| Wappen | Karte |
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| Wappen_nauen.png | Karte_Nauen_in_Deutschland.png |
| Basisdaten | |
| Bundesland: | Brandenburg |
| Landkreis: | Havelland |
| Geografische Lage: | |
| Höhe: | 37 m ü. NN |
| Fläche: | 266,77 km² |
| Einwohner in der Stadt: | 10.253 (30. März 2006) |
| Einwohner gesamt inklusive Ortsteile: | 16.735 (30. März 2006) |
| Bevölkerungsdichte: | 62 Einwohner je km² |
| Postleitzahl: | 14641 |
| Vorwahl: | 03321 |
| Kfz-Kennzeichen: | HVL (alt NAU) |
| Gemeindeschlüssel: | 12 0 63 208 |
| Adresse der Stadtverwaltung: | Rathausplatz 1 14641 Nauen |
| Website: | www.nauen.de |
| Bürgermeister: | Detlef Fleischmann (SPD) |
Nauen ist eine Stadt in Deutschland im Bundesland Brandenburg, westlich von Berlin. Sie ist Mitglied der Arbeitsgemeinschaft „Städte mit historischen Stadtkernen“ des Landes Brandenburg.
1414 gab es durch einem Rachefeldzug Dietrich von Quitzows einen großen Stadtbrand. 1631 zerstörten die Truppen Tillys einen Teil der Stadt.
1732 hielt sich Kronprinz Friedrich drei Monate als Bataillonskommandeur in Nauen auf.
1800 erfolgte die Einweihung der Synagoge (Goethestraße 11). 1846 wurde Nauen an die Berlin-Hamburger Bahn angeschlossen, 1889 die Zuckerfabrik gegründet.
Nauen ist seit dem 19. August 1906, als die Großfunkstelle für drahtlose Telegrafie in Betrieb genommen wurde, Standort bedeutender Sendeanlagen. Bis 1945 befand sich in Nauen ein großes Sendezentrum für Lang- und Kurzwelle, dessen Drahtantenne eine Fläche überspannte, die größer als das Fürstentum Monaco war. Die Tragmasten, die bis zu 260 Meter hoch waren, gehörten zu den höchsten Bauwerken Europas. Durch diese Anlagen wurde Nauen weltbekannt („Nauen kennt die Welt und die Welt kennt Nauen“).
1945 wurden diese Anlagen demontiert und das Sendegebäude, der Muthesiusbau, zeitweise als Kartoffellager genutzt. Ab 1954 begann man in Nauen wieder mit dem Aufbau von Sendeanlagen, insbesondere für Rundfunk und andere Funkdienste im Kurzwellenbereich.
Beim Ausbau des Kurzwellenzentrums Nauen entstand eine 70 Meter hohe Drehstandantenne, die heute unter Denkmalschutz steht. Die Anlagen des Funkamtes Nauen sind heute noch weltbekannt.
Nach der deutschen Wiedervereinigung wurden zahlreiche Sendeeinrichtungen in Nauen aus der DDR-Zeit demontiert. Allerdings wurden zwischen 1995 und 1997 in Nauen auch vier neue drehbare Antennen, die so genannten ALISS-Antennen errichtet. Sie sind 80,5 Meter hoch, wiegen 280 Tonnen und haben eine Spannweite von 87 Metern.