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Wappen Karte
Wappen Neckar-Odenwald-Kreis.png Lage des Neckar-Odenwald-Kreises in Deutschland.GIF
Basisdaten
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Bundesland: Baden-Württemberg
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Regierungsbezirk: Karlsruhe
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Region: Rhein-Neckar
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Verwaltungssitz: Mosbach
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Fläche: 1.126,31 km²
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Einwohner: 150.981 (30. Juni 2005)
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Bevölkerungsdichte: 134 Einwohner je km²
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Kfz-Kennzeichen: MOS
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Kreisschlüssel: 08 2 25
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Kreisgliederung: 27 Gemeinden
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Adresse der Kreisverwaltung: Renzstraße 10
74821 Mosbach

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Website: neckar-odenwald-kreis.de
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E-Mail-Adresse: post@neckar-odenwald-kreis.de
Politik
Landrat: Dr. Achim Brötel
Karte
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Baden_wuerttemberg_mos.png

Der Neckar-Odenwald-Kreis ist ein Landkreis in Baden-Württemberg. Sitz des Landratsamtes ist Mosbach, das Autokennzeichen MOS. Er liegt in Nordbaden, im Norden des Landes (nordöstllicher liegt lediglich noch der Main-Tauber-Kreis) und gehört zur Metropolregion Rhein-Neckar, zum Rhein-Neckar-Dreieck und zur Verbandsregion Rhein-Neckar im Regierungsbezirk Karlsruhe.
Im Norden bildet er die Landesgrenze zu Hessen mit dem dortigen Odenwaldkreis sowie zu Bayern mit dem Landkreis Miltenberg und mit vielen Beziehungen zu Würzburg, im Osten grenzt er an den baden-württembergischen Main-Tauber-Kreis, im Südosten an den Hohenlohekreis, im Süden an den Landkreis Heilbronn und im Westen an den Rhein-Neckar-Kreis(um Heidelberg).

Geographie


Der Neckar-Odenwald-Kreis hat Anteil - wie der Name schon sagt - am Odenwald, dessen höchste Erhebung, der Katzenbuckel (626 m) an der westlichen Kreisgrenze liegt (Gemeinde Waldbrunn) und am Neckar-Tal, das das westliche Kreisgebiet von Heilbronn kommend nach Norden geologisch durchtrennt. Kurz nach Verlassen des Kreisgebiets fließt der Fluss nach Westen in Richtung Heidelberg/Mannheim weiter, um in Mannheim in den Rhein zu münden.

Die Erschließung über die Nord-Süd-Autobahn ( A 8 1 ) bindet ihn in das europäische Wegenetz ein.

Geschichte


Der Neckar-Odenwald-Kreis entstand durch die Kreisreform in Baden-Württemberg zum 1. Januar 1973. Damals wurden die meisten Gemeinden der Altkreise Buchen und Mosbach zunächst unter dem Namen "Odenwaldkreis" vereinigt. Einige Gemeinden der beiden Altkreise kamen auch zu den Nachbarkreisen Heilbronn, Hohenlohekreis, Main-Tauber-Kreis und Rhein-Neckar-Kreis. Da es in Hessen ebenfalls einen Odenwaldkreis gibt (Sitz in Erbach) wurde er 1974 in "Neckar-Odenwald-Kreis" umbenannt. Die Altkreise Buchen (Odenwald) und Mosbach gehen zurück auf die ehemals badischen Bezirksämter, welche im Laufe der Geschichte mehrmals verändert wurden und 1936/39 in Landkreise überführt wurden. Durch die Kreisreform konnte die Stadt Mosbach den Kreissitz des neuen Landkreises für sich gewinnen. Buchen (Odenwald) blieb lediglich die zweitgrößte Stadt des neuen Kreises. Dieser umfasst nach Abschluss der Gemeindereform noch 27 Gemeinden, darunter 6 Städte (inklusive Mosbach als "Große Kreisstadt" und größte Stadt im Landkreis). Zwingenberg ist die kleinste Gemeinde im Neckar-Odenwald-Kreis.

Einwohnerentwicklung

Die Einwohnerzahlen sind Volkszählungsergebnisse (¹) oder amtliche Fortschreibungen des Statistischen Landesamts Baden-Württemberg (nur Hauptwohnsitze).
Jahr Einwohnerzahlen
31. Dezember 1973 132.673
31. Dezember 1975 131.159
31. Dezember 1980 129.735
31. Dezember 1985 128.675
27. Mai 1987 ¹ 130.656
Jahr Einwohnerzahlen
31. Dezember 1990 138.525
31. Dezember 1995 146.782
31. Dezember 2000 149.424
30. Juni 2005 150.981

Politik


Der Landkreis wird vom Kreistag und vom Landrat verwaltet. Der Kreistag wird von den Wahlberechtigten im Landkreis auf 5 Jahre gewählt. Dieses Gremium wählt den Landrat für eine Amtszeit von 8 Jahren. Dieser ist gesetzlicher Vertreter und Repräsentant des Landkreises sowie Vorsitzender des Kreistags und seiner Ausschüsse. Er leitet das Landratsamt und ist Beamter des Kreises. Zu seinem Aufgabengebiet zählen die Vorbereitung der Kreistagssitzungen sowie seiner Ausschüsse. Er beruft Sitzungen ein, leitet diese und vollzieht die dort gefassten Beschlüsse. In den Gremien hat er kein Stimmrecht. Sein Stellvertreter ist der Erste Landesbeamte.

Die Landräte des Landkreises Buchen (Odenwald) 1945-1972:

Die Landräte des Landkreises Mosbach 1945-1972:

Die Landräte des Neckar-Odenwald-Kreises seit 1973:

Wappen

Beschreibung Gespalten : Vorn von Silber und Blau schräggerautet, hinten in Rot ein sechsspeichiges silbernes Rad (Wappen-Verleihung 5. November 1975)

Bedeutung: Die Wappenbilder sind das Mainzer Rad des ehemaligen Fürstbistums Mainz und die kurpfälzischen Rauten. Diese Herrschaften teilten sich das überwiegende Kreisgebiet bis Anfang des 19. Jahrhunderts, bevor es an Baden fiel.

Kreispartnerschaften

Der Neckar-Odenwald-Kreis unterhält seit 1991 eine Partnerschaft mit dem Landkreis Löbau-Zittau in Sachsen. Freundschaftliche Beziehungen bestehen seit 1997 auch zum Komitat Vas in Ungarn.

Wirtschaft und Infrastruktur


Verkehr

Straßenverkehr

Das Kreisgebiet wird lediglich am äußersten Südosten von der A 81 Stuttgart - Würzburg berührt, ansonsten erschließen mehrere Bundesstraßen, darunter die B 27 Heilbronn - Tauberbischofsheim und mehrere Landes- und Kreisstraßen das Kreisgebiet.

Schienenverkehr und ÖPNV
S-Bahn RheinNeckar Netzplan Neckartal.png]]

Wichtige Eisenbahnknotenpunkte im Kreisgebiet sind Mosbach-Neckarelz, Seckach und Osterburken. Die Linie S1 der S-Bahn RheinNeckar führt seit 2003 stündlich von Heidelberg über Neckarelz und Seckach nach Osterburken.

In Seckach schließt die Madonnenlandbahn an, die über Buchen und Walldürn nach ins bayrische Miltenberg führt. Mosbach-Neckarelz liegt außerdem auf der Linie Heilbronn - Eberbach - Heidelberg. Von Osterburken aus besteht Anschluss in Richtung Würzburg.

Den Neckar-Odenwald-Kreis durchzog 1862 zunächst die Ost-West-Verbindung der Badischen Staatsbahn von Heidelberg über Meckesheim - Neckarelz bis Mosbach, die 1866 über Osterburken als Frankenbahn in Richtung Würzburg fortgesetzt worden ist. Von Südwesten her aus Richtung Heilbronn erreichte 1869 auch die Württembergische Staatsbahn den Bahnhof Osterburken.

Der Weg der Neckartalbahn wurde von der Badischen Staatsbahn für die Strecke Heidelberg - Neckarelz - Bad Friedrichshall-Jagstfeld erst 1879 genutzt.

Buchen und Walldürn erhielten 1887 durch die Madonnenlandbahn von Seckach her einen Anschluß, der 1899 zum bayerischen Miltenberg erweitert wurde. Dazu kam 1911 noch die Abzweigung Walldürn - Hardheim.

Im Odenwald wurde 1905 eine Schmalspurbahn von Mosbach nach Mudau durch das Großherzogtum Baden erbaut, die jedoch jahrzehntelang von der Firma Vering & Waechter betrieben wurde, bis 1931 die Deutsche Reichsbahn an ihre Stelle trat. Vering & Waechter nahm 1908 auch eine eigene Strecke zwischen Oberschefflenz und Billigheim in Betrieb. Vgl. Odenwald-Express.

Die Gemeinde Hüffenhardt ist Endpunkt einer Nebenbahn von Neckarbischofsheim, die 1902 durch die Badische Lokal-Eisenbahnen AG erstellt wurde.

60 km Strecken wurden stillgelegt:

  • 1945: Obrigheim - Neckarelz (5 km)
  • 1954: Walldürn - Hardheim (10 km)
  • 1965: Oberschefflenz - Billigheim (9 km)
  • 1971: Aglasterhausen - Obrigheim (8 km)
  • 1973: Mosbach - Mudau (28 km in Meterspur)

Genau 100 km Strecken sind noch in Betrieb.

Kreiseinrichtungen

Der Neckar-Odenwald-Kreis ist Schulträger folgender Beruflichen Schulen: Kreisgewerbeschule Mosbach, Ludwig-Erhard-Schule (Kaufmännische Schule) Mosbach, Augusta-Bender-Schule (Hauswirtschaftliche Schule) Mosbach, Zentralgewerbeschule Buchen, Hauswirtschaftliche Schule Buchen, Kreislandwirtschaftsschule Buchen, Frankenlandschule (Kaufmännische Schule) Walldürn, ferner des Ganztagesgymnasiums Osterburken und folgender Sonderschulen: Schule für Sprachbehinderte Buchen, Alois-Wißmann-Schule für Geistigbehinderte Buchen und Schulkindergarten für Geistig- und Körperbehinderte Buchen.

Der Neckar-Odenwald-Kreis ist Träger der Kreiskrankenhäuser Buchen und Mosbach. Letzteres ist Akademisches Lehrkrankenhaus der Universität Heidelberg.

Städte und Gemeinden


(Einwohner am 30. Juni 2005) Städte
  1. Adelsheim (5.493)
  2. Buchen (Odenwald) (18.888)
  3. Mosbach (25.197)
  4. Osterburken (6.523)
  5. Ravenstein (3.100)
  6. Walldürn (12.045)
Verwaltungsgemeinschaften bzw. Gemeindeverwaltungsverbände
  1. Gemeindeverwaltungsverband "Hardheim-Walldürn" mit Sitz in Walldürn; Mitgliedsgemeinden: Stadt Walldürn und Gemeinden Hardheim und Höpfingen
  2. Vereinbarte Verwaltungsgemeinschaft der Gemeinde Haßmersheim mit der Gemeinde Hüffenhardt
  3. Gemeindeverwaltungsverband "Kleiner Odenwald" mit Sitz in Aglasterhausen; Mitgliedsgemeinden: Gemeinden Aglasterhausen, Neunkirchen und Schwarzach
  4. Vereinbarte Verwaltungsgemeinschaft der Gemeinde Limbach mit der Gemeinde Fahrenbach
  5. Vereinbarte Verwaltungsgemeinschaft der Stadt Mosbach mit den Gemeinden Elztal, Neckarzimmern und Obrigheim
  6. Gemeindeverwaltungsverband "Neckargerach-Waldbrunn" mit Sitz in Neckargerach; Mitgliedsgemeinden: Gemeinden Binau, Neckargerach, Waldbrunn und Zwingenberg
  7. Gemeindeverwaltungsverband "Osterburken" mit Sitz in Osterburken; Mitgliedsgemeinden: Städte Osterburken und Ravenstein sowie Gemeinde Rosenberg
  8. Gemeindeverwaltungsverband "Schefflenztal" mit Sitz in Billigheim; Mitgliedsgemeinden: Gemeinden Billigheim und Schefflenz
  9. Gemeindeverwaltungsverband "Seckachtal" mit Sitz in Adelsheim; Mitgliedsgemeinden: Stadt Adelsheim und Gemeinde Seckach
Gemeinden
  1. Aglasterhausen (4.962)
  2. Billigheim (5.909)
  3. Binau (1.372)
  4. Elztal (6.098)
  5. Fahrenbach (2.874)
  6. Hardheim (7.494)
  7. Haßmersheim (4.954)
  8. Höpfingen (3.298)
  9. Hüffenhardt (2.068)
  10. Limbach (4.606)
  11. Mudau (5.082)
  12. Neckargerach (2.377)
  13. Neckarzimmern (1.586)
  14. Neunkirchen (1.799)
  15. Obrigheim (5.302)
  16. Rosenberg (2.260)
  17. Schefflenz (4.307)
  18. Schwarzach (3.181)
  19. Seckach (4.444)
  20. Waldbrunn (5.030)
  21. Zwingenberg (732)

Siehe auch


Literatur


  • Das Land Baden-Württemberg - Amtliche Beschreibung nach Kreisen und Gemeinden (in acht Bänden); Hrsg. von der Landesarchivdirektion Baden-Württemberg; Band V: Regierungsbezirk Karlsruhe; Stuttgart, 1976, ISBN 3-17-002542-2
  • Karl Heinz Neser: Politisches Leben im Neckar-Odenwald-Kreis – gestern und Heute. Vlg. Regionalkultur, Heidelberg. 128 S. 2005.
  • Landesvermessungsamt Ba-Wü: Freizeitkarte Naturpark Neckartal-Odenwald - Mosbach. Maßstab 1:30 000. F 514. ISBN 3890216072 . 2005. Die Anschlußkarte in Richtung Westen (Eberbach bis Ludwigshafen) heißt: Freizeitkarte Naturpark Neckartal-Odenwald - Mannheim-Heidelberg. F 513. ISBN 3890216064 .

Weblinks



Neckar-Odenwald-Kreis

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