Der Naturpark Elm-Lappwald ist ein Naturpark im süd-östlichen Niedersachsen östlich von Braunschweig. Ihn prägen die bewaldeten Höhenzüge von Elm, Lappwald und Dorm sowie das Gebiet der Helmstedter Mulde.
Landschaftsmäßig gehört der Naturpark zum ostfälischen Hügelland. Er befindet sich im Übergangsgebiet zwischen dem Mittelgebirgsraum mit dem Harz im Süden und der norddeutschen Tiefebene mit der Lüneburger Heide im Norden. Klimatisch liegt das Gebiet in West-Ost-Richtung in der Übergangszone zwischen maritimen und kontinentalen Wettereinflüssen.
Das Gebiet des heutigen Naturparks war bereits im 6. Jahrtausend vor Christus dauerhaft besiedelt, wovon Megalithgräber zeugen. Mit der Besiedlung dieses Raumes durch den Menschen veränderte sich das natürlich gewachsene Vegetationsbild. Zwar hatten die ersten Siedler in der mittleren Steinzeit als Jäger, Fischer und Sammler noch keinen nennenswerten Anteil an dieser Veränderung. Die Muldenlage des Gebiets mit Ansätzen zum Lössboden sorgte schon in der Steinzeit für eine Besiedlung durch frühe Ackerbaukulturen. Sie rodeten schon früh den dichten Baumbestand. Den größten Verlust an Waldflächen brachte die Zeit der großen Rodungen (900 bis 1200 n. Chr.), als dieser Zeit die Naturlandschaft “in Kultur genommen” wurde. Heute noch deuten Ortsnamen, die auf -rode, -hörst, -feld enden, auf diese Siedlungsperiode hin. Besonders viele Rodungsdörfer legten die Marientaler Zisterziensermönche an. Auf diese Zeit gehen Abbenrode, Hemkenrode und Erkerode am Nordwesthang des Elms und Rotenkamp am Rieseberg zurück. Im Mittelalter gab es in dieser Region noch bedeutend mehr Siedlungen. Fast die Hälfte von ihnen wurde von ihren Bewohnern wieder aufgegeben und verfiel, sie wurde zu Wüstungen, deren Zahl im Gebiet des Lappwaldes, am Dorm und am Südwesthang des Elms besonders hoch ist. Die Gegend mit ihren guten Böden blieb bis heute ein bevorzugter Ackerstandort. Seit dem Mittelalter sind die Städte Königslutter, Schöningen, Schöppenstedt und Helmstedt geschichtsträchige Orte im Bereich des heutigen Naturparks. Maßgeblich für die frühe, schon 952 einsetzende Entwicklung Helmstedts war die Lage am Handelsweg von Braunschweig nach Magdeburg, der heutigen B 1.
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"Naturpark Elm-Lappwald".
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