| Wappen | Karte |
|---|---|
| Wappen von Netphen.png | Lage der Stadt Netphen in Deutschland.png |
| Basisdaten | |
| Bundesland: | Nordrhein-Westfalen |
| Regierungsbezirk: | Arnsberg |
| Kreis: | Siegen-Wittgenstein |
| Geografische Lage: | |
| Höhe: | 260–676 m ü. NN |
| Fläche: | 137,39 km² |
| Einwohner: | 25.638 (29. Februar 2004) |
| Bevölkerungsdichte: | 187 Einwohner je km² |
| Postleitzahl: | 57250 |
| Vorwahl: | 02738 |
| Kfz-Kennzeichen: | SI |
| Gemeindeschlüssel: | 05 9 70 032 |
| Stadtgliederung: | 20 Ortsteile |
| Adresse der Stadtverwaltung: | Amtsstraße 2–6 57250 Netphen |
| Website: | www.netphen.de |
| E-Mail-Adresse: | stadt@netphen.de |
| Politik | |
| Bürgermeister: | Rüdiger Bartsch (CDU) |
| Stadtgliederung | |
| Stadtgliederung Netphen.png | |
Netphen ist eine Stadt in Nordrhein-Westfalen, Deutschland und gehört zum Kreis Siegen-Wittgenstein.
Der Ortskern des Dorfes besteht vorwiegend aus Denkmalgeschützen Fachwerkhäusern welche im 17. bis hinein in das 18. Jahrhundert erbaut wurden.
Grissenbach hat derzeit (Stand Juni 2005) 894 Einwohner, daraus resultiert eine Einwohnerdichte von 194 E./km², was deutlich unter dem Durchschnitt der Bundesrepublik Deutschland liegt (ca 230 Einwohner je km².)
1939 439 Einwohner
1975 768 Einwohner
2005 mehr als 1000 Einwohner
Die Gemarkungsfläche beträgt 1070 ha. Die Fläche teilt sich in 650 ha Wald und 420 ha Flur und Ortslage. Die Gemarkungsgrenze verläuft ca. 8 km entlang der hessischen Landesgrenze. Ferner grenzt der Ort nördlich an die Stadt Laasphe, südlich an die Gemeinde Wilnsdorf. Der Höhenunterschied beträgt vom Ortseingang (384 m) bis zum Ortsausgang hessische Grenze (480 m).
Vom Eingang Geiersgrundbachtal bis zur Grenze Stadt Laasphe ist ein Höhenunterschied von 190 m festzustellen.
Der Ort hat sich von ehemals kleinen Handwerksbetrieben und selbstständigen Bauern bis heute zu Industriebetrieben entwickelt. So haben sich zwei Fertighausfirmen sowie eine mechanische Werkstatt und vier Dienstleistungsbetriebe hier angesiedelt. Ferner gibt es eine landwirtschaftlich genutzte Fläche von vier Betrieben, davon zwei im Haupterwerb. Insgesamt sind hier im Ort 129 Arbeitsplätze zu verzeichnen. Die überwiegende Zahl der Arbeitnehmer pendelt in die benachbarten Gebiete (Großraum Siegen, vorderes Hessen). Vorteilhaft erweist sich hier, dass der Ort 14 km von der A45 entfernt und in wenigen Minuten erreicht werden kann. Die günstige Verkehrsanbindung trägt auch zur Belebung der Wanderwege am Rothaarsteig bei, der 7 km durch Hainchen führt.
In Hainichen befindet sich auch die Burg Hainchen, eine "Höhenwasserburg". Sie besteht seit mindestens 1290, dem Jahr, in welchem sie erstmals urkundlich erwähnt wird.
Ein Salchendorf-Portal ist in Planung.
Werthenbach ist im Gegensatz zu anderen Netphener Ortsnamen wie Sohlbach, Beienbach, Grissenbach usw. nicht der ursprüngliche Name, sondern es hieß früher ,,Werthenbrecht". Das Grundwort im heutigen umgeformten Namen Werthenbach war ,,brecht". Es ist dem oft vorkommenden Bergnamen ,,Bracht" gleichzusetzen und findet sich im Rheinischen Schiefergebirge als Bezeichnung für junge Rodeorte wieder.
Die Ersterwähnung Werthenbachs:
1343 überließen die Herren von Bicken ein Gut (Hauberg) den Bewohnern des damaligen Wertinbracht unter der Voraussetzung, daß diese eine jährliche Rente an das Kloster in Keppel zahlten. Die Bickenschen Güter in Wertinbracht im Jahre 1447 brachten den Ertrag von ,,Zehnte 7 Malter Korn, 11 Malter Hafer". Elf Häuser standen 1566 auf Grund und Boden des Klosters Keppel (man nannte so etwas ,,Kirchengut" oder ,,Pfarrgut").
Einige Flurnamen in Werthenbach erinnern noch an ehemaligen Besitz oder Rechte der Grundherren.
Der "Herrenberg" weist auf früher landesherrliches Eigentum hin. Zehntwiese = Pfarrzehnte (Parcente).
Die Haubergsgenossenschaft, mundartlich genannt ,,Kloster", erinnert an den Besitz des Klosters Keppel.
In Werthenbach sollen noch bis 2007 in der Straße "Am Heller" 5 Ferienhäuser entstehen. Trotz des erheblichen Protest von Seiten der Dorfgemeinschaft wurde das Feriendorf im Stadtentwicklungsausschuß der Stadt Netphen am 27.03.2006 beschlossen. Kritiker halten es für ungerecht, dass an der Stelle keine Privathäuser, wohl aber Ferienhäuser entstehen dürfen. Die Ferienhäuser sollen von einer heimischen Fertighausfirma gebaut werden.
1215 werden die Herren von Hain auf Burg Hainchen aufgeführt.
In den Jahren von 1635 bis 1637 wütete die Pest.
Im Jahre 1742 fiel Netphen wie alle anderen Gebiete nördlich der Lahn an den Prinzen Wilhelm Karl Friso von Oranien, Fürst von Diez und Erbe der Vereinigten Niederlande. Somit war das Fürstentum Nassau-Siegen Teil der Niederlande,
Napoleon schlug das Siegerland im Zuge seiner Neuordnung Deutschlands dem Großherzogtum Berg zu. Diese Veränderung wurde allerdings 1813 rückgängig gemacht und Netphen wurde wieder Eigentum der Oranier. 1815 verzichteten diese auf alle deutschen Landesteile und Netphen kam 1816 an Preußen.
Am 1. Januar 1969 entstand im Zuge der kommunalen Neuordnung die Großgemeinde Netphen. Diese erlangte am 30. Juni 1997 mit der Überschreitung der 25.000-Einwohnermarke Stadtstatus. Kurz vor Beginn des neuen Jahrtausends, am 1. Januar 2000 wurde Netphen dann auch offiziell zur Stadt erklärt.
(Stand: Kommunalwahl am 26. September 2004)
Obernautalsperre
Die Obernautalsperre ist mit 15 Mio. m³ die größte Trinkwassertalsperre des Siegerlands. Ein ca. 9,6 km langer Wirtschaftsweg, der komplett um die Talsperre herumführt, lädt zu Wanderungen ein. Sie wird überragt von der Alten Burg, einer Fliehburg und Kultstätte aus der La-Tène-Zeit um 500 vor Christus. Jedes Jahr wird am 31. Dezember dort ein Volkslauf ausgetragen.
Wasserburg Hainchen
Im Ortsteil Hainchen befindet sich die wiederaufgebaute Wasserburg Hainchen.
Wassermühle Nenkersdorf
Die Geschichte der Mühle geht bis in das 12. Jahrhundert zurück. Sie gehörte bis in das 14. Jahrhundert den Schlossherren von Hainchen. Der damalige Schlossherr schenkte sie dann seinem Pächter. Sie ist seitdem über 5 Generationen im Besitz der Familie Weber. Die im Kreis einzigartige Mühle besitzt ein oberschlächtiges Wasserrad mit drei Mahlwerken, je zwei Walzenstühlen und einem Schrotgang. Alle Mahlwerke und der Aufzug für die Getreidesäcke können über Wasserkraft angetrieben werden.
Kohlenmeiler Walpersdorf
Die Köhlerei zur Herstellung von Holzkohle hat im Siegerland aufgrund der Eisenverhüttung eine lange Tradition. In Walpersdorf befinden sich die einzigen noch betriebenen Kohlenmeiler im Siegerland. Verkohlt wird Holz von Eichen, Birken und Buchen. Aus 4 Tonnen Holz wird etwa 1 Tonne Holzkohle hergestellt.
Die Walzen Irle GmbH ist ein Walzenhersteller. Das Traditionsunternehmen kann auf eine über 180-jährige Firmengeschichte zurückblicken und war das erste Unternehmen in Deutschland, das Hartgußwalzen herstellte. Heute gehört Walzen Irle zur Irle-Gruppe und ist eine hundertprozentige Tochter der Irle-Deuz GmbH.
Flender-Flux ist ein im Stadtteil Deuz ansässiges Traditionsunternehmen mit einer 240-jährigen Firmengeschichte, dessen Hauptgeschäft die Herstellung von Metall-Dachsystemen ist.
Bis Ende 1939 wurde die erste Werkshalle in einer Größe von 600 m² erstellt und mit 3 kleinen Drehmaschinen, 1 Bohrmaschine, 1 Handschweißanlage und 5 Montagearbeitsplätzen ausgerüstet. Zu einer Maschinenproduktion kam es vor Kriegsbeginn 1939 nicht.
Die Belegschaft betrug 1939 6 Personen. Sie stieg bis Ende 1945 auf 8 Personen an. Es wurden zunächst Holzbearbeitungsmaschinen wie Brennholzschneidemaschinen, Tischlerkreissägen, Holzbohrmaschinen und Blockbandsägen gebaut. Diese Fertigung wurde 1945, nachdem über 200 Maschinen fertiggestellt waren, eingestellt.
Auf Grund der Verbindung von Herrn Honig, der nach dem 2. Weltkrieg als Konstrukteur und später als Teilhaber in die Firma eintrat, mit seinem früheren Arbeitgeber Fa. Waldrich in Siegen wurde Ende 1945 in Zusammenarbeit mit der Firma Eugen Waldrich, Bad Godesberg, mit der Herstellung von Flachglasbearbeitungsmaschinen begonnen.
Das Programm wurde festgelegt auf Gelenkarmpoliermaschinen, kombinierte Schleif- und Poliermaschinen, Horizontalschleifmaschinen, Glasbohrmaschinen und Rillenschleifmaschinen. Die Fertigung ist etwa 1965 nach der Erfüllung des Nachholbedarfs der Glasindustrie langsam eingestellt worden.
Für den Güterverkehr existierte noch eine Eisenbahnstrecke, welche in früheren Jahren von Irmgarteichen nach Siegen-Weidenau verlief. Die Eisenbahnstrecke wurde 2004 stillgelegt. Es besteht nur noch ein Werksverkehr zwischen den Werken von Walzen Irle. Ansonsten wird der Öffentliche Personennahverkehr durch Linienbusse der VGWS abgewickelt. Über das Stadtgebiet verläuft im Nordosten ein kurzes Stück der Rothaarbahn, allerdings ohne einen Haltepunkt.
Nach Netphen führte die von der Netphener Omnibusgesellschaft am 18. März 1895 eröffnete erste Omnibuslinie der Welt mit einem benzinbetriebenen Omnibus.
An den internationalen Luftverkehr ist der Ort über den Siegerlandflughafen in der Gemeinde Burbach südwestlich von Netphen angeschlossen.