National Socialist Movement ist eine der größten Vereinigungen von Neonazis in den USA. Sie gehört zur Bewegung der "white nationalists", zu denen sich auch Gruppen wie der Ku Klux Klan, die Aryan Nations oder die National Alliance zählen. Die Gruppe wird geführt von Jeff Schoeb und hat ihre Wurzeln in der American Nazi Party, einer nationalsozialistischen Partei, die sich die NSDAP als Vorbild genommen hat. Gegründet wurde die Organisation 1974 von Robert Brannen der die Führung 1983 wegen gesundheitlicher Probleme an seinen Mitarbeiter Cliff Herrington übergab.
Zwischen dem 15. und 16. Oktober 2005 kam es in der Stadt Toledo im US-Bundesstaat Ohio zu Unruhen, als anläßlich eines Demonstrationsaufzuges des National Socialist Movements, diese mit Gegendemonstranten zusammenstießen. Dabei setzte die örtliche Polizei Tränengas insbesondere gegen letzte Partei ein. Der Bürgermeister der Stadt, Jack Ford, bekräftigte das Recht der Nazis ihre Sache öffentlich zu vertreten, was die Unruhen wahrscheinlich erst in Gang setzte. Die Presse sprach von einem wütenden Mob von 600 Menschen, zu dem sich auch Straßengangs gesellt hätten, die Baseball große Steine auf die Polizisten geworfen hätten, Autos beschädigt und eine Bar in Brand gesetzt hätten. Allein 114 Personen wurden in Gewahrsam genommen. Offenbar war die Nazi-Bewegung bewusst in diese Stadt gegangen, die extrem abhängig von der Automobilindustrie ist, was sich durch eine hohe Arbeitslosenquote bemerkbar macht.
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