Nairobi ist die Hauptstadt Kenias mit 2.750.561 Einwohnern (Stand 1. Januar 2005), welche auf einer Fläche von etwa 150 Quadratkilometer leben. Der Name der Stadt kommt von dem Maasai-Ausdruck "Engare Nyarobie" , was etwa kühler Fluss bedeutet. Die am häufigsten gesprochenen Sprachen sind Kiswahili und Englisch. In den Slums verbreitet sich die Jugendsprache Sheng.
Nairobi ist auch die Hauptstadt eine der acht Provinzen des Landes. Die Stadt hat eine der weltweit höchsten Kriminalitätsraten.
Der wärmste Monat ist der März mit durchschnittlich 20,5 Grad Celsius, der kälteste der Juli mit 16,8 Grad Celsius im Mittel. Der meiste Niederschlag fällt im Monat April mit durchschnittlich 199 Millimeter, der wenigste im Juli mit 14 Millimeter im Mittel.
Schon früh entwickelte sich ein Zuwanderungsstrom in die Stadt Nairobi. Die Migranten siedelten sich oft am Rande der Stadt an und es bildeten sich oft slumähnliche Zustände, wie zum Beispiel in der Siedlung Mathare Valley, welche im Nordosten von Nairobi liegt und circa 180.000 Menschen beherbergt, oder die Slums von Kariobangi und Kibera, durch das die Eisenbahnlinie läuft.
Ein mondäner Vorort im Süden ist Karen, das nach der dort lebenden dänischen Schriftstellerin und Farmerin Karen Blixen benannt wurde. Am 7. August 1998 wurden bei einer Explosion vor der US-Botschaft in Nairobi 213 Menschen getötet. Heute steht an der Stelle der US-Botschaft eine "grüne" Gedenkstätte mit Kapelle.
| Jahr | Einwohner |
|---|---|
| 1906 | 11.500 |
| 1911 | 14.000 |
| 1921 | 24.300 |
| 1926 | 29.900 |
| 1929 | 32.900 |
| 1931 | 47.800 |
| 1939 | 61.300 |
| 1944 | 108.900 |
| 1948 | 119.000 |
| 1955 | 186.000 |
| Jahr | Einwohner |
|---|---|
| 1957 | 221.700 |
| 1960 | 251.000 |
| 1962 | 266.800 |
| 1965 | 380.000 |
| 1969 | 509.300 |
| 1979 | 827.775 |
| 1989 | 1.324.570 |
| 1995 | 1.810.000 |
| 1999 | 2.143.254 |
| 2005 | 2.750.561 |
Bedeutende industrielle Erzeugnisse in Nairobi sind Textilien, Kleidung, Transportmittel, Baustoffe und Nahrungsmittel. Auch hat der Fremdenverkehr in letzter Zeit zugenommen, wodurch diesem eine hohe wirtschaftliche Bedeutung für Nairobi beigemessen wird.
Fast der gesamte Verkehr in Nairobi wird über die Straße abgewickelt, die Eisenbahn spielt kaum eine Rolle. Ein Straßenbahn- oder U-Bahn-Netz existiert nicht. Der Verkehr wird durch sehr wenig Ampeln und nur selten durch Verkehrspolizisten geregelt. Die Fahrspuren sind schmal, nicht markiert und weisen häufig keine Bürgersteige auf. Besonders morgens und abends kommt es häufig zu Staus.
Der Personennahverkehr wird über Busse oder Matatus abgewickelt. Diese fahren feste Strecken und ermuntern Passanten durch Zuruf zum Mitfahren. Es gibt auch feste Haltestellen. Für Überlandfahrten existieren eigene Busse, es werden aber auch viele Matatus (meist von Toyota, im Stadtverkehr sind es meist Nissan) eingesetzt.
Für westliche Maßstäbe ungewöhnlich ist die Anzahl von Fußgängern, die vor allem im Berufsverkehr links und rechts der Straßen und Autobahnen dicht am Verkehr unterwegs sind.
Des weiteren befindet sich im Südosten Nairobis der internationale Flughafen Jomo Kenyatta. Am südwestlichen Stadtrand befindet sich der Wilson Airport, vom dem man auch die kleineren Landebahnen des Landes erreicht.
Kenias Eisenbahn benutzt durchweg die Meterspur von 1000 mm mit verschiedenen Schienengewichten je nach Strecke. Für den in der Bedeutung stark zurückgegangenen Personenverkehr (in 3 Klassen) benutzt sie verschiedene Strecken, die (mit Ausnahme der Anschlussbahnen Voi-Taveta und Kisumu-Butere) allesamt von Nairobi ausgehen:
Generell werden Dieselloks verwendet; ein renovierter Dampfzug fährt jeden zweiten Samstag in Monat als touristische Tagesexkursion von Nairobi nach Naivasha (Rückfahrt zumeist mit Dieselbespannung).
Die berühmte Eisenbahn wurde Ende 2005 an eine südafrikanische Investorengruppe verkauft, die die stark heruntergekommene Bahn ab 2007 betreiben und zu neuen Leben erwecken soll. Durch im Dezember 2005 erlassene einstweilige Verfügungen kenianischer und ugandischer Gerichte wegen ausstehender Pensionszahlungen für Eisenbahnangestellte ist der Eigentumsübergang jedoch vorläufig aufgeschoben.
Hauptstadt in Afrika | Ort in Kenia
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