Museum_fg04.jpg - weltweit größtes Naturkundemuseum]] Naturkundemuseen dienen ebenso wie andere Museen der Kultur- und Wissenschaftsförderung. Zu ihren Hauptaufgaben zählen: Sammeln und Bewahren, Öffentlichkeitsarbeit und Forschung. Damit unterscheiden sie sich deutlich von den Wissenschaftszentren (Science Center), die ausschließlich Öffentlichkeitsarbeit leisten - ohne eigene Sammlungen und Forschung. Zu den klassischen Sammelgebieten zählen: Geologie, Paläontologie (Erdgeschichte), Botanik, Zoologie, aber auch oft Ethnologie (Völkerkunde). Die immensen Sammlungsbestände sind schon von daher zu verstehen, daß man heute bereits mehr als zwei Millionen unterschiedliche Lebewesen kennt. Naturkundemuseen gehören zu den meistbesuchten Kulturinstitutionen weltweit.
Die historischen Wurzeln gehen zurück auf Fürstensammlungen (Naturalienkabinette), auf akademische Sammlungen der Universitäten und Lehranstalten und Sammlungen der naturwissenschaftlichen Vereine. Mit dem Erstarken des Bürgertums, den ersten großen Forschungsreisen, der Industrialisierung und der nun die Gesellschaft stark beeinflussenden Wissenschaft kommt es im 19. Jahrhundert zur Gründung zahlreicher naturwissenschaftlicher Museen. Bis in die 1920er Jahre hinein erlebten diese Museumssparte einen immensen Zuwachs, wohingegen seit Mitte des 20. Jahrhunderts in Europa eine Reduktion und Mittelkürzung in fast allen Häusern stattfindet. Insbesondere in Nordamerika werden Naturkundemuseen noch heute stark gefördert.
Museum_fg01.jpg, 1924]] Die Art und Weise der Ausstellungen hat sich seit dem Ende des 19. Jahrhunderts deutlich geändert. Ursprünglich sollten von allen Naturobjekten repräsentative Vertreter in der Sammlung vorhanden sein und auch gezeigt werden. Daher waren wissenschaftliche Sammlungen und Schausammlungen noch vereint. Da insbesondere durch den zunehmenden Handel und die zahlreichen Forschungsreisen der Umfang des Sammlungsgutes so sehr zunahm, daß er unmöglich permanent in den Ausstellungen zu sehen sein konnte, begann man mit der Trennung von Sammlung und Ausstellung. Darüber hinaus gewannen in dieser Zeit noch heute aktuelle Themen an Bedeutung, die die ursprünglich rein systematisch aufgebauten Ausstellungen erst ergänzten, später sogar ablösten. Zu den wichtigsten Themen zählten nun die Biogeografie und die Ökologie. Damit wurde das Naturkundemuseum auch ein Erlebnisort, der meist exotische Orte und deren Lebenswelt präsentierte. Insbesondere in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts wurde zunehmend Wert auf eine gute Besucherführung, auf didaktisch aufbereitete Präsentationen und multimedialen Einsatz gelegt. Auch etablieren sich zunehmend Sonderformen des Naturkundemuseums, wie die geleichzeitige Präsentation von lebenden Tieren in den Ausstellungen (z.B. Löbbecke Museum & Aquazoo in Düsseldorf). Es gibt aber auch rückwärtsgerichtete Tendenzen, wie beispielsweise die neue Ausstellung in Paris, die deutlich Aspekte des Naturalienkabinetts aufgreift.
This article is licensed under the GNU Free Documentation License.
It uses material from the
"Naturkundemuseum".
Home Page • arts • business • computers • games • health • hospitals • home • kids & teens • news • physicians • recreation• reference • regional • science • shopping • society • sports • world