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Die Nemanjiden waren von 1167-1371 die serbische Herrscherdynastie. Begründer war Stefan Nemanja (1185-1199). Anfänglich noch zwischen katholischem und orthodoxen Ritus schwankend, setzte sich mit Sava von Serbien die Orientierung nach Konstantinopel und der orthodoxe Ritus endgültig durch. Stefan Uroš II. Milutin (1282-1321) führte das byzantinische Hofzeremoniell ein. Unter Zar Stefan Uroš IV. Dušan (1332-1355) erlangte der mittelalterliche serbische Staat eine überragende Stellung auf der Balkanhalbinsel. Sein Gestzbuch, Zakonik, von 1349 basiert auf griechischen Vorlagen.
Als den Trägern der serbischen Kultur kommt den Nemanjiden eine überragende historische Bedeutung zu. Zahlreiche prächtige Mausoleen im byzantinischen und byzantinisch-romanischen Stil führten zur Herausbildung einer eigenen kirchlichen Architektur (Serbisch-byzantinischer Stil), der sich durch romanische und gotische Einflüsse (Kloster Dečani) von den byzantinischen Vorbildern deutlich unterscheidet (Raška-Schule). Mit der stärkeren Orientierung nach Osten erlebte die Palaiologische Renaissance unter Stefan Uroš II. Milutin ihren Höhepunkt in der Klosterkirche Gračanica.
In der Nachfolge der Nemanjiden sahen sich auch die Dynastien der Lazarević und Branković, unter denen die Morava-Schule zur Blüte gelangte, die den Abschluss der mittelalterlichen serbischen Kunst bildet.
Liste der Nemanjiden
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