Nadellager sind nach DIN 616 bis 618 genormte Wälzlager. Sie haben Ähnlichkeit mit den Zylinderrollenlagern (DIN 5412), sind aber historisch nicht aus diesen hervorgegangen. Nadellager sind deshalb nicht als Zylinderrollenlager zu bezeichnen.
Die zylindrischen Nadeln, die als Wälzkörper dienen, haben eine große Länge im Verhältnis zum Durchmesser. Dadurch haben sie eine sehr geringe Einbaugröße und werden daher häufig in Getrieben verwendet.
Es werden verschiedene Bauarten unterschieden:
Alle Bauarten werden sowohl einreihig (d.h. mit einer Reihe Wälzkörper) als auch mehrreihig ausgeführt.
Außerdem gibt es sowohl Radial- als auch Axiallager sowie Schrägrollenlager (z.B. beim Fahrrad-Steuersatz). Sie können nur Kräfte aufnehmen, die in einer Achse wirken. Müssen sowohl axiale wie radiale Kräfte aufgenommen werden, sind zwei Lager erforderlich.
Der Vorteil des Nadellagers besteht in seiner geringen Einbauhöhe und seiner hohen Tragkraft. Diese ergibt sich durch die im Gegensatz zum Kugellager vergrößerte Auflagefläche.
Nachteilig beim Nadellager wirkt sich aus, dass durch die kleine Bauform die höchstzulässige Drehzahl tiefer liegt als bei den anderen Wälzlagerarten. Ebenso ist es empfindlich gegen falsche, also nicht in der Belastungsrichtung, wirkende Kräfte.
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