Der Logische Positivismus, auch Logischer Empirismus oder Neopositivismus genannt, ist eine veraltete Position der Wissenschaftstheorie. Zu seinen Begründern zählen insbesondere Rudolf Carnap, Hans Reichenbach, Herbert Feigl u.a. Der Wiener Kreis und seine Mitglieder spielten eine maßgebliche Rolle bei der Formulierung des positivistischen Programms.
Der Positivismus Auguste Comtes gilt als Vorläufer des Logischen Positivismus.
Die Positivisten verlangten, dass alle bedeutungsvollen Aussagen der Wissenschaft auf Beobachtungen zurückführbar sein müssten. Wissenschaftliche Theorien sind axiomatische Systeme bestehend aus Propositionen, die entweder durch Beobachtungen verifiziert werden oder logisch auf Beobachtungsaussagen bzw. Protokollsätze reduziert werden können. All solche Aussagen, die nicht dermaßen reduzierbar sind, sind bedeutungslos.
Karl Popper, der in einem gespannten Verhältnis zum Wiener Kreis stand, kritisierte das Verifikationskriterium als unzulänglich und setzte dem das Falsifikationskriterium entgegen. Nach Poppers Resumé in seiner berühmten Polemik "Wider die großen Worte" wurde diese Kritik von den überlebenden Mitgliedern des Wiener Kreises später weitgehend akzeptiert. Popper zitiert John Passmore: "Der Positivimus ist so tot, wie eine philosophische Bewegung es überhaupt nur sein kann."
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