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Neubeckum ist heute ein Ortsteil der Stadt Beckum. Der Ort wurde 1899 am Beckumer Bahnhof der Köln-Mindener Eisenbahn begründet. Die Gründungssage dieser noch recht jungen Ortschaft besagt, dass den Beckumer Bauern das funkenstiebende Dampfross nicht geheuer war, und dass man daher den Landvermessern der Eisenbahn manche Schwierigkeiten in den Weg legte, die sie zum nördlichen Ausweich brachten. Eine andere These besagt, dass die neue Eisenbahn das hügelige südliche Grenzland der Münsterländer Bucht ohnehin hätte meiden müssen.

Neubeckum ist bis heute ein Eisenbahn-Knotenpunkt. Am Bahnhof Neubeckum kreuzt die Bundesbahntrasse von Hamm nach Bielefeld (die meistbefahrene Eisenbahn-Magistrale in Deutschland) die Westfälische Landeseisenbahn, deren vornehmster Zweck nun noch ist, den hochreinen Korrektiv-Kalkstein der Warsteiner Kalksteinbrüche zu den Zementwerken rund um das nördlich gelegene Ennigerloh zu bringen. Die auch in Neubeckum ehedem ansässigen Zementwerke sind nunmehr sämtlich stillgelegt.

Früher wurde auf der Westfälischen Landeseisenbahn auch Personenverkehr betrieben, u.a. bis nach Münster mit einem Halt bei Enniger, dem Pängel Anton. Diese Strecke dient heute nur noch zu Museumsfahrten mit Dampflok-Vorspann von Münster über Neubeckum nach Lippstadt, Erwitte, Anröchte im Möhnetal und Warstein.

Neubeckum ist eine muntere Teilgemeinde mit einer kleinen verkehrsberuhigten Bummelzone.

Die ortsansässige Industrie besteht aus einigen Schlosserei- und Maschinenbaubetrieben, dem Zementwerk des Zementkonzerns Dyckerhoff (nunmehr stillgelegt für eventuellen Wiederbetrieb), sowie der Anlagenbaufirma des ThyssenKrupp-Konzerns, Polysius.

Postleitzahl 59269 - Vorwahl 02525

Ort in Nordrhein-Westfalen | Ort im Münsterland | Kreis Warendorf

 

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