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Neodymium
 

Eigenschaften
-

*4f46s2
142
60
Nd
Periodensystem
Praseodym - Neodym - Promethium
-
Nd
U  
 
 

- Allgemein
- Name, Symbol, Ordnungszahl Neodym, Nd, 60
- Serie Lanthanide
- Gruppe, Periode, Block La, 6, f
- Dichte, Mohshärte 6800 kg/m3, k. A.
- Aussehen silbrig weiß,
gelblicher Farbton
- Atomar
- Atommasse 144,24(3)
- Atomradius (berechnet) 185 (206) pm
- Kovalenter Radius 164 pm
- van der Waals-Radius -
- Elektronenkonfiguration href="http://articles.gourt.com/de/Xenon">Xe4f46s2
- Elektronen pro Energieniveau 2, 8, 18, 22, 8, 2
- Oxidationszustände (Oxide) 3 (leicht basisch)
- Normalpotential -2,431 V (Nd3+ + 3e- → Nd)
- Kristallstruktur Hexagonal
- Physikalisch
- Aggregatzustand fest
- Magnetismus -
- Schmelzpunkt 1297 K (1024 °C)
- Siedepunkt 3373 K (3100 °C)
- Molares Volumen 20,59 · 10-6 m3/mol
- Verdampfungswärme 273 kJ/mol
- Schmelzwärme 7,14 kJ/mol
- Dampfdruck 6,03 · 10-3 Pa bei 2890 K
- Schallgeschwindigkeit 2330 m/s bei 293,15 K
- Verschiedenes
- Elektronegativität 1,14 (Pauling-Skala)
- Spezifische Wärmekapazität 190 J/(kg · K)
- Elektrische Leitfähigkeit 1,57 · 106 S/m
- Wärmeleitfähigkeit 16,5 W/(m · K)
- 1. Ionisierungsenergie 533,1 kJ/mol
- 2. Ionisierungsenergie 1040 kJ/mol
- 3. Ionisierungsenergie 2130 kJ/mol
- 4. Ionisierungsenergie 3900 kJ/mol
- Isotope
-
Isotop NH t1/2 ZM ZE MeV ZP
-
140Nd {syn.} 3,37 d ε 0,222 140Pr
-
141Nd {syn.} 2,49 h ε 1,823 141Pr
-
142Nd 27,13 142Nd ist stabil mit 82 Neutronen
-
143Nd 12,18 143Nd ist stabil mit 83 Neutronen
-
144Nd 23,8 2,29 · 1015 a α 1,905 140Ce
-
145Nd 8,3 145Nd ist stabil mit 85 Neutronen
-
146Nd 17,19 146Nd ist stabil mit 86 Neutronen
-
147Nd {syn.} 10,98 d β- 0,896 147Pm
-
148Nd 5,76 148Nd ist stabil mit 88 Neutronen
-
149Nd {syn.} 1,728 h β- 1,691 149Pm
-
150Nd 5,64 1,1 · 1019 a β-β- 3,367 150Sm

- NMR-Eigenschaften
-
143Nd 145Nd
-
Kernspin -7/2 -7/2
-
gamma / rad/T 1,455 · 107 8,949 · 106
-
Empfindlichkeit 0,00338 0,000786
-
Larmorfrequenz bei B = 4,7T 10,9 MHz 6,69 MHz

- Soweit möglich und gebräuchlich, werden SI-Einheiten verwendet.
Wenn nicht anders vermerkt,
gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen.

Neodym (Nomenklaturempfehlung war zeitweise: Neodymium) ist ein chemisches Element im Periodensystem der Elemente mit dem Symbol Nd und der Ordnungszahl 60.

Geschichte


Neodym wurde zusammen mit Praseodym 1885 durch Carl F. Auer von Welsbach aus dem von Carl Gustav Mosander entdecktem Didym isoliert. Reines metallisches Neodym wurde erst 1925 dargestellt. Die Elementbezeichnung leitet sich von den griechischen Worten neos für „neu“ und didymos für „Zwilling“ ab.

Vorkommen


Neodym kommt natürlich nur in chemischen Verbindungen vergesellschaftet mit anderen Lanthaniden, vorzugsweise Mineralien, vor:

  • Monazit (Ce, La, Th, Nd, Y)PO4
  • Bastnäsit ((Ce,La,Th,Nd,Y)(CO3)F)

Mischmetall enthält bis zu 18 % Neodym.

Ein wichtiger Lieferant von Neodym ist China. Nachdem die Patente zu gesinterten Permanentmagneten auf Neodymbasis auslaufen, wird derzeit der Markt von billigen Magneten aus China überschwemmt.

Gewinnung und Darstellung


Nach einer aufwendigen Abtrennung der anderen Neodymbegleiter wird das Oxid mit Fluorwasserstoff zum Neodymfluorid umgesetzt. Anschließend wird mit Calcium unter Bildung von Calciumfluorid zum Neodym reduziert. Abtrennung verbleibender Calciumreste und Verunreinigungen erfolgen in einer zusätzlichen Umschmelzung im Vakuum.

Die Herstellung durch Elektrolyse von Neodymhalogenen wird heute selten angewandt.

Eigenschaften


Neodym_1.jpg

Das silbrigweiß glänzende Metall gehört zu den Lanthanoiden und Metallen der seltenen Erden. Es ist in Luft etwas korrosionsbeständiger als Europium, Lanthan, Cer oder Praseodym, bildet aber leicht eine rosaviolette Oxidschicht aus, die an Luft abblättert. In der Wärme verbrennt es zum Sesquioxid Nd2O3.
Mit Wasser reagiert es unter Bildung von Wasserstoff zum Neodymhydroxid Nd(OH)3. Mit Wasserstoff setzt es sich zum Hydrid NdH2 um.

Verwendung


  • Neodym-Eisen-Borverbindungen zur Herstellung stärkster Magnete. Sie werden genutzt für Kernspintomographen, Mikromotore und Festplatten (Positionierung der Schreib-/Leseköpfe), Dauermagnet-Rotoren (z. B. Schritt- und Servomotoren), hochwertige Lautsprecher. Gegenüber den Kobalt-Samarium-Magneten sind sie wesentlich preiswerter.
  • Neodymsalze zum Färben von Email
  • Blaue Porzellanfarbe
  • Neodymoxid zur Glasfärbung
    Es erzeugt sehr warme violette bis weinrote und graue Töne. Solche Gläser besitzen scharfe Absorptionsbanden und werden in der Astronomie zum Kalibrieren benutzt.
  • Entfärben von eisenhaltigem Glas.
  • UV-absorbierende Gläser (Sonnenschutzglas)
  • Bestandteil des YAG-Laser
  • Neodymoxiddotiertes Bariumtitanat für Kondensator-Dielektrikum.
  • wegen seiner pyrophoren Eigenschaften auch als Legierungspartner mit Cer in Feuersteinen

Verbindungen


  • Neodymoxid Nd2O3
  • Neodymacetat Nd(C2H3O2)3
  • Neodymfluorid NdF3

Sonstige Stoffe


NeodymEisenBor (Nd2Fe14B) ist z.Z. der stärkste Werkstoff für Dauermagnete. Sie erreichen eine Remanenz von bis zu 1,4 Tesla. Die Koerzitivfeldstärke jHc schwankt im Bereich von 870 bis 2750 kA/m .

Isotope


Abbildungen


*

Weblinks


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