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In Ungarn existieren derzeit folgende Nationalparks:

Duna-Dráva

Der 1996 gegründete Nationalpark Duna-Dráva liegt zwischen der Donau und der Drau. Er umfasst ein Areal von knapp 50 Hektar. Die Errichtung eines Nationalparks in dieser Landschaft ergab sich aus der Notwendigkeit des Schutzes der diesen umgebenden Flüsse in bezug auf Wasserqualität jedoch auch aus der Tatsache, dass hier einmalige Pflanzen- und Tierarten vorkommen.

Hortobágy

Der Nationalpark Hortobágy ist der älteste und größte Nationalpark Ungarns. Er umfasst ein Areal von ca. 520 km² und gilt als die größte Grassteppe Europas, der Puszta.
Der Nationalpark ist ein Biosphärenreservat und ein Großteil ein Vogelschutzgebiet, speziell für Wasservögel.
Bekannt wurde dieses Areal vorrangig durch seine Salzsteppen. Außerdem bietet die Gegend eine ausreichende Lebensgrundlage für Großtrappen. Außerdem finden hier eine große Zahl seltener Zugvögel ihren Rastplatz.
Der Nationalpark Hortobágy wurde 1999 zum Welterbe der UNESCO ernannt.

Körös-Maros

Der Nationalpark Körös-Maros wurde im Jahr 1997 gegründet und befindet sich im Südosten gelegenen Landesteil.

Der ca. 50 Hektar große Nationalpark zeichnet sich vor allem durch seine Seen- und Flusslandschaft aus, die für die Zugvögel von existenzieller Bedeutung sind. Weiterhin sieht sich dieser Nationalpark in der Pflicht, die verbliebenen Gebiete der noch existierenden Wälder und der in diesem Gebiet vorkommenden Sümpfe sowie deren Population zu erhalten.
Außerdem befindet sich hier ein im Jahr 1975 gegründetes Reservat für Trappen.

Duna-Ipoly

Der Nationalpark Duna-Ipoly oder Donau-Ipoly wurde 1997 gegründet.
Landschaftlich gelegen am sog. Donauknie ist dieser Nationalpark charakteristisch für seine Artenvielfalt an Pflanzen und Tieren., was auf die dort vorherrschenden unterschiedlichen natürlichen Lebensräume zurückgeführt werden kann. Viele der hier vorkommenden Arten stehen unter Naturschutz. Erwähnenswert sind weiterhin die vielfältigen Gesteinsvorkommen.

Balaton-Oberland

Der Nationalpark Balaton-Oberland wurde 1997 gegründet.
Er umfasst ein Areal von ca. 56 km². Er ist landschaftlich sehr vielfältig. Die hier anzutreffenden Geysirkegel sind hauptsächlich aus geologischer Sicht in Bezug auf den Vulkanismus sehr interessant. Das Gebiet Klein-Balaton zeichnet sich durch ein Vogelreservat im Bereich des Plattensees aus.
Weiterhin beherbergt dieser Nationalpark das Keszthely-Gebirge sowie Moore, wo seltene Pflanzenarten vorkommen. Darüberhinaus sind im Nationalpark die versteinerten Überreste des Pannonischen Meeres zu finden.

Kiskunság

Der Nationalpark Kiskunság wurde 1975 gegründet und liegt zwischen den Flüssen Donau und Theiß. Er umfasst ein Areal von nahezu 500 km².

Ein Großteil dieses Nationalparks macht ein Biosphärenreservat aus. So stellen die beiden größten Seen des Nationalparks, der Kolon-See bei Izsák sowie die Alkali-Seen in Klein-Kumanien oder dem oberen Kiskuság bedeutende Wasserreservate dar.

Bükk

Der Nationalpark Bükk besteht seit 1977.
Hier widmet man sich der Erhaltung der Flora und Fauna des gleichnamigen Gebirges, dem höchstgelegenen Ungarns, einem Kalksteingebirge. Dieser Nationalpark hat eine Ausdehnung von ca. 43 Hektar und besteht fast ausschließlich aus Wäldern. Das verkarstete Hochplateau dieses Gebirges mit seinen einzigartigen klimatischen Bedingungen hat das Vorkommen von in dieser Region nur selten anzutreffenden Tieren und Pflanzen zur Folge. Dies betrifft insbesondere Arten des Mittelmeerraumes sowie des Hochgebirges. Die hier zahlreich anzutreffenden Höhlen sind bedeutsam für die Archäologie.
Der sich im Nationalpark befindliche Ort Hollókő steht unter Denkmalschutz und wurde 1989 zum Welterbe der UNESCO ernannt.

Fertő-Hanság

Nationalpark Neusiedler See-Seewinkel (gemeinsam mit Österreich)

Aggtelek

Der Nationalpark Aggtelek wurde 1985 gegründet. Er befindet sich im Nordosten Ungarns und grenzt an die Slowakei.
Der Nationalpark erreicht eine Ausdehnung von etwa 20 km².
Im Jahr 1995 fand das Höhlensystems des zum Nationalpark gehörenden Karstgebirges Aufnahme in die Welterbeliste der UNESCO. Dieses Höhlensystem beinhaltet u.a. mehrere Tropfsteinhöhlen, die dem Tourismus zugänglich gemacht wurden.
Außerdem befinden sich auf dem Gelände des Nationalparks mehrere Orte, die aus Sicht der Kulturgeschichte historisch wertvoll sind und unter Denkmalschutz stehen.

Őrség

Der Nationalpark Őrség ist einer der jüngeren ungarischen Nationalparks. Er wurde 2002 eröffnet.
Er erreicht eine Ausdehnung von ca. 44 km² und geht aus dem Zusammenschluss mehrerer Landschaftsschutzgebiete hervor.
Das Hügelgelände des Nationalparks wird von zahlreichen Bächen und Flüssen durchzogen; das Klima ist durch eine überdurchschnittlich hohe Niederschlagsmenge gekennzeichnet. Das Gebiet hat weiterhin einige Stauseen aufzuweisen.
Neben den für die Gegend typischen Pflanzenarten kommen hier auch Pflanzen vor, die innerhalb Ungarns nur hier zu finden sind, wie beispielsweise der Berggamander.
Ebenfalls ist hier eine vielfältige Auswahl an Tierarten zu finden, besonders an Faltern und Libellen. Zu nennen ist hier außerdem das Vorkommen seltener Vogelarten, wie dem Wespenbussard oder dem Wachtelkönig.

Liste (Nationalpark) | Nationalpark in Ungarn

List of national parks of Hungary | Magyarország természetvédelmi területei | Lijst van nationale parken in Hongarije

 

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