruppe beteiligt:
Daneben ist die NZZ Mediengruppe auch Inhaberin eines Fernsehsenders und einiger Radios.
Die NZZ Druckerei NZZ Print druckt neben den verlagseigenen Produkten auch für Kunden.
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