Die National-Zeitung – Deutsche Wochenzeitung (NZ) ist eine überregionale deutsche Wochenzeitung mit Sitz in München. Sie erscheint im Druckschriften- und Zeitungsverlags GmbH (DSZ-Verlag) des Gerhard Frey und entstand 1999 durch den formellen Zusammenschluss der bis dahin selbständigen, in Inhalt und Aufmachung jedoch weitgehend identischen Wochenzeitungen Deutsche Wochen-Zeitung (DWZ) und Deutsche National-Zeitung (DNZ).
Die im Abonnement und Kioskvertrieb erhältliche Zeitung hat eine geschätzte wöchentliche Gesamtauflage von 44.000 Exemplaren pro Ausgabe (laut Bundesverfassungsschutz) und ist die auflagenstärkste Publikation im rechtsradikalen Lager mit beträchtlichem Einfluss.
Die NZ erscheint wie die ehemalige DNZ und DWZ auf zwölf Seiten im Zeitungsformat und ist im Stil des Boulevardjournalismus aufgemacht. Verlagsinhaber des DSZ-Verlags und Herausgeber ist Dr. Gerhard Frey, der Vorsitzende der rechtsextremen DVU. Obwohl die Zeitung offiziell unabhängig ist, orientiert sie sich völlig an Frey, der über sie versucht, Leser an seine Partei zu binden. Aufgrund der beherrschenden Stellung Freys und des Fehlens einer originären Parteizeitung der DVU kann sie als das Presseorgan der Partei angesehen werden, doch besteht über die Partei hinaus eine große Wirkung im rechtsextremen Lager.
Viele Artikel der Zeitung münden in Reklame für einschlägige Bücher aus den Verlagen von Gerhard Frey, die als angeblich weiterführende, das angeschnittene Thema vertiefende Literatur empfohlen werden. Tatsächlich handelt es sich dabei häufig nur um Sammlungen früherer Berichte der National-Zeitung in Buchform, die auf diese Art ein weiteres Mal vermarktet werden. In der Agitation der National-Zeitung nimmt das Thema Ausländer in Deutschland einen breiten Raum ein. Ein weiterer inhaltlicher Schwerpunkt sind verharmlosende Beiträge zur nationalsozialistischen Vergangenheit. Mit stereotypen Schlagzeilen und mit unterschwellig antisemitischen Artikeln werden Ressentiments gegen Juden geschürt und in weiteren Beiträgen der demokratische Rechtsstaat und seine Repräsentanten angegriffen.
Dem DSZ-Verlag ist die "Freiheitliche Buch- und Zeitschriftenverlags GmbH" (FZ-Verlag) mit einem Buch- und Reisedienst angegliedert, als deren Geschäftsführerin dessen Ehefrau Regine Frey fungiert. Frey, der außerdem einen umfangreichen NS-Devotionalienhandel betreibt, verfügt damit über das größte rechtsextreme Medienimperium. Über die Zeitung werden diese Produkte wie Medaillen von mitunter bekannten Nationalsozialisten, Bücher aus den eigenen Verlagen oder antiquarische Bücher beworben und vertrieben.
Die DNZ kam zuerst 1951 unter dem Titel "Deutsche Soldaten-Zeitung" heraus, welche zum Großteil von ehemaligen Mitgliedern der Waffen-SS wie Joachim Ruoff gegründet worden war. Die DNZ wurde anfangs als antikommunistische Zeitung von der US-amerikanischen Verwaltung und dann 1953/54 vom Bundespresse- und Informationsamt finanziell unterstützt und gefördert.
1958 wurde sie zu 50 Prozent von Gerhard Frey erworben. Gleichzeitig gründet dieser die Deutsche Soldaten-Zeitungs-Verlags GmbH. Nachdem er 1960 die restlichen Anteile gekauft hatte, änderte er den Namen in "Deutsche Soldaten-Zeitung und National-Zeitung" und änderte die Erscheinungsweise von bisher monatlich auf wöchentlich. 1963 nannte er sie abermals um, sie erschien nun unter dem Namen "Deutsche National-Zeitung". Im selben Jahr erwarb Frey die Vertriebenenblätter "Schlesische Rundschau" und "Der Sudetendeutsche" und gliederte deren Inhalte ebenfalls in die DNZ ein. Frey äußerte schon damals die Vorstellung, dass er die DNZ als Wochenzeitung für das gesamte rechte Spektrum etablieren wolle.
Die "Deutsche Wochen-Zeitung" (DWZ) war seit 1964 eines der Parteiblätter der Nationaldemokratischen Partei Deutschlands und widmete sich vorrangig geschichtsrevisionistischen Themen. 1986 kaufte Frey auch diese auf, von Waldemar Schütz, und benannte sie in "Deutsche Wochen-Zeitung - Deutscher Anzeiger" um. In Inhalt und Aufmachung glich sie weitestgehend der DNZ.
1969 wurde von dem damaligen Bundesinnenminister Ernst Benda beim Bundesverfassungsgericht ein Antrag nach Artikel 18 Grundgesetz - das Verwirken der Pressefreiheit aufgrunde Missbrauchs - gestellt. 1974 wurde der Antrag jedoch vom Bundesverfassungsgericht abgelehnt.
Mit der Ausgabe 36 vom 3. September 1999 wurden beide Blätter zur "National-Zeitung - Deutsche Wochenzeitung" (NZ) verschmolzen.
Nach Auffassung des Bundesverfassungsschutzes werden tagespolitische Themen und Ereignisse verzerrt dargestellt und instrumentalisiert. Zu den Hauptthemen der beiden weitgehend identischen Zeitungen bzw. ihrem Nachfolger gehörten und gehören die Kriegsschuldfrage, der "Geschichtsrevisionismus", der Revanchismus und die Glorifizierung des deutschen Soldatentums. Weiterhin wird der Nationalsozialismus verharmlost und versucht, Repräsentanten und Institutionen des NS-Regimes in einem positiven Licht erscheinen zu lassen und deren "wirkliche" Größe und Leistung der angeblich verfälschenden Geschichtsschreibung entgegenzusetzen. Zu den in jüngster Zeit am häufigsten behandelten Themen gehören die Wehrmachtsausstellung, der Fall Michel Friedman und die Visa-Affäre um Joschka Fischer. Sehr oft finden sich antisemitische bzw. israelfeindliche Äußerungen.
In den 1980er und 1990er Jahren haben Rassismus und die Ablehnung der Europäischen Gemeinschaft bzw. ihre anstehende Osterweiterung (Hauptthema: Türkei) stark an Bedeutung gewonnen. Ausländer in Deutschland werden werden hier fast ausschließlich als Kriminelle und "Asylbetrüger" beschrieben und das Bild einer angeblichen Umvolkung oder Überfremdung der Deutschen beschworen. Auch die Terroranschläge am 11. September 2001 in den USA wurden als Folie für antiamerikanische sowie antisemitische Äußerungen genutzt und mehrfach verschwörungstheoretische Bücher zum Thema beworben, so zum Beispiel das Buch Die CIA und der 11. September. Internationaler Terror und die Rolle der Geheimdienste von Andreas von Bülow.
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"National-Zeitung – Deutsche Wochenzeitung".
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