Devto.jpg Ein Nationalmonument (engl. National Monument) bezeichnet in den Vereinigten Staaten von Amerika ausgewiesene Schutzgebiete, die überwiegend vom National Park Service, einer dem US-Innenministerium unterstehenden Nationalparkbehörde, verwaltet werden. Sie unterscheiden sich von Nationalparks insofern, dass der Schutz von Landschaften und Tieren weniger ausgeprägt und die Finanzausstattung niedriger ist.
Der Großteil der US-Nationalmonumente werden vom National Park Service verwaltet, zahlreiche Schutzgebiete fallen aber auch unter die Aufsicht anderer Ämter. Hierzu zählt insbesondere das Bureau of Land Management (Landverwaltungsamt), dem auch das flächenmäßig größte Nationalmonument - Grand Staircase-Escalante - untersteht. Auch der USDA Forest Service sowie der US Fish and Wildlife Service sind mit der Verwaltung von Nationalmonumenten betraut.
Obwohl finanziell gegenüber den großen Nationalparks nachrangig berücksichtigt, haben Nationalmonumente hinsichtlich Attraktivität und Größe nicht zwingend eine geringere Bedeutung als Nationalparks. Vielmehr weisen einige von ihnen alle Merkmale eines Nationalparks auf und erfahren bisweilen - wie die Great Sand Dunes in Colorado - auch eine entsprechende "Aufwertung". In der Regel kennzeichnet ein Nationalmonument jedoch, dass in ihm eine geringere Anzahl natürlicher Ressourcen geschützt werden, als in Nationalparks.
Von diesen Nationalmonumenten wurde erwartet, dass sie kleine prähistorische Stätten mit kulturellem Hintergrund schützen. Doch die Passage "Objekte von ... wissenschaftlicher Bedeutung" aus dem Antiquities Act nahm Präsident Theodore Roosevelt drei Monate später zum Anlass, den so genannten Devils Tower (Turm der Teufel) aus naturwissenschaftlichen Gründen zu schützen und ihn zum ersten US-Nationalmonument zu erklären. Im gleichen Jahr wurde das Gesetz mit der Errichtung des Petrified-Forest-Nationalmonuments (heute Nationalpark) bereits zum zweiten Mal zweckentfremdet. Der ursprüngliche Gedanke von kleinen kulturellen Stätten war somit schnell überholt.
Im Jahr 1908 griff Roosevelt abermals auf das "Altertum-Gesetz" zurück, um nun den Grand Canyon zum Nationalmonument zu erklären - mit rund 3.200 km² ein sehr großes "Objekt mit wissenschaftlicher Bedeutung". 1918 folgte unter Präsident Woodrow Wilson dann das Katmai-Nationalmonument, das zuerst etwas mehr als 4.000 km², später - nach einer Erweiterung - sogar rund 11.000 km² umfasste. Grand Canyon, Petrifield Forest und Katmai gehörten zu den zahlreichen Nationalmonumenten, die später vom Kongress zum Nationalpark erklärt wurden.
Im Kongress gab es keinen ernsthaften Widerstand gegen die extensive Nutzung des Antiquities Act zur Errichtung neuer Nationalmonumente - insbesondere in Arizona und Alaska, die zeitweilig als einzige Territorien im Kongress nicht repräsentiert waren. Erst mit der Errichtung des Jackson-Hole-Nationalmonuments durch Präsident Franklin D. Roosevelt (1943) regte sich im Kongress erstmals ernsthafter Widerstand. Nachdem das Vorhaben, den Grand-Teton-Nationalpark (Wyoming) um ein von John D. Rockefeller II. erworbenes Land zu erweitern, am Widerstand des Kongresses scheiterte, bediente sich der Präsident kurzerhand des Antiquities Act und erklärte das Gebiet zum Nationalmonument. Der häufige Missbrauch mit dem "Altertum-Gesetz" zur Errichtung neuer Schutzgebiete unter Umgehung des Kongresses lösten derartige Proteste aus, dass US-Präsidenten in der Folgezeit seltener von dieser Möglichkeit Gebrauch machten.
Das derzeit größte Nationalmonument ist Grand Staircase-Escalante im südlichen Utah und wurde erst 1996 durch Bill Clinton gegründet. Er traf damit im Mormonenstaat eine weitestgehend unpopuläre Entscheidung und abermals gab es Forderungen, die alleinige Verfügungsgewalt des Präsidenten einzuschränken. Alle 16 unter Präsident Clinton errichteten Nationalmonumente werden vom Bureau of Land Management verwaltet.
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