Als Negritos (span. Verkleinerungsform von negro, vgl. „Neger“) werden mehrere dunkelhäutige, kleinwüchsige und kraushaarige Völker in den Regenwäldern von Süd- und Südostasien bezeichnet. Sie haben einige äußerliche Merkmale gemeinsam, so eine sehr dunkle Hautfarbe, krauses Haar und eine geringe Körpergröße (etwa 1,40 bis 1,55 m).
Einigen Ethnologen gelten sie als Reste der Urbevölkerung. Den Bewohnern Schwarzafrikas sind sie trotz ihrer geringen Größe so ähnlich, dass man sie früher zur negroiden Großrasse zählte; heute dagegen tut man das nicht mehr, da das Konstrukt der Großrassen in Verruf geraten ist.
Die traditionelle Bezeichnung "Negrito" - die der philippinischen Insel Negros den Namen gegeben hat - wird heute vielfach als hochmütig empfunden und abgelehnt. Jedoch ist die Achtung der Rechte indigener Urvölker durch regionale Bevölkerungsmehrheiten im Zunehmen, etwa in Thailand, teilweise auch in Indien und Indonesien.
Traditionellerweise werden folgende Ethnien als "Negritos" bezeichnet:
Негрито | Negrito | Negrito | Negritot | נגריטו | ネグリト | Negrito | Negritoer | Negrito (povo) | Negrito