Mit dem Begriff Neonatologie (v. griech. νέος „neu“ und lat. natus „geboren“) bezeichnet man
Die Neonatologie ist anerkannter Schwerpunkt der Pädiatrie mit eigener Schwerpunktbezeichnung (Neonatologe) für entsprechend weitergebildete Ärzte. Sie befasst sich mit den speziellen Problemen und deren Behandlung von Frühgeborenen und kranken Neugeborenen. In den letzten Jahrzehnten hat die Medizin im Bereich der Neonatologie immense Fortschritte gemacht. Bessere Medikamente, die die Lungenreifung beschleunigen, bessere Beatmungsgeräte, und Überwachungsgeräte für Herzaktionen (EKG), Sauerstoff/Kohlendioxidaustausch (Kapnoden), Sauerstoffsättigungsmesser sind vorhanden. Röntgenuntersuchungen sind nach wie vor häufig nötig, können aber heute oft auch durch Sonographie ersetzt werden. Die Lebensfähigkeit von Frühgeburten beginnt in der 23. Schwangerschaftswoche, wenn die Neugeborenen ein Geburtsgewicht von etwa 500 Gramm haben. In Deutschland liegt ab der vollendeten 24. Woche die Überlebenschance bei 50:50. In den darauffolgenden Lebenswochen erhöht sich die Überlebenschance rapide, in der 28. Woche liegt sie bereits bei über 90 Prozent. Durch die verbesserte perinatale Versorgung von kranken Neugeborenen ist heute auch die Säuglingssterblichkeit in Mitteleuropa deutlich niedriger. In Zahlen ausgedrückt: In Österreich fiel die Säuglingssterblichkeit von 1.303 Todesopfern im Jahr 1980 auf 343 im Jahr 2003.
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