CentrO Übersicht.jpg Die Neue Mitte Oberhausen wird ein ehemaliges Industriegelände bezeichnet, welches heute als Freizeit- und Einkaufszentrum genutzt wird. Sie gilt mit dem Herzstück CentrO als eines der erfolgreichsten Projekte des Strukturwandels im Ruhrgebiet.
Es gibt aber auch Stimmen im Ruhrgebiet, die die Neue Mitte als schädlich für den Einzelhandel der Nachbarstädte ansehen. Vor diesem breiteren Hintergrund ist diese Art von Strukturwandel kritischer zu betrachten. Ein ähnliches Projekt "Multi Casa" im nur etwa 10 km entfernten Duisburg wurde im Juni 2005 vom CDU und Grünen dominierten dortigen Stadtrat gegen den Willen einer offensichtlichen Mehrheit der Bevölkerung abgelehnt.
Direkter Autobahnanschluss an die A 42. Außerdem sind im Umkreis von 2,5 Kilometern zwölf weitere Autobahnanschlüsse vorhanden. Für PKW stehen 10.500 Parkplätze zur Verfügung.
Für die Anbindung mit öffentlichen Verkehrsmitteln wurde das Liniennetz des Öffentlichen Personennahverkehrs im Oberhausener Stadtgebiet neu gestaltet: Durch Verlängerung einer Mülheimer Straßenbahnstrecke wurde die Straßenbahn in Oberhausen 28 Jahre nach der Stilllegung wieder eingeführt. Eine durch das CentrO-Gelände führende ehemalige Güterbahn wurde zur vom Straßenverkehr unabhängigen Nahverkehrstrasse umgebaut. Auf dieser Trasse zwischen Alt-Oberhausen (Hbf) und Sterkrade sind Straßenbahn- und Buslinien so gebündelt, dass sich sehr häufige Verbindungen ergeben (zur Geschäftszeit etwa alle 90 Sekunden). Die Haltestelle zwischen Arena und Einkaufszentrum ist auch architektonisch sehenswert.
Nachdem das Projekt, ein Gesundheitszentrum zu errichten, fehlgeschlagen ist, will man nun die brachliegenden Flächen anders verwerten. So soll ein großes Schwimmbad entstehen welches einige der alten Stadtbäder ablösen soll. Davon verspricht man sich eine größere Nutzung der Wasseranlagen und eine kostengünstigere Variante, als die Stadtbäder neu zu bauen.
Neben den Nachbarstädten gibt es auch Kritik in Reihen des Einzelhandels in Oberhausen. So wurde probiert, die Innenstadt zu Sanieren und mit Dekorationen zu verschönern. Doch die Markengeschäften zogen weiter zum Centro und die Innenstadt ist eher von Billiganbietern besetzt. Der Versuch, die Innenstadt als weitere Einkaufspassage zu erhalten ist somit fehlgeschlagen und sie spricht kein Publikum ausserhalb Oberhausens an.
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