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Das Natufien // , das sogenannte Protoneolithikum,ist eine epipaläolithische Kultur der Levante. Sie ist nach Fundorten im Wadi an-Natuf im Westjordanland in Palästina benannt, die 1928 von Dorothy Garrod entdeckt wurden (u. a. Skubah-Höhle).

Siedlungen


Gesiedelt wurde in Abris, Höhlen und im Freiland. Es wurden Rundhütten aus Stampflehm gefunden, die auf eingetieften Steinsockeln standen. In Bab-edh-Dhra (Jordanien) auf der Lisan-Halbinsel am Ostrand des Toten Meeres wurde ein Gebäude freigelegt, das eine Darre gewesen sein kann.

Steingeräte


Silex wurde unter anderem zu Hacken und Sicheln verarbeitet. Kalk-Steine wurden ausgehöhlt, geschliffen und als Gefäße benutzt. Mörser und Mahlsteine sind in Gebrauch. Letztere bezeugen die Verarbeitung von (wild)Getreide. In Ain-Sakhri bei Jerusalem wurde eine Kalksteinplastik gefunden, die einen Koitus darstellt.

Wirtschaftsweise


Antilopen wurden in Gatter getrieben und dort erlegt. Das Sammeln von Wildgetreide kann als Vorstufe zur Domestikation (vgl. neolithische Revolution) angesehen werden.

Knochengeräte


Geräte aus den Knochen von Rind, Schaf und Ziege wurden in der El Wad-Höhle im Karmel gefunden.

Literatur


  • Ofer Bar-Yosef: The Natufian Culture in the Levant. Threshold to the Origins of Agriculture, in: Evolutionary Anthropology Vol. 6 (1998), S. 159-177. online
  • Benz Marion: Die Neolithisierung im Vorderen Orient 2000. ISBN 3-9804241-6-2
  • Steven Mithen: After the ice. A global human history, 20.000-5000 BC, Weidenfeld & Nicolson, London 2003, S. 29-55
Archäologische Kultur | Vorderasiatische Geschichte | Steinzeit

Νατούφιος πολιτισμός | Natufian culture | Natoufien | התרבות הנאטופית | Natúf-kultúra | Cultura natufiana

 

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