Natural Born Killers ist ein Spielfilm von Oliver Stone aus dem Jahr 1994.
Dieser Thriller ist eine Groteske, die sich satirisch mit den Medien auseinandersetzt. Dabei stellt sich vor allem die Frage, wo die Macht und Freiheit der Presse ein Ende hat und wo die Grenzen für die Wissbegierde der Zuschauer liegen.
52 ermordete Menschen in drei Wochen: Das ist die traurige und grausame Bilanz des Liebespärchens Mickey und Mallory Knox. Zum Ritual der Killer gehört, dass sie bei ihren Massakern stets ein Opfer überleben lassen, damit ihre Geschichte weitererzählt wird. So etwas ist ein gefundenes Fressen für die Presse, die die beiden zu regelrechten Medienstars erhebt. So ist das Land schließlich auch live dabei, als die beiden nach ihrer Festnahme eine Gefängnisrevolte für eine gewaltsame Flucht nutzen wollen, bei der ebenfalls ein Massaker stattfindet.
Der Film entstand nach einer Idee von Quentin Tarantino, der 1992 das Drehbuch verfasste. Es stellte ursprünglich zusammen mit True Romance einen Film dar. Aufgrund der Vielzahl der Änderungen, die Oliver Stone und Tarantinos ehemaliger Freund David Velzoz vorgenommen hatten, ließ Tarantino seinen Namen aus dem Projekt streichen. Bis heute ist Tarantino unzufrieden über die Art und Weise, wie seine Idee realisiert wurde, und zerstritten mit Oliver Stone.
Von dem Film existieren zwei Varianten: Die Kinofassung und die ca. 2,5 Minuten längere ungeschnittene Fassung. Beide waren in England lange Zeit verboten.
Die Kinofassung wurde von der Freiwillige Selbstkontrolle mit einem FSK 18 geprüft. Der Unrated-Version wurde die Freigabe verwehrt. Sie erhielt nach erfolgreicher Prüfung das Logo "SPIO/JK-Gutachten: strafrechtlich unbedenklich", d.h. der Film darf nur an Volljährige verkauft werden und wird wie ein FSK 18-Titel behandelt.
Die Geschichte trägt deutlich Quentin Tarantinos Handschrift. Sie handelt von der unzerbrechlichen Treue als letzter Bastion in einer immer wahnsinniger werdenden Welt. Mickey und Mallory haben nichts auf der Welt, als sich selbst. Demzufolge sind sie sehr gleichgültig gegenüber dem Rest. Die beiden sind das tragische Alter Ego von Alabama und Clarence aus True Romance - auch hier schrieb Tarantino das Buch.
In der Schlußszene entlarvt Stone auch den Zuschauer selbst als Voyeur in einer von Medien und Gewalt bestimmten Gesellschaft. Völlig unkommentiert endet der Film mit einer Collage von Tätern und Opfern, die durch Verbrechen zu Medienstars der 1990er Jahre wurden. So zeigt Stone den des Mordes angeklagten O. J. Simpson, Tonya Harding, die Elternmörder Lyle und Erik Menendez, Lorena Bobbitt und den von Polizisten verprügelten Rodney King.
Oliver Stone geriet wegen dieses Films stark in die Kritik, denn sowohl in den USA, als auch in Frankreich und Deutschland fanden sogenannte „Nachahmermorde“ statt. Analog zu den Protagonisten des Filmes wollten die Täter ihrem Leben durch das Morden einen letzten Sinn verleihen. Der Nachahmermord in Deutschland fand 1996 in einer Kleinstadt in Nordrhein-Westfalen statt. Die drei jugendlichen Täter wurden zu Haftstrafen von jeweils 8 Jahren verurteilt.
Bochumer Wissenschaftler wiesen in einer Studie nach, dass einige Zuschauer des Films durchaus gewaltbereit aus dem Kinosaal kamen. Zur allgemeinen Überraschung war dies jedoch nicht auf die Gewaltdarstellungen zurückzuführen. Vielmehr hatte ein Teil des Publikums durch die Werbung einen typischen Hollywood-Actionfilm erwartet und war von der experimentellen Machart des Films unangenehm überrascht. Sie fühlten sich um ihr Geld betrogen und reagierten deshalb aggressiv.
Die Filmmusik wurde von Trent Reznor zusammengestellt und beinhaltet folgende Lieder:
Filmtitel | Actionfilm | Thriller | Road Movie | US-amerikanischer Film | Filmtitel 1994
Родени убийци | Natural Born Killers | Tueurs nés | Natural Born Killers | Assassini nati | ナチュラル・ボーン・キラーズ | Прирождённые убийцы (фильм) | Natural Born Killers
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