Epistaxis (von gr. επισπαν „darauftröpfeln“) ist das medizinische Fachwort für Nasenbluten. Nasenbluten an sich ist normalerweise kein lebensbedrohlicher Notfall, problematisch ist allerdings ein unstillbares Nasenbluten, oder bei eventuellen Hintergrunderkrankungen oder -ursachen.
Ursachen
Die Ursachen für Epistaxis sind unterschiedlich; neben der digitalen Manipulation (mit dem Finger) spielen verschiedene gerinnungshemmende Medikamente (z.B.
Marcumar) und Krankheiten wie
Bluthochdruck eine wesentlich Rolle.
Es werden zwei verschiedene Arten von Epistaxis unterschieden:
1. so genanntes habituelles Nasenbluten
2. Epistaxis als Symptom einer Allgemeinerkrankung bei
Symptome
Epistaxis ist sehr einfach an austretendem Blut aus der Nase zu erkennen. In den meisten Fälle ist es dunkelrot und maximal leicht
koaguliert.
Gefahren
Die größte Gefahr beim Nasenbluten ist, in Verbindung mit
Bewusstseinsstörungen, die
Aspiration, also das Einatmen von Blut in die
Luftröhre. Auch ist Blut ein sehr starkes
Brechmittel.
Bei lang anhaltendem Nasenbluten besteht die Gefahr des
Volumenmangelschocks und, damit verbunden, der Bewusstlosigkeit.
Sofortmaßnahmen
Die Sofortmaßnahmen der
Ersten Hilfe umfassen in diesem Fall, neben der Betreuung des Patienten, die richtige Lagerung des Kopfes. Der Betroffene beugt den Kopf nach vorne, damit das Blut nach vorne aus der Nase fließen kann. Die Kühlung des Nackens mit einer kalten Kompresse (zum Beispiel einem in ein Handtuch eingeschlagenem Kühlakku) verschafft in vielen Fällen deutliche Besserung. Die Nase selbst wird über 5 Minuten kompriniert, wonach ein unkompliziertes Nasenbluten beendet sein sollte.
In besonders schwerwiegenden Fälle (hoher Blutverlust, Bewusstseinstrübung des Patienten, lange anhaltendes Nasenbluten) ist zusätzlich wie folgt vorzugehen:
Weitere Maßnahmen durch den Rettungsdienst
Je nach Grunderkrankung richtet sich die Therapie des Rettungsdienstes:
Weitere Therapie im Krankenhaus
Im Krankenhaus stehen in der
HNO-Abteilung weitere Möglichkeiten der Blutstillung zur Verfügung. Mögliche Maßnahmen sind die vordere oder hintere (
Belocq-) Nasentamponade, Elektro-/Laser
koagulation, Gefäßunterbindung (A. sphenoplalatina, A. maxillaris) oder eine interventionelle
Embolisation.
Siehe auch:
Erste Hilfe | Notfallmedizin
Епистаксис | Nosebleed | Épistaxis | Epistassi | 鼻血 | Bloedneus | Epistaxis | Näsblod | 流鼻血