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Die Nationalsprachen oder Landessprachen eines Staates ist eine oder sind mehrere vom staatstragenden Volk gesprochene Sprachen mit privilegiertem offiziellen Status.. Die meisten Staaten, insbesondere Nationalstaaten wie Frankreich oder Italien, haben nur eine Nationalsprache. Daneben existieren oft Minderheitensprachen, die von den ethnischen oder nationalen Minderheiten gesprochen werden. Nationalsprache und Amtssprache können, müssen aber nicht deckungsgleich sein. So haben beispielsweise viele afrikanische Staaten Französisch oder Englisch als Amtssprache, jedoch mehrere andere Nationalsprachen.

In der Schweiz wurde lange Zeit in der Verfassung zwischen Amts- und Nationalsprachen unterschieden. So gab es von 1938 bis 1999 vier Nationalsprachen (Deutsch, Französisch, Italienisch und Rätoromanisch), jedoch nur drei Amtssprachen (D, F und I). Erst seit der Verfassungsrevision von 1999 ist Rätoromanisch für Muttersprachler ebenfalls eidgenössische Amtssprache.

In Singapur wird Malaiisch als Nationalsprache noch über die weiteren (und teilweise häufiger gesprochenen) Amtssprachen Englisch, Chinesisch und Tamil gehoben.

National- und Minderheitensprachen sowie weitere Sprachen, die sich ebenfalls historisch aus dem Sprachgebrauch einer Ethnie entwickelt haben, werden verallgemeinernd unter dem Begriff Ethnosprachen zusammengefasst.

Literatur & Weblinks


Siehe auch


Sprache

 

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