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Als Nebelwüsten bezeichnet man einen Wüstentyp in den Subtropen, den man vor allem an kontinentalen Westküsten antrifft.

Obwohl auch sie sehr niedrige Niederschlagsmengen aufweisen, findet in Küstennähe regelmäßig eine starke Nebelbildung statt. Die Namib, als klassisches Beispiel einer Nebelwüste, ist oft jahrelangen Trockenperioden ausgesetzt und besitzt eine durchschnittliche Niederschlagsmenge von nur 20 mm im Jahr, stellt also einen der trockensten Orte der Erde dar. Dennoch bilden sich an etwa 200 Tagen im Jahr in den frühen Morgenstunden dichte Nebel. Verantwortlich für diese Nebelbildung sind die über dem Kontinent erwärmten küstenparallelen oder ablandigen Passatwinde, die sogenannte Auftriebsgebiete vor der Küste entstehen lassen. Diese Winde schieben warmes Oberflächenwasser von der Küste weg, wodurch kalte Tiefenströmungen aufsteigen können und das warme Wasser ersetzen. Durch Kontakt mit dem kalten Wasser kühlt sich auch die oberflächennahe Luft ab und beginnt zu kondensieren – Nebel bildet sich. Der warme Wind streicht über die kalte Luft und hindert sie daran aufzusteigen und Wolken zu bilden. Niederschläge bleiben daher aus; eine stabile Inversionswetterlage hat sich gebildet. Nur in unmittelbarer Küstennähe erreichen die Nebel das Land und sorgen für die wenige Feuchtigkeit, von der die Pflanzen und Tiere dieser Wüsten zehren.

Am bekanntesten sind Schwarzkäfer wie der Weiße Wüstenkäfer, die auf hohen Dünenkämmen einen Kopfstand machen und so Kondenswasser aufsammeln. Auch die Welwitschie profitiert durch ihr über eine riesige Fläche ausgebreitete Wurzelwerk vom Tau.

Ökosystem | Wüste

 

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