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Es gibt unterschiedliche Methoden der natürlichen Familienplanung (NFP).

Das gemeinsame Ziel der Methoden ist es, die sich aus der Überlebensdauer der Spermien und des Zeitpunkts der Ovulation ergebende fruchtbare Zeit eines Paares einzugrenzen.

Kinderwunsch


Daumen zeigef.gif Zu den empfängnisfördernden Verhaltensweisen zählt regelmäßiger Geschlechtsverkehr während der fertilen Phase des weiblichen Ovarialzyklusses. Dieser beginnt 2-3 Tage vor dem Follikelsprung und endet wenige Stunden danach. Der Eisprung findet in der Regel 12-16 Tage vor der folgenden Menstruation statt und ist also bei einem 28-tägigen Zyklus zwischen dem 12. bis 16. Tag zu erwarten, bei einem längeren oder kürzeren Zyklus entsprechend später oder früher. Zur genaueren Eingrenzung des Ovulationstermins gibt es folgende Methoden:
  • Messung des Anstiegs des Luteinisierenden Hormons (LH) mittels eines Schnelltests mit Farbumschlag.
  • Bestimmung der Zervixschleimbildung nach der Billings-Methode: Ein klarer, Faden ziehender Schleim zeigt den Zeitpunkt des Follikelsprungs an

Empfängnisverhütung


Unter NFP zur Verhütung wird insbesondere im anglophonen Raum (dort: Natural Family Planning), aber auch in Deutschland, die als äußerst sicher beworbene symptothermale Methode verstanden, bei der Ansätze der Kalender-, Temperatur- und Ovulations-(Billings-)methode kombiniert werden. Von der Sicherheit soll die NFP zwischen Pille und Hormonspirale einzuordnen sein (Pearl-Index 0,3).

Als Methode, die viel Übung erfordert und viel Raum für Fehler bietet, wird sie von der Bundeszentrale für Gesundheitliche Aufklärung zusammen mit der Portiokappe (Pearl-Index von 6) nur als "Relativ Sicher" eingestuft. Bei dem publizierten sehr niedrigen Pearl-Index handelt es sich um eine Stichprobe von mehr als 14.000 Zyklen in 20 Jahren bei einer Grundgesamtheit von 1,4 Millionen Anwenderinnen jährlich, so dass man bei dem nicht unabhängig ermittelten Pearl-Index davon ausgehen muss, dass vor allem die fachgerechte Anwendung der NFP gemessen wurde, während "konventionelle" Methoden wie Kondome zumeist auch die unsachgemäße Handhabung in ihre Statistik mit einbeziehen, und ein Versagen der Methode nicht gemeldet wurde, wenn Paare sowieso einen Kinderwunsch haben und nur der Zeitpunkt ungünstig ist.

Obwohl es zur Konvention geworden ist, mit NFP die symptothermale Methode zu bezeichnen, wird der Name auch für natürliche Methoden allgemein verwendet. Dies kann zu Missverständnissen führen, da somit Methoden sehr unterschiedlicher Sicherheit unter einer Bezeichnung zusammengefasst werden. Neben den genannten einzelnen Komponenten der symptothermalen Methode (Kalender-, Temperatur-, Ovulationsmethode) können beispielsweise auch wenig zu empfehlende Methoden wie Coitus interruptus dazugezählt werden.

Verschiedene Verhütungscomputer stützen sich je nach Modell auf die Basaltemperatur oder auf hormonelle Messungen im Morgenurin. Daneben gibt es auch symptothermal auswertende Computer, bei denen die Eingabe des Zervikalschleims möglich ist. Studien der Universität Düsseldorf haben jedoch gezeigt, dass die Handauswertung mit Thermometer und Zyklusblatt den Verhütungscomputern nach wie vor überlegen ist.

Siehe auch


Literatur


  • Arbeitsgruppe NFP (Hrsg.): "Natürlich und sicher." 17. überarb. Auflage 2005. ISBN 3830432410.
  • Arbeitsgruppe NFP (Hrsg.): "Natürlich und sicher." (Arbeitsheft). 7. durchges. Auflage 2004. ISBN 3830432518.
  • Josef Rötzer: "Natürliche Empfängnisregelung." 22. Auflage. ISBN 3451239833.
  • Raith, Frank, Freundl: "Natürliche Familienplanung heute." 1999. ISBN 3540657444.

Weblinks


Empfängnisverhütung | Gynäkologie | Familienplanung

Natural family planning | Planification familiale naturelle | Natūralusis šeimos planavimas | Periodieke onthouding

 

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