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Neomycin
 

Neomycin ist ein Breitband-Antibiotikum aus der Gruppe der Aminoglykoside gegen gram-positive, vor allem aber gram-negative Bakterien. Man unterscheidet Neomycin A, B (auch Framycetin genannt) und C. Die CAS-Nummer ist 1404-04-2.

Wirkungsmechanismus


Neomycin wurde erstmals 1949 vom amerikanischen Mikrobiologen Selman Waksman aus Streptomyces fradiae isoliert. Es blockiert die Proteinsynthese empfindlicher Bakterien. Es besteht eine komplette Kreuzresistenz mit Kanamycin, eine teilweise auch mit Gentamicin.

Einsatzgebiete und Präparate


Humanmedizin

Neomycin wird vor allem lokal bei Haut- und Schleimhautinfektionen, Wunden und Verbrennungen angewendet. Neben der Verwendung in Monopräparaten (Myacyne®, Uro-Nebacetin®, Vagicillin®) kommt es in zahlreichen Kombinationspräparaten vor.

Veterinärmedizin

Neben der Behandlung von Hauterkrankungen, Mastitis und Augeninfektionen wird Neomycin bei Haustieren auch zur Behandlung von Erkrankungen des Magen-Darm-Kanals angewendet, da es im Darm nur zu etwa 3 % resorbiert wird.

Kontraindikationen und Nebenwirkungen


Neomycin ist relativ toxisch und darf nicht bei Neomycin-empfindlichen Patienten sowie bei größeren Wunden angewendet werden. Eine Kombination mit anderen Aminoglykosid- und neurotoxischen Antibiotika ist ebenfalls zu vermeiden.

Bei oberflächlicher Anwendung können (selten) allergische Reaktionen auftreten. Die systemische (orale) Gabe (z. B. bei Harnwegsinfektionen) ist nur unter strenger ärztlicher Kontrolle durchzuführen, da Neomycin stark schädigend auf das Zentralnervensystem und das Ohr (neuro- und ototoxisch) wirkt.

Chemische Verbindung | Antibiotikum

Neomycin | Néomycine | Neomycyna | นีโอมัยซิน | Neomisin

 

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