Neokeynesianismus ist eine Theorie der Wirtschaftswissenschaften, die eine Weiterentwicklung von Keynes und Keynesianismus darstellt.
Als Antwort auf die Kritik am Keynesianismus und als Reaktion auf die Erfahrungen der Wirtschaftskrise der 1970er Jahre entwickelte sich in den 1980er Jahren der Neokeynesianismus oder Neue Keynesianismus, der deutlich von der ursprünglichen Theorie zu trennen ist. Dessen Theorien akzeptieren, dass langfristig angebotsseitige Faktoren entscheidend sind, die mit neoklassischen Theorien erklärt werden können. Kurzfristige Schwankungen werden jedoch von der Nachfrageseite bestimmt und können mit der keynesianischen Theorie erklärt werden.
Eng damit verbunden ist John Richard Hicks, der mit dem von ihm entwickelten IS/LM-Modell dazu beitrug, die Theorien von Keynes populär zu machen. Dabei wird die keynesianische Theorie auf eine kurzfristige Theorie zur Bestimmung des Gleichgewichtseinkommen reduziert. Ganz entscheidende Erkenntnisse, wie der Einfluss schwankender und unsicherer Erwartungen verschwinden aus Keynes' Theorie. Hicks: „So the General Theory of Employment is the Economics of Depression“. („Somit ist die General Theory der Beschäftigung eine Ökonomie der Depression“.)
Während in Deutschland nach wie vor eine „rein“ neoklassische Theorie vorherrschend ist, sind neukeynesianische Ansätze im angelsächsischen Raum weitgehend akzeptiert. Somit sind auch in der aktuellen Wirtschaftspolitik dieser Länder vermehrt keynesianische Handlungsweisen zu erkennen, beispielsweise durch staatliches deficit spending oder sehr niedrige Zinsen.
Wirtschaftstheorie | Keynesianismus | Politischer Begriff | Staatsphilosophie
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"Neokeynesianismus".
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