article

Wappen Karte
Wappen_nauen.png Karte_Nauen_in_Deutschland.png
Basisdaten
Bundesland: Brandenburg
Landkreis: Havelland
Geografische Lage:
Höhe: 37 m ü. NN
Fläche: 266,77 km²
Einwohner in der Stadt: 10.253 (30. März 2006)
Einwohner gesamt inklusive Ortsteile: 16.735 (30. März 2006)
Bevölkerungsdichte: 62 Einwohner je km²
Postleitzahl: 14641
Vorwahl: 03321
Kfz-Kennzeichen: HVL (alt NAU)
Gemeindeschlüssel: 12 0 63 208
Adresse der Stadtverwaltung: Rathausplatz 1
14641 Nauen
Website: www.nauen.de
Bürgermeister: Detlef Fleischmann (SPD)

Nauener Soldatenfriedhof.jpg

Nauen ist eine Stadt in Deutschland im Bundesland Brandenburg, westlich von Berlin. Sie ist Mitglied der Arbeitsgemeinschaft „Städte mit historischen Stadtkernen“ des Landes Brandenburg.

Geografie


Geografische Lage

Die Stadt Nauen liegt im nordöstlichen Teil der Region Havelland Fläming, ca. 18 km westlich vor Berlin und ca. 24 km nordwestlich der Landeshauptstadt Potsdam. Landschaftlich liegt Nauen zwischen dem ausgedehnten Landschaftsschutzgebiet Nauen-Brieselang-Krämer und überwiegend landwirtschaftlich genutzten Flächen im Süden und Südwesten. In geologischer Hinsicht liegt die Stadt am nördlichen Rand der nach ihr benannten Nauener Platte, einer bis zu 15 Meter dicken und weitgehend geschlossenen Grundmoränenbildung der Saale-Eiszeit und der letzten Eiszeit, die zum Teil von flachwelligen Endmoränenbildungen überlagert ist.

Stadtgliederung

  • Berge
  • Bergerdamm
    • mit den Stadtteilen: Bergerdamm-Lager, Hanffabrik, Hertefeld
  • Börnicke
    • mit dem Stadtteil: Ebereschenhof
  • Groß Behnitz
    • mit dem Stadtteil: Quermathen
  • Kienberg
    • mit dem Stadtteil: Teufelshof
  • Klein Behnitz
  • Lietzow
    • mit dem Stadtteil: Utershorst
  • Markee
    • mit den Stadtteilen: Markau, Neugarten, Neuhof, Röthehof
      • Neukammer
      • Ribbeck
      • Schwanebeck
      • Tietzow
      • Wachow
        • mit den Gemeindeteilen: Gohlitz, Niebede
          • Wachow, mit heute etwa 900 Einwohnern, wurde 1179 das erste mal urkundlich erwähnt. Ein eigenes Wappen erhielt der Ort 1996. Die drei Laubkronen symbolisieren dabei Wachow, Gohlitz und Niebede. Die Blumen sind Symbol für die Heide um Gohlitz, das Kreuz für die Kirche Wachows und das Pferde stehen für Niebede.
      • Waldsiedlung

      Geschichte


      Nauen, das seinerzeit noch Nowen hieß, wurde 1186 erstmals urkundlich erwähnt, erhielt 1292 Stadtrecht und 1317 Marktrecht.

      1414 gab es durch einem Rachefeldzug Dietrich von Quitzows einen großen Stadtbrand. 1631 zerstörten die Truppen Tillys einen Teil der Stadt.

      1732 hielt sich Kronprinz Friedrich drei Monate als Bataillonskommandeur in Nauen auf.

      1800 erfolgte die Einweihung der Synagoge (Goethestraße 11). 1846 wurde Nauen an die Berlin-Hamburger Bahn angeschlossen, 1889 die Zuckerfabrik gegründet.

      Politik


      Gemeinderat

      Der Rat der Stadt Nauen besteht aus 28 Ratsfrauen und Ratsherren. (Stand: Kommunalwahl am 26. Oktober 2003)

      Städtepartnerschaften

      Kultur und Sehenswürdigkeiten


      Bauwerke

      • Rathausplatz mit Rathaus (1888-91 erbaut) und Sittelschem Haus.
      • Evangelische St.-Jacobi-Kirche: Der ca. 55 m Turm wurde 1707 auf dem aus dem 12. Jahrhundert stammenden Unterbau errichtet, die Kirche nach einem Brand 1695 spätgotisch wieder aufgebaut.
      • Mittelstraße mit dem Voßschen Haus (Nr. 33; Jugendstil), dem Barzschen Haus (Nr. 12-16) und dem Rumpffschen Haus.
        • Das von Max Taut 1916 erbaute Goethe-Gymnasium.
        • Wasserturm (Mauerstraße/Goethestraße; 1898 erbaut, steht unter Denkmalschutz).
        • Fachwerkkirche in Markee: erbaut 1697 als Ersatz für den hinfälligen Vorgängerbau, enthält vorreformatorische Apostelfiguren, Bild aus der Cranach-Schule, Altarkanzel und Empore von ca. 1700, Art-Déco-Ausmalungen aus den 1930er Jahren.

        Persönlichkeiten


        Ehrenbürger

        • Werner Salomon, der ehemalige Bürgermeister des Berliner Bezirks Spandau ist seit 1996 Ehrenbürger.

        Söhne und Töchter der Stadt

        Sonstiges


        Sendeanlagen

        Nauen ist seit dem 19. August 1906, als die Großfunkstelle für drahtlose Telegrafie in Betrieb genommen wurde, Standort bedeutender Sendeanlagen. Bis 1945 befand sich in Nauen ein großes Sendezentrum für Lang- und Kurzwelle, dessen Drahtantenne eine Fläche überspannte, die größer als das Fürstentum Monaco war. Die Tragmasten, die bis zu 260 Meter hoch waren, gehörten zu den höchsten Bauwerken Europas. Durch diese Anlagen wurde Nauen weltbekannt („Nauen kennt die Welt und die Welt kennt Nauen“).

        1945 wurden diese Anlagen demontiert und das Sendegebäude, der Muthesiusbau, zeitweise als Kartoffellager genutzt. Ab 1954 begann man in Nauen wieder mit dem Aufbau von Sendeanlagen, insbesondere für Rundfunk und andere Funkdienste im Kurzwellenbereich.

        Beim Ausbau des Kurzwellenzentrums Nauen entstand eine 70 Meter hohe Drehstandantenne, die heute unter Denkmalschutz steht. Die Anlagen des Funkamtes Nauen sind heute noch weltbekannt.

        Nach der deutschen Wiedervereinigung wurden zahlreiche Sendeeinrichtungen in Nauen aus der DDR-Zeit demontiert. Allerdings wurden zwischen 1995 und 1997 in Nauen auch vier neue drehbare Antennen, die so genannten ALISS-Antennen errichtet. Sie sind 80,5 Meter hoch, wiegen 280 Tonnen und haben eine Spannweite von 87 Metern.

        Weblinks


        Ort in Brandenburg | Sendeturm

        Nauen | Nauen

 

This article is licensed under the GNU Free Documentation License. It uses material from the "Nauen".

Home Pageartsbusinesscomputersgameshealthhospitalshomekids & teensnewsphysiciansrecreationreferenceregionalscienceshoppingsocietysportsworld