| Wappen | Karte |
|---|---|
| Wappen Neckarsulm.svg | Karte_neckarsulm_in_deutschland.png |
| Basisdaten | |
| Bundesland: | Baden-Württemberg |
| Regierungsbezirk: | Stuttgart |
| Regionalverband: | Heilbronn-Franken |
| Landkreis: | Heilbronn |
| Gemeindeart: | Große Kreisstadt |
| Geografische Lage: | |
| Höhe: | 180 m ü. NN |
| Fläche: | 24,94 km² |
| Einwohner: | 27.429 (Stand: 30. Sep. 2005) |
| Bevölkerungsdichte: | 1.100 Einwohner je km² |
| Ausländeranteil: | 22,3 % |
| Postleitzahlen: | 74148-74172 (alt: 7107) |
| Vorwahl: | 07132 |
| Kfz-Kennzeichen: | HN |
| Gemeindeschlüssel: | 08 1 25 065 |
| Stadtgliederung: | Kernstadt und 3 Stadtteile |
| Adresse der Stadtverwaltung: | Marktstr. 18 74172 Neckarsulm |
| Website: | www.neckarsulm.de |
| E-Mail-Adresse: | info-stadt@neckarsulm.de |
| Politik | |
| Oberbürgermeister: | Volker Blust |
| Lage der Stadt Neckarsulm im Landkreis Heilbronn | |
| Neckarsulm in HN.png | |
| NSU Panorama1.JPG |
In der Kernstadt unterscheidet man teilweise noch Wohngebiete mit eigenem Namen, deren Grenzen jedoch meist nicht festgelegt sind. Hierzu gehört z.B. Neuberg, Südstadt.
Archäologische Funde deuten jedoch auf mehrere Siedlungskerne im Bereich der heutigen Stadt bereits in der Mitte des 6. Jahrtausends vor unserer Zeitrechnung (Jungsteinzeit) hin.
Zunächst im Besitz der Staufer, kam der Ort noch vor 1200 als Lehen an die Herren von Weinsberg, die auch die Burganlage auf dem Scheuerberg errichteten. Um 1212 hielt ein Engelhard von Weinsberg unter Ulmen von Sulm Gericht. Auch die Anfänge des Stadtschlosses reichen ins 13. Jahrhundert, möglicherweise bis ins 12. Jahrhundert zurück.
Anfang des 14. Jahrhunderts erhielt der Ort Stadt- und Marktrecht, ebenfalls aus dieser Zeit stammt wohl die Stadtmauer mit mindestens zehn Türmen.
1335 verkauften die Herren von Weinsberg unter anderem Neckarsulm an das Erzstift Mainz, welches den Ort jedoch Mitte des 15. Jahrhunderts bis 1483 an die Herren von Sickingen verpfändete. Um etwa 1400 errichteten die Mainzer Herren eine Münzstätte. Ende des 15. Jahrhunderts wurde die Kapelle im Gewann Steinach – der Vorgängerbau der Frauenkirche (später Wallfahrtskirche) beim alten Friedhof – erbaut.
| Neckarsulm_KolpingStr.JPG |
| Neckarsulm_LoewenBrunnen01.JPG |
Im Bauernkrieg 1525 zerstörten aufgebrachte Bauern – vor allem wegen ihrer unerträglichen Lebensbedingungen – den Verwaltungssitz des Deutschordensamtmanns, die Burg auf dem Scheuerberg. Diese ist danach nicht mehr aufgebaut worden – der Verwaltungssitz des Deutschordens wurde in das damals ebenfalls zerstörte, aber dann wieder hergestellte Stadtschloss verlegt. Als Strafe dafür, dass Neckarsulm den Bauern Unterstützung gewährt hatte, wurde die Stadtbefestigung geschleift, aber im Laufe des 16. Jahrhunderts wieder errichtet.
Ab 1538 fanden im Stadtschloss verschiedene Ordensversammlungen statt, in denen wichtige Ordensfragen geregelt wurden. In dieser Zeit wurden auch das Rathaus (1544), die Große Kelter (1567) und der Vorgängerbau der heutigen Stadtpfarrkirche (1575) gebaut. Die Stadt wurde 1552 zeitweise durch Herzog Christoph von Württemberg besetzt.
Während des Dreißigjährigen Krieges (1618–1648) musste die Bevölkerung mehrfach wechselnde militärische Besatzungen und eine Pestepidemie mit über 500 Toten über sich ergehen lassen. In diese Zeit fällt auch die Schlacht bei Wimpfen (1622). Erst 1649 ziehen die letzten Truppen ab.
Im Laufe des 17. Jahrhundert setzt sich für die bisher stets „Sulm“, „Solme“, „Sulmana“ oder auch „Villa Sulmana“ genannte Stadt allmählich der uns heute geläufige Name "Neckarsulm" durch. Vor den Toren südlich der Stadt entstanden in den Jahren 1660–1666 die Klosterkirche und das Kapuzinerkloster, in dem heute das Polizeirevier untergebracht ist. 1668 wurde die Wallfahrtskirche auf dem Steinach erweitert.
Anfang des 18. Jahrhunderts hatte Neckarsulm im Zuge der Erbfolgekriege erneut unter Besetzungen zu leiden. In dieses Jahrhundert fiel auch der Bau der neuen Stadtkirche St. Dionysius (1706-1710), des Kirchturms der Stadtkirche (1757) und des heutigen alten Rathauses (1782). Der Baumeister des Kirchturms und des Rathauses war Franz Häffele (1701-1785), der auch zahlreiche Kirchen in der Umgebung, so zum Beispiel die Kirche St. Remigius im späteren Stadtteil Dahenfeld, gebaut hat.
Nach den napoleonischen Kriegen kam Neckarsulm aufgrund des Reichsdeputationshauptschlusses 1805/1806 an das Königreich Württemberg und war von da an württembergische Oberamtsstadt. Noch heute künden das Stadtwappen mit dem schwarzen Kreuz auf weißem Grund und die Stadtfarben schwarz-weiß von der über 300 Jahre dauernden Zugehörigkeit zum Deutschen Orden.
Im Laufe des 19. Jahrhunderts nahm die Bevölkerung der Stadt allmählich zu. Um der wachsenden Stadt Raum zu geben, wurde die Stadtbefestigung nach und nach entfernt, so 1816 das obere (Heilbronner) Tor und 1846 das untere (Kochendorfer) Tor. 1847 wurde das Oberamtsgerichts im Klostergarten gebaut. Dort befinden sich heute das Notariat, das Grundbuchamt und das Stadtarchiv.
War Neckarsulm bisher eine eher ländliche, von Landwirtschaft und Weinbau geprägte Stadt gewesen – 1834 wurde hier der Weinbauverein und 1855 die älteste Weinbaugenossenschaft des Landes gegründet – entwickelte sie sich, auch begünstigt durch den 1866 erfolgten Anschluss an die Eisenbahnstrecke Heilbronn-Jagstfeld und die günstige Lage am Neckar, am Ende des 19. Jahrhunderts mehr und mehr zur Industriestadt. Dazu trug auch die Anlegung des Neckarhafens (1870), die Eröffnung der Schiffswerft von Franz Bauhardt (1873) und die Kettendampfschifffahrt auf dem Neckar (ab 1877) bei. So wurden in Neckarsulm zwischen 1880 und 1900 22 eiserne Fluss-Schiffe gebaut.
Den größten Anteil an der Industrialisierung hatte aber die 1880 von Riedlingen an der Donau nach Neckarsulm verlegte Strickmaschinenfabrik von Christian Schmidt (1844-1884). Aus ihr entstanden die Neckarsulmer Fahrradwerke, unter deren späterem weltbekannten Firmennamen NSU Fahrräder, Motorräder und Autos produziert wurden. Die Firma NSU ging später in den heutigen Audi-Werken auf und wird für längere Zeit den entscheidenden Wirtschaftsfaktor für Neckarsulm bilden.
Als weitere Firmen folgten die Holzhandlung Knapp, das Dampfsägewerk Hespeler und die Werkzeugfabrik Baldauf (1898) sowie Anfang des 20. Jahrhunderts die Firmen Spohn (Juteverarbeitung, 1903) und die Deutschen Ölfeuerungswerke aus Heilbronn, die spätere Firma Kolbenschmidt (1917). Im Kriegsjahr 1917 wurde die „Heimstättengenossenschaft Neckarsulm“ gegründet, um finanziell tragbare Eigenheime und Mietwohnungen zu bauen. Die ersten Bauten wurden im selben Jahr auf der Viktorshöhe errichtet.
Anfang des 20. Jahrhunderts wurde die Stadt an das Telefon- und Gasnetz angeschlossen, und es wurden Hauswasserleitungen eingerichtet. Seit 1913 wurde die Stadt mit Elektrizität versorgt, und 1925 wurde der Abschnitt Neckarsulm–Kochendorf des Neckarkanals eingeweiht.
Durch den Zuzug auswärtiger Arbeiter veränderte sich die Struktur der bis dahin traditionell katholisch geprägten Stadt – eine Ortsgruppe der SPD entstand 1898 – und die protestantische Gemeinde wuchs seit der Mitte des Jahrhunderts stetig an.
1938 wird das Oberamt Neckarsulm aufgelöst und dessen Gebiet dem Landkreis Heilbronn eingegliedert.
Ab 1. Mai 1953 wurde im Amorbacher Feld, nordöstlich der Altstadt an der Landstraße nach Neuenstadt am Kocher, eine Bundesmustersiedlung gebaut. Dieser neue Stadtteil Amorbach, der vor allem Vertriebenen eine neue Heimat bot, wurde am 24. September 1955 eingeweiht. Auch um die Kernstadt selbst entstanden weitere Wohngebiete, so etwa Neuberg (ab 1960), Ahornweg (ab 1966) und Linkental (ab 1958).
Im Rahmen der Gebietsreform der 1970er Jahre schlossen sich am 1. Mai 1971 die Gemeinde Dahenfeld und am 1. Mai 1972 die Gemeinde Obereisesheim der Stadt Neckarsulm an. Dadurch überschritt die Einwohnerzahl die 20.000-Grenze. Danach stellte die Stadtverwaltung den Antrag auf Erhebung zur Großen Kreisstadt, was die baden-württembergische Landesregierung dann mit Wirkung vom 1. Januar 1973 beschloss. Erster Oberbürgermeister von Neckarsulm war Dr. Erhard Klotz.
In den Jahren 1973-1976 erfolgte die Hochwasserfreimachung der Sulm, bei der eine 2,5 km lange Dole nördlich der Stadt unter den Fahrzeugwerken und dem Kanal in den Neckar gebaut wurde. Diese Maßnahme trug unter anderem zum Erhalt der etwa 12.000 Arbeitsplätze der Audi-Werke bei, denn durch die Energiekrise und die Krise der Autowirtschaft drohte 1975 die Schließung des Audi-NSU Werkes, die aber abgewendet werden konnte. In diese Zeit fiel auch die Einweihung des Deutschordensplatzes und des Parkwohnheimes St. Vinzenz im Stadtpark, beides nördlich der Altstadt.
KolbenSchmidt NSU.jpg Seit 1976 wurden die Wohngebiete vor allem durch Bautätigkeit in den Stadtteilen Südstadt, Obereisesheim und Dahenfeld (Im Grund) und auf dem Neuberg (Erweiterung III und IV) vergrößert. Das Gemeinschafts- und Veranstaltungszentrum Ballei wurde 1979 eingeweiht. 1981 erfolgte der Umbau des ehemaligen NSU-Kasinos (westlich der Altstadt, in der Nähe des Christian-Schmidt-Platzes) für kulturelle Zwecke. Dort fanden die Stadtbücherei, die Volkshochschule und ein Jugendzentrum eine Unterkunft. Das alte Rathaus (von 1782 im Rokokostil) wurde 1983–1985 durch einen modernen Anbau erweitert. Im Jahre 1990 wurde unter anderem mit der Erschließung des Gewerbegebiets Süd und der Bebauung nördlich der Ballei begonnen. Dabei wurde die Ziegelhütte zur Sozialstation umgebaut und die Musikschule neu gebaut. Im selben Jahr wurde auch das Freizeit- und Spaßbad AQUAtoll eröffnet.
In der Zeit der Wirtschaftskrise 1992-1996 gingen vor allem bei Audi und Kolbenschmidt Tausende von Arbeitsplätzen verloren.
1994 wurde die Bebauung des Gebiets nördlich der Ballei mit der Einweihung der Musikschule abgeschlossen. Zur Vorbereitung des neuen Gewerbegebiets Stiftsbergstraße wurden die Kasernen – 1992 hatten die letzten US-Soldaten die Kaserne verlassen – zum Teil abgebrochen. Der Ausbau des Stadtteils Amorbach II erfolgte 1991 bis 1997. Voraussetzung war eine Erweiterung der Gemarkungsfläche in Richtung Osten, welche durch den Tausch von ca. 51 ha Fläche mit Oedheim erreicht werden konnte – die Gemeinde Oedheim erhielt dafür ein gleich großes Gebiet der Dahenfelder Markung, sowie 13 Mio. DM. In Amorbach II wurden verstärkt Solarenergie-Anlagen eingesetzt, so zum Beispiel in der biosolaren Wohnanlage Eugen-Bolz-Straße sowie beim Bau eines Langzeit-Erdsondenwärmespeichers.
AudiForum_NSU.jpg (Kundendienst- Zentrum), 1. Juni 2005 eröffnet]] Die Erschließung des gemeinsamen Gewerbegebietes Straßenäcker (zusammen mit Erlenbach) begann 1995. Weitere neue Gewerbegebiete wurden erschlossen: der sogenannte Trendpark (1995) mit dem Bau des 1997–1999 entstandenen „gläsernen Büroturms“ der Firmen TDS AG und dsb AG und das Gewerbegebiet Stiftsbergstraße (1995) mit dem Neubau der Firma Lidl & Schwarz (heute Lidl Stiftung & Co. KG). 1997 wurde das moderne Kino Europlex südlich der Altstadt eröffnet und die Südtangente gebaut. Im Stadtteil Amorbach wurde 2000 mit der Erschließung des 2. Bauabschnitts im Gebiet Amorbach II begonnen.
Zahlreiche Firmen hatten sich 2001-2005 in den neuen Gewerbegebieten Trendpark, Stiftsbergstraße und Straßenäcker niedergelassen. Im 2001 angelegten Gewerbegebiet Trendpark Süd ließ sich 2004 die Firma Bechtle AG nieder. Das 1998 beschlossene Revitalisierungs-Konzept für die Innenstadt wurde insbesondere mit folgenden Schritten umgesetzt: die Rathauserweiterung (2002), der Neubau der Stadtbücherei (heute Mediathek genannt – die Neu-Eröffnung war im Juli 2004), die Neugestaltung der Markstraße als Fußgängerzone (2004 / 2005 - die Einweihung war am 30. April 2005) und die Freilegung von Fachwerk-Fassaden. Im September 2005 wurde der Neubau der Volkshochschule (mit Parkhaus) an der Seestraße eröffnet.
Mit rund 27.500 Einwohnern ist Neckarsulm heute als größte Stadt im Landkreis Heilbronn eine wirtschaftlich bedeutende Stadt, die neben den Firmen Audi AG, Kolbenschmidt Pierburg AG, Lidl Stiftung & Co. KG, Kaufland Stiftung & Co. KG, TDS AG und Bechtle AG zahlreiche Mittel- und Kleinbetriebe beherbergt und sich als Standort für zukunftsträchtige Produktionsbereiche und Dienstleistungen versteht.
Quelle (Abschnitt Stadtgeschichte): Aufzeichnungen und Mitteilungen der Leiterin des Stadtarchivs Neckarsulm: Frau Dipl.-Archivarin (FH) Barbara Löslein M.A.
| Jahr | Einwohner |
|---|---|
| 1527 | ca. 1.000 |
| 1635 | ca. 1.400 |
| 1756 | 1.544 |
| 1810 | 2.050 |
| 1849 | 2.576 |
| 1. Dezember 1871 | 2.576 |
| 1. Dezember 1880 ¹ | 2.845 |
| 1. Dezember 1890 ¹ | 3.011 |
| 1. Dezember 1900 ¹ | 3.707 |
| 1. Dezember 1910 ¹ | 5.170 |
| 16. Juni 1925 ¹ | 6.692 |
| 16. Juni 1933 ¹ | 7.035 |
| Jahr | Einwohner |
|---|---|
| 17. Mai 1939 ¹ | 8.593 |
| Dezember 1945 | 7.559 |
| 13. September 1950 ¹ | 9.319 |
| 6. Juni 1961 ¹ | 15.299 |
| 27. Mai 1970 ¹ | 18.517 |
| 31. Dezember 1975 | 20.112 |
| 31. Dezember 1980 | 21.871 |
| 27. Mai 1987 ¹ | 21.534 |
| 31. Dezember 1990 | 22.690 |
| 31. Dezember 1995 | 25.788 |
| 31. Dezember 2000 | 27.408 |
| 30. September 2005 | 27.429 |
| Neckarsulm StDionysiusPieta.JPG in der Stadtpfarrkirche St. Dionysius]] | Neckarsulm_StDionysius_ilCerano.JPG in St. Dionysius]] |
Im 19. Jahrhundert zogen auch Protestanten nach Neckarsulm. Anfangs konnten sie in der Schlosskapelle ihre Gottesdienste feiern. 1888 wurde die evangelische Stadtkirche erbaut. Die Gemeinde ist von Anfang an Glied der Evangelischen Landeskirche in Württemberg. Im Stadtteil Amorbach wurde 1955 die "Heilig-Geist-Kirche" als zweite evangelische Kirche im damaligen Stadtgebiet erbaut. Es folgte dann noch die Martin-Luther-Kirche. Diese drei Kirchengemeinden gehören zum Dekanat Neuenstadt, zu dessen Kirchengemeinde auch die evangelischen Gemeindeglieder des Stadtteils Dahenfeld gehören. Obereisesheim hingegen wurde infolge der Zugehörigkeit zum Herzogtum Württemberg schon früh evangelisch. Die Kirchengemeinde gehörte ursprünglich zum Klosteramt Lichtenstern und kam 1807 an das Oberamt bzw. Dekanat Heilbronn, zu dem sie heute noch gehört.
Neben den beiden großen Kirchen sind in Neckarsulm auch eine neuapostolische Gemeinde und die Zeugen Jehovas vertreten. Weiterhin gab es hier auch eine Jüdische Gemeinde.
Schultheiß, Bürgermeister bzw. Oberbürgermeister (zum Teil nur Jahre der Erwähnung in den Archivalien)
Quelle: Liste der Schultheißen und (Ober)-Bürgermeister
Das Deutschordenskreuz tritt seit 1528 in den Siegeln der Stadt auf, nachdem zuvor das mainzische Rad abgebildet war. Die Ringe sind wohl vom neippergschen Wappen abgeleitet. Hochmeister Reinhard von Neipperg dürfte die Änderung des Wappens eingeführt haben. Die Ringe wurden zeitweilig auch als Rosen abgebildet, doch legte die Stadt die heutige Form mit dem Lilienkreuz 1955 fest. Danach verlieh die baden-württembergische Landesregierung das Wappen, die zugehörige Stadtflagge wurde vom Innenministerium im Jahre 1963 verliehen, zuvor waren die Stadtfarben Schwarz-Blau.
Das Heimatmuseum Neckarsulm war bisher provisorisch in der Wandelhalle des NSU-Kasinos untergebracht. Da das NSU-Kasino im Oktober 2005 abgerissen wurde, wird dieses Museum zur Zeit in der Urbanstraße direkt neben der Mediathek und gegenüber dem Deutschordensschloss wieder aufgebaut. Es soll unter dem Namen Stadtmuseum in einem Fachwerkhaus aus dem Jahre 1545 auf 400 Quadratmetern und drei Etagen eingerichtet werden. Die Stadtgeschichte soll nach einem Konzept der Stuttgarter Agentur Reinecke New Media mit multimedialen Mitteln lebendig und interessant erzählt werden. Die Stadt Neckarsulm investiert dabei insgesamt rund 2 Millionen Euro in den Aufbau und die Einrichtung des Stadtmuseums, welches bis spätestens Dezember 2006 fertig gestellt sein soll.
| Neckarsulm_StadtMauer01.JPG)]] |
| Neckarsulm_Zweiradmuseum.jpg, heute Zweiradmuseum]] |
| Neckarsulm_Stadtkirche.jpg |
In der Mitte des Marktplatzes steht der Löwenbrunnen, der 1984 neu aufgebaut wurde. Der Vorgängerbau stand direkt auf der Marktstraße und wurde zu Beginn der Deutschordenszeit 1484 errichtet, 1680 renoviert, 1910 abgebrochen und erneuert und 1945 zerstört.
| Neckarsulm_Loewengasse1.JPG |
| Neckarsulm_MarktStr13.JPG |
Im Jahre 1998 wurde ein Revitalisierungskonzept für die Innenstadt erarbeitet, in dessen Rahmen unter anderem noch erhaltene Fachwerkhäuser renoviert werden sollten. In diesem sogenannten „City-Outfit-Programm“ waren unter dem Motto „Herausgeputzt für unsere schöne Innenstadt“ Fassadenfreilegungen und die Wiederherstellung von stadtbildprägenden Putz- und Sandsteinfassaden geplant. Dazu legte die Stadt Neckarsulm ab 1999 ein Förderprogramm auf, um die Privatbesitzer der Häuser bei deren Renovierung finanziell zu unterstützen. Im Jahre 2000 begann die Umsetzung des Programms mit den beiden ersten Häusern Marktstraße 23 und 21 direkt gegenüber dem Rathaus. Bis Anfang 2006 wurden die Fassaden von insgesamt 19 Häusern in der Neckarsulmer Innenstadt und die des Gasthauses „Linde“ im Stadtteil Obereisesheim renoviert und saniert. Diese Häuser befinden sich zum Beispiel auf der Marktstraße, so die Häuser Nr. 16 (Rückseite, neben dem Rathaus), 15, 13 (Rückseite), 8, 9 und 6 und im Bereich zwischen Marktstraße und Deutschordensschloss. Dort in der Löwengasse 1 und 3, in der Schlossgasse 1 und 8 sowie in der Schindlerstraße 2 (Innenhof). Es wurden dabei recht sehenswerte Blickpunkte geschaffen, die erahnen lassen, wie die Neckarsulmer Innenstadt vor 1945 ausgesehen haben mag.
| Neckarsulm StadtPark.JPG |
| Europlex_NSU.jpg |
Neckarsulm besitzt zwei Stadtparks; einen älteren nordöstlich der Altstadt und den neuen Stadtteilpark „Grüne Mitte“ in Amorbach. Im Stadtpark, der eine Fläche von 5 ha hat, befinden sich das Parkwohnheim „St. Vinzenz“ und in unmittelbarer Nachbarschaft das Albert-Schweitzer-Gymnasium. An diesen Stadtpark schließt sich der Sulmtalpark stromaufwärts entlang der Sulm an und endet auf Höhe des AUQAtolls. Im Sulmtalpark befinden sich mehrere Sportanlagen, so zum Beispiel ein Fußballplatz sowie der Festplatz „Im Pichterich“ für Veranstaltungen im größeren Rahmen.
Die Anlage des Stadtteilparks „Grüne Mitte“ erfolgte im Zuge der Erweiterung des Stadtteils Amorbach im zweiten Bauabschnitt und begann im September 2000. Der Stadtteilpark wurde am 10. August 2002 eingeweiht. Auf knapp 8 ha wurde dabei ein Naherholungsgebiet zwischen Eugen-Bolz- und Lautenbacher Straße geschaffen, das Skateranlage, Bolzplatz, Abenteuerspielplatz, Liegewiese und einen kleinen See bietet. Es wurden 200 Bäume und 3000 Sträucher neu angepflanzt und 3 Km Rad- und Fußwege angelegt. In die Grünanlagen wurden miteinander verbundene Rückhaltemulden integriert, die im Bedarfsfall 6000 Kubikmeter Wasser aufnehmen können. Amorbach ist so vor den Folgen eines Hochwassers geschützt, welches statistisch gesehen in 50 Jahren einmal auftritt. Das war notwendig, da (das Flüsschen) Amorbach oberhalb von Alt-Amorbach verdolt ist und bei starken Regenfällen nicht genügend Wasser abfließen kann.
| Neckarsulm_AQUAtoll.jpg |
| Neckarsulm_SkaterAnlage_Baugebiet.JPG |
Wasserratten werden von dem 1990 in fortschrittlicher Stahlglas-Architektur gebauten Spaß- und Freizeitbad AQUAtoll begeistert sein. Dieses liegt südlich des Scheuerberges und wirbt mit dem Spruch: „Ein Tag Urlaub unter Palmen“, der das ganze Jahr über unabhängig vom Wetter möglich ist. Dort wird Spaß und Action vor allem im Wildwasserfluss und der Black-Hole-Rutsche geboten. Ruhiger geht es in den Whirlpools und im Solebecken (Innen- und Außenbereich) zu. Und Sauna-Fans können in der Saunalandschaft mit Blockhaus- und Erdsauna, Dampfbad, Kneippbecken und Solarien entspannen.
Wer lieber mit dem Fahrrad unterwegs ist, kann sich auf ein gut ausgebautes Radwegenetz freuen. Auf diesen kann man schöne Radtouren in einer landschaftlich reizvollen Gegend unternehmen. Zum Beispiel auf dem Neckarradweg, der von Villingen-Schwenningen bis nach Heidelberg führt oder auch auf dem 350 Km langem Kocher-Jagst-Radweg. Darüber hinaus ist eine Radwanderung auf dem 45 Km langen Rundweg „Öko-Regio-Tour Unteres Kochertal“ zu empfehlen. Dabei gibt es an den Tour-Punkten viel Wissenswertes über die Region, den ökologischen Landbau, über die lokale Geschichte und vieles andere mehr zu erfahren.
Der Weinbau hat in Neckarsulm eine über mehrere Jahrhunderte lange Tradition. Wer mehr über den Weinbau wissen möchte, sollte den etwa 2,5 Km langen Weinlehrpfad am südlichen Scheuerberg entlang wandern. Der Weinlehrpfad August-Herold-Weg wurde nach dem in Neckarsulm geborenen bedeutenden Rebenzüchter benannt. An Hand von Informationstafeln erfährt man vieles über die Geschichte des Weinbaus, die verschiedenen Rebsorten und die Anbautechniken. Dieser Weg beginnt am Wanderparkplatz Reutweg, dessen Einfahrt gegenüber dem AQUAtoll liegt. Die drei etwa 2,40 Meter hohen Weinstelen am Beginn des Heroldweges symbolisieren die Bedeutung des Weinbaus für Neckarsulm (siehe rechts im Bild Scheuerberg unter Weinbau).
Im Dahenfelder Forst zwischen den Stadtteilen Amorbach und Dahenfeld gibt es noch einen ca. 3 Km langen ökologischen Waldlehrpfad und darüber hinaus bietet auch der Wald westlich von Obereisesheim ideale Wander- und Erholungsbedingungen.
Als weitere Freizeit- und Sportmöglichkeiten gibt es unter anderem: Sportplätze, Tennisanlagen, Inlineranlagen, das Bowlingzentrum in der Ballei, die Freizeitanlage Schweinshag mit Grillplatz, Besenwirtschaften mit „Viertele & Vesper“, Planwagen-Touren des Bioland-Betriebes Lang, Schifffahrt auf dem Neckar mit der Personenschifffahrt Stumpf OHG und das Freibad Ernst-Freyer-Bad.
Bei diesem Volksfest, das jeweils an drei Tagen am ersten Wochenende im September gefeiert wird, werden von rund 50 Vereinen an Ständen Essen und Getränke serviert. Die Vereine haben eine Möglichkeit, einen Querschnitt ihrer Arbeit der Allgemeinheit vorzustellen. Chöre, Musikkapellen, Tanz- und Sportgruppen treten auf und in manchen Jahren wurden Sonderveranstaltungen durchgeführt: So zum Beispiel ein Tischtennisturnier, Kindertheater, ein Ganzhornlauf rund um das Rathaus und auch ein Gedichtwettbewerb. In einzelnen Jahren traten die ausländischen Partnergemeinden auf.
Die Weingärtnergenossenschaft Neckarsulm-Gundelsheim bietet zu Ehren Ganzhorns hervorragende Weine mit seinem Namen und Bildnis an. Der jeweilige Oberbürgermeister eröffnet das Fest und in guten Jahren wurden bis zu 50.000 Besucher gezählt. Durch die Namensgebung des Festes wollte Neckarsulm einerseits an den Dichter des bekannten Volksliedes „Im schönsten Wiesengrunde“ Wilhelm Ganzhorn erinnern. Andererseits passt seine gesellige und festfreudige Art und auch der Weinliebhaber Ganzhorn sehr gut zum Charakter des Festes. Das Fest findet bei der Bevölkerung guten Anklang und erfreut sich großer Beliebtheit.
Wichtigster Arbeitgeber der Stadt Neckarsulm heute ist der Automobilhersteller Audi, der hier knapp 13.700 Mitarbeiter beschäftigt und im Durchschnitt jährlich 250 bis 300 Millionen Euro in den Standort Neckarsulm investiert. Außerdem hat die Schwarz-Gruppe hier ihren Sitz, zu der die beiden Handelsketten Kaufland und Lidl gehören. Ein weiteres großes ansässiges Unternehmen ist der Autozulieferer Kolbenschmidt. Eine sehr positive Folge dieser großen Unternehmen ist das gute Verhältnis von Einwohnern und Arbeitsplätzen. Es beträgt hier 27.500 zu 29.440 (Stand: 30. Juni 2004). Auch die Gewerbesteuer-Einnahmen Neckarsulms sind erfreulich hoch. Zwar zahlte Audi in den letzten Jahren wegen der Konzernverflechtung mit der Volkswagen AG kaum noch, dafür wirkte sich der wirtschaftliche Erfolg von Kaufland und Lidl in höheren Steuerzahlungen aus.
Die gute wirtschaftliche Situation der Stadt Neckarsulm soll noch an zwei weiteren ökonomischen Kennzahlen verdeutlicht werden. Diese wurden vom Statistischen Landesamt in einer Pressemitteilung (Stand: 30. Juni 2004) veröffentlicht. Die Stadt Neckarsulm hat den höchsten Beschäftigungssatz in Baden-Württemberg. 2004 kamen in Neckarsulm 1079 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte auf 1000 Einwohner. Neckarsulm liegt damit weit über dem Durchschnitt (zum Vergleich: Landkreis Heilbronn 301, Bundesland Baden-Württemberg 349 jeweils in sozialversicherungspflichtig Beschäftigte auf 1000 Einwohner). Eine weitere Kennzahl, die das oben Gesagte belegt, ist die Steuerkraftmesszahl (Gewerbesteuer plus Grundsteuer A und B plus Gemeindeanteil an der Einkommensteuer). Die Steuerkraftmesszahl beträgt in Neckarsulm 1414 Euro pro Einwohner, im Landkreis Heilbronn 644 und im Bundesland Baden-Württemberg 619 jeweils Euro pro Einwohner.
Die Wirtschaftsförderung wird im innovativen Standort Neckarsulm groß geschrieben. Beispielhaft seien dazu der Trendpark mit ca. 10 Hektar Fläche genannt, der nordöstlich der Autobahn-Anschlussstelle Heilbronn-Neckarsulm liegt und der Trendpark Süd mit ca. 26 Hektar südöstlich davon. Nicht ohne Grund haben sich im Trendpark bekannte Firmen, wie zum Beispiel die TDS Informationstechnologie AG, die Unternehmensgruppe Beck und die Intel-Tochtergesellschaft ICP vortex angesiedelt. Weithin sichtbares Zeichen ist der Büroturm der TDS AG mit seinen 20 Stockwerken. Im Trendpark Süd hat eine großes IT-Systemhaus Deutschlands, die Firma Bechtle AG, seine Unternehmenszentrale gebaut. Das Gesamtkonzept der Wirtschaftsförderung beinhaltet einen niedrigen Gewerbesteuerhebesatz, günstige Grundstückspreise und schnelle und unbürokratische Entscheidungswege in der Stadtverwaltung. Ein entscheidender Faktor dürfte auch die sehr gute verkehrsmäßige Anbindung der genannten Gewerbegebiete sein.
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Das Kloster Amorbach lag am Nordhang des Odenwaldes und damit für den Weinbau ungünstig. Deshalb hatte der Weinbau in Neckarsulm für dieses Kloster eine besondere Bedeutung. Das Kloster Amorbach bezog größere Mengen Weines durch den Weinzehnten. Nachdem der Deutsche Orden die Herrschaft über Neckarsulm im Jahre 1484 übernommen hatte, besaß er 1554 mindestens zwei Keltern. Das geht aus dem ältesten erhaltenen Urbar hervor. Bei diesen Keltern handelte es sich um die damalige alte und die neue Kelter. Über den Standort der alten Kelter ist heute nichts mehr bekannt. Die neue bzw. die spätere kleine Kelter stand in der Rathausstraße östlich des Rathauses an der Stelle der Neckarsulmer Münzstätte, die noch aus Mainzischer Zeit um 1400 stammte. Im Jahre 1567 errichtete der Hoch- und Deutschmeister Georg Hund von Wenkheim die große Kelter, die heute noch am Marktplatz steht. Diese hatte früher noch an der Westseite einen Anbau, der im Zweiten Weltkrieg zerstört wurde.
Aus Archivalien, zum Beispiel aus Amtsrechnungen des Deutschen Ordens, gehen Weinerlöse und weiter Details des Weinhandels aus dieser Zeit hervor. So betrugen in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts die Erlöse aus dem Weinverkauf fast 50 % der gesamten Einnahmen. Nach dem Übergang Neckarsulms an das Königreich Württemberg 1805/1806 besaß der Ort vier Keltern: die Schlosskelter, die große Kelter, die kleine Kelter und die Amorbacher Hofkelter.
Am 28. Oktober 1834 gründeten Anton Victor Brunner, der Weingärtner Wilhelm Fischer und der Stadtpfleger Fleiner mit fünf weiteren Neckarsulmern einen Weingärtnerverein. Dieser hatte es sich zur Aufgabe gemacht, den Weinbau durch Beschaffung und Austeilung von geeigneten Reben in den dafür geeigneten Lagen zu fördern. Damals gab es ca. 178 Hektar Weinberge. Im Jahre 1855 ging aus diesem Weingärtnerverein die Weingärtnergesellschaft Neckarsulm hervor. Sie ist damit die älteste heute noch bestehende Weingärtnergenossenschaft Deutschlands. Ziel dieser Genossenschaft war die gemeinschaftliche Kelterung und Vermarktung ihrer Erzeugnisse. Der Grundgedanke dabei war, dass man sich nicht länger dem Preisdiktat der Weinaufkäufer unterwerfen wollte, die die Preise für den Wein oft willkürlich festsetzten. Wichtig war auch der Qualitätsgedanke und dass gute Bezahlung nur für entsprechend guten Wein gefordert werden konnte. In der Weingärtnergenossenschaft schlossen sich im Jahre 1855 130 Mitglieder zusammen und im Jahr 1862 waren es bereits 300 Mitglieder.
Im Jahre 1956 traten die Mehrzahl der Gundelsheimer Weingärtner der Neckarsulmer Genossenschaft bei. Dr. Otto Linsenmaier (Weingärtner und Weinexperte, Ehrenmitglied der "Gesellschaft für Geschichte des Weines e.V.") behauptete 1984 zum 150jährigen Jubiläum des Weinbauvereins in einem Vortrag: Den Weltruf Neckarsulms hätten nicht Räder und Motoren, sondern der Neckarsulmer Wein begründet.
| Neckarsulm_SolarProjekt.JPG |
| NSU-Amorbach SolarProjekt02.JPG |
In der Endausbaustufe sind Kollektorflächen von 15.000 und ein Wärmespeichervolumen von 140.000 vorgesehen. Der solare Nutzungsenergieertrag würde dann bis zu 5000 MWh / a betragen. Dabei werden über 50 % des Brennstoffbedarfs durch Sonnenenergie ersetzt. Die Stadt Neckarsulm erhielt 1998 den Deutschen Solarpreis und 1999 den Landesumweltpreis des Landes Baden-Württemberg für Kommunen. In der Solarbundesliga belegte Neckarsulm in der Kategorie der Kommunen zwischen 10.000 und 100.000 Einwohnern in den Vorjahren sowie 2005/2006 den Spitzenplatz.
Der Bahnhof von Neckarsulm liegt an der Bahnstrecke Stuttgart - Würzburg (Frankenbahn), Heidelberg und Mannheim werden über die Neckar- und die Elsenztalbahnen erreicht. Den öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) bedienen mehrere Buslinien, die in den Heilbronner Hohenloher Haller Nahverkehr integriert sind. Eine Erweiterung des Heilbronner Stadtbahnnetzes bis nach Neckarsulm bis zum Jahr 2010 ist geplant.
Im Stadtteil Obereisesheim betreibt der Südwestrundfunk bei als Bestandteil seines Gleichwellennetzes einen Mittelwellensender auf der Frequenz 711 kHz, der als Sendeantenne einen 74 Meter hohen, gegen Erde isolierten selbststrahlenden Sendemast verwendet. Über die Frequenz wird das Hörfunkprogramm SWR cont.ra verbreitet.
Eine öffentliche Bildungseinrichtung für Jedermann ist die Neckarsulmer Volkshochschule, die bereits seit 1924 besteht. Am 10. September 2005 wurde die VHS in einem neuen Gebäude nördlich der Kernstadt (Seestraße nahe der Frauenkirche und der Ballei) wiedereröffnet. Dort bietet sie auf drei Etagen zahlreiche Kurse unter anderem über Computer, Fremdsprachen oder Kreatives Schaffen an.
Weiterhin gibt es in Neckarsulm ein Notariat.
Die Katholische Fachschule für Sozialpädagogik, eine private Einrichtung, rundet das schulische Angebot in Neckarsulm ab.
| August_Herold_NSU.JPG am südlichen Scheuerberg]] | Ganzhorn_PlaketteNSU.jpg am ehem. Oberamtsgericht]] |
Der Begriff NSU wird oft synonym für Neckarsulm verwendet. Mit der Herkunft des Kürzels NSU hat es folgende Bewandtnis: Im Jahre 1892 wurden in der Neckarsulmer Strickmaschinenfabrik keine Strickmaschinen mehr hergestellt, da dafür kein Bedarf mehr bestand, sondern Fahrräder und Fahrradteile. Diese wollte man auch international vertreiben. Dazu wurde aber ein griffiger und einprägsamer Markenname gebraucht. Die Neckarsulmer Fahrradfabrikanten waren der Meinung, dass sie genauso gute Qualitätsarbeit leisteten, wie die anerkannt gute, englische Firma BSA. Deshalb wollten sie ein ebensolches Qualitätszeichen schaffen. Dazu nahmen sie drei Buchstaben aus dem Namen NeckarSUlm und setzten diese zwischen die Enden der Hirschstangen, die sie aus dem Württembergischen Staatswappen entlehnten. Damit war der legendäre Name NSU geboren oder, wie er damals noch hieß, „NSU im Hirschhorn“. Dieser Name hat sich seitdem so eingebürgert, dass er heute als Kürzel für den Stadtnamen zum Beispiel auf Straßenschildern und in Anzeigen erscheint.
Landkreis Heilbronn | Ort in Baden-Württemberg
Neckarsulm | Neckarsulm | Neckarsulm (stad) | Neckarsulm | Neckarsulm
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