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Natriumfluorid ist ein Natriumsalz der Fluorwasserstoffsäure.

R: 25-32-35/36
S: 22-36-34
Strukturformel
Allgemeines
Name Natriumfluorid
Andere Namen Fluornatrium, Fluorol
Summenformel NaF
CAS-Nummer 7681-49-4
Kurzbeschreibung weiße Kristalle oder farblose Einkristalle
Eigenschaften
Molmasse 41,99 g/mol
Aggregatzustand fest
Dichte 2,79 g/cm³
Schmelzpunkt 995 °C
Siedepunkt 1700 °C
Dampfdruck 87 Torr (1426 °C), 531 Torr (1655 °C), 756 Torr (1761 °C)
Löslichkeit gut in Flusssäure, Wasser (42,2 g/L bei 18 °C), nicht in Alkohol
Sicherheitshinweise
R- und S-Sätze
MAK 2,5 mg/m³
LD50 (Ratte, oral) 52 mg/kg
LDlo (Mensch, oral) 75 mg/kg
 

Eigenschaften


Das farblose Natriumfluorid kristallisiert in einem Natriumchloridgitter und lässt sich zu Einkristallen "züchten". Es ist durchlässig für Infrarot- und UV-Licht. In Wasser ist es bei allen Temperaturen nur mäßig löslich. Erwärmen steigert die Löslichkeit kaum. In Alkohol löst es sich nicht. In konzentrierter Schwefelsäure setzt es sich zu Natriumsulfat und Fluorwasserstoff um. Infolge teilweiser Hydrolyse reagiert die wässrige Lösung von Natriumfluorid leicht alkalisch. Natriumfluorid wirkt als Insektizid und ist giftig.

Natriumfluorid bildet mit Natriumchlorid, Natriumcarbonat und Calciumfluorid Schmelzen mit einem Eutektikum, mit Natriumsulfat Schmelzen mit 2 Eutektika. Festes und flüssiges Natriumfluorid leiten elektrischen Strom, wobei der Widerstand mit steigender Temperatur abnimmt.

Reaktionsverhalten

  1. Natriumfluorid und Schwefelsäure reagieren zu Natriumsulfat und Fluorwasserstoff.
    2 NaF + H2SO4 → Na2SO4 + 2 HF
Die Hohe Toxizität von NaF im Vergleich zu anderen Natriumhalogeniden (NaCL beispielsweise) begründet sich in der Wirkung von NaF als Glycolysehemmer

Darstellung


  1. Neutralisation von konz. Fluorwasserstoffsäure mit Natronlauge
    HF + NaOH → NaF + H2O
    Überschüssiger Fluorwasserstoff führt zur Bildung von Natriumhydrogenfluorid :
    NaF + HF → NaHF2
  2. Umsetzung von Fluorwasserstoffsäure mit Natriumcarbonat :
    2 HF + Na2CO3 → 2 NaF + H2O + CO2
  3. Ausgehend vom Natriumsalz der Hexafluorokieselsäure kann Natriumfluorid durch thermische Zersetzung gewonnen werden.

Verwendung


Natriumfluorid wird als Holzschutzmittel und zum Konservieren von Klebstoffen verwendet. Bei der elektrolytischen Gewinnung von Aluminium dient es als Flussmittel, in der Metallurgie als Schlackenzusatz für Metallschmelzen.
Weitere Anwendungen:
  • Trübungs- und Flussmittel in der Glasherstellung
  • Zur Reinigung anderer Fluoride durch Bindung von überschüssigem Fluorwasserstoff
  • Fluorierungsmittel in der Organischen Chemie.
  • Einkristalle dienen in der Instrumentellen Analytik als Filter, Linsen und Prismen
  • In der Photometrie als Maskierungsmittel für Eisenionen
  • Fluoridierung von Trinkwasser, Speisesalz, Zahncreme usw., Fluortabletten
  • Reinigung von Uranhexafluorid bei der Wiederaufbereitung
  • Als Phosphataseinhibtor in der Molekularbiologie

Vorsichtsmaßnahmen


Natriumfluorid ist giftig. Das Einatmen von Stäuben ist zu vermeiden. Bei der Arbeiten mit Natriumfluorid sind Handschuhe zu tragen.

Verweise zu anderen Themen


Chemische Verbindung | Gift

Sodium fluoride | Natriumfluoridi

 

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