| Nelken | ||||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| : | Nelkenartige (Caryophyllales) |
| : | Nelkengewächse (Caryophyllaceae) |
| : | Caryophylloideae |
| : | Caryophylleae |
| : | Nelken |
Die Blütenpracht der Nelken hat Carl von Linné im botanischen Namen Dianthus, d.h. Zeus-Blume (griechisch: dios anthos) festgehalten.
Es handelt sich um mehrjährige, selten einjährige krautige Pflanzen. Typisch für alle Nelkengewächse ist die dichasiale Verzweigung. Sie haben schmale Laubblätter.
Die zwittrigen Blüten sind fünfzählig. Der Kelch ist röhrenförmig, fünfzähnig und am Grunde umgeben von zwei, vier oder sechs breiten Schuppen oder Deckblättern. Die Blütenhüllblätter sind gewöhnlich gekerbt oder zerschlitzt und haben mitunter mit einem Bart (Nebenkrone). Die Blüte besitzt zehn Staubblätter und zwei Griffel. Die Kapselfrucht ist gestielt und im Kelche stehend und an der Spitze sich in vier Zähnen oder kurzen Klappen öffnend.
Dianthus plumarius0.jpg (D. plumarius)]]
Das Verbreitungsgebiet umfasst Europa und Asien, mit wenigen südafrikanischen Arten.
Nelken begleiten den Menschen seit alter Zeit. Medizinische Anwendung bei Magenverstimmung und Fieber. Nelkenduft wurde für Essig, Bier, Wein, Saucen und Salate verwendet, Blüten kandiert.
Heute finden sie hauptsächlich als Zierpflanzen Verwendung. Der weltweit größte Produzent Nelken als Schnittblumen ist Kolumbien.
The Temple of Flora, Carnations.jpg aus The Temple of Flora (1797-1810).]]
Im Mittelalter war die Nelke ein Symbol für die Gottesmutter Maria.
Die rote Nelke (Mainelke) ist heute ein Symbol der Arbeiterbewegung. Viele sozialistische Parteien auf der ganzen Welt verwenden sie in ihrem Logo, sie erhielt ihr politisches Image als Arbeiterblume auf dem Internationalen Sozialistenkongress, der 1889 in Paris tagte. Dort beschloss man, den 1. Mai in allen Ländern als Kampftag zu feiern.
Zitat aus Horst Heimann im "Vorwärts": Es ist der erste Mai 1890. Das Sozialistengesetz ist noch in Kraft. Der spätere sozialdemokratische Reichstagspräsident Paul Löbe schildert, wie er als 15-jähriger Lehrling seinen 1. Mai erlebte: Das Versammlungsverbot umging man durch den „gemeinsamen Ausflug in benachbarte Gartenlokale“. Da keine Fahnen mitgeführt werden durften, galt die rote Nelke im Knopfloch als Zeichen der Gleichgesinnten. Damit folgten die Arbeiter einem Aufruf der 2. Internationale. Auf ihrem Gründungskongress im Juli 1889 in Paris hatte sie beschlossen, am 1. Mai 1890 sollen „gleichzeitig in allen Ländern und in allen Städten die Arbeiter“ in einer „großen internationalen Manifestation“ für ihre Rechte, vor allem für den Achtstundentag, eintreten.
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