Germania galt besonders im 19. Jahrhundert als die nationale Personifikation Deutschlands im Sinne Germaniens.
Die deutschen Kleinstaaten schickten sich an, sich zu einer politischen Gesamtheit zu vereinigen. Damit ging Mitte der 1840er Jahre ein Anwachsen des deutschen Nationalismus einher.
Er wurde zunächst durch die Poesie plastisch gestaltet, dann durch den Kampf um Schleswig-Holstein weiter ausgebildet und gewann schließlich durch die in den Schützen-, Sänger- und Turnerfesten gipfelnden Einigungsbestrebungen der 1850er und 1860er Jahre eine malerische und plastische Erscheinungsform.
Die erste populäre Gestalt einer Germania hat der Düsseldorfer Maler Lorenz Clasen in seiner Germania auf der Wacht am Rhein geschaffen.
Diese Verkörperung des Begriffs gewann durch die Jahre 1870 und 1871 noch mehr an Verbreitung. Die zahlreichen Sieges- und Kriegerdenkmäler haben dann neue Typen geschaffen, von denen Johannes Schillings Niederwalddenkmal am volkstümlichsten geworden ist. Diese Germania ist eine Verbindung einer "Schlachtenjungfrau" (Walküre) mit der das allumfassende Vaterland versinnlichenden deutschen Mutter.
Nationale Personifikation | Nationales Symbol (Deutschland) | Nationalismus
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