Das Natriumhydroxid löst sich unter starker Wärmebildung sehr gut in Wasser. Eine bei Raumtemperatur gesättigte wässrige Lösung enthält pro Liter 1260 g Natriumhydroxid. Natronlauge ist eine der am häufigsten verwendeten Labor- und Industriechemikalien. Konzentrierte Natronlaugen wirken auf der Haut stark ätzend und selbst stark verdünnte Natronlauge kann die Hornhaut der Augen so schädigen, dass es zur Erblindung kommt.
Einmolare Natronlauge (eine Lösung, die ein Mol NaOH (40 g) in einem Liter enthält; entspricht etwa 4%) hat einen pH-Wert von 14.
Natronlauge wird meistens durch Elektrolyse aus Natriumchlorid gewonnen (zu über 90 % der Weltproduktion). Dabei wird auch Chlor produziert. Der große Bedarf der chemischen Industrie an Natronlauge hat maßgeblich zur Entwicklung der Chlorchemie beigetragen (Beispiel: Polyvinylchlorid als Weiterverwendung des Chlors).
Verwendung
Reinigung: Spülen von Flaschen in Getränke-Abfüllanlagen, Rohrreiniger, Beseitigung fettiger und öliger Verunreinigungen
Herstellung von Seifen, Aufschluss von Bauxit (zur Aluminiumgewinnung) und anderen Erzen, Zellstoffgewinnung
Verarbeitung: Abbeizen von Holz, großtechnisches Schälen (zum Beispiel von Kartoffeln), Neutralisation von Säuren, Regenerierung von Gummi und Ionentauschern
weitere Verwendung in der Photographie, zur Konservierung alter Schriftstücke, als Brezellauge
aber auch
Aufbewahrung
Natronlauge sollte nie in Gefäßen mit Glasschliffstopfen aufbewahrt werden. Mit dem Kohlendioxid aus der Luft bildet sich am Schliff Natriumhydrogencarbonat. Diese Salzkruste verklebt den Schliff mit der Hülse. Statt dessen empfiehlt sich ein Kunststoffbehälter mit Schraubverschluss oder Gummistopfen.