Faroe stamp 064 europe (viking route).jpg von 1982 illustriert die Landnahme der Wikinger im Westen. Allerdings sind die Pfeile etwas irreführend, weil Island nicht direkt von den Färöern aus entdeckt wurde, sondern von Naddoddur durch Zufall von Norwegen aus. Richtig ist aber, dass die Färöer seitdem eine Zwischenstation der Wikinger waren, die Island besiedelten.]] Naddoddur (* vor 850 in Agder/Norwegen) war einer der ersten Siedler auf den Färöern. Der Überlieferung zufolge entdeckte er Island.
Der isländischen Landnámsbók zufolge war er ein norwegischer Flüchtling, der auf den Färöern seine neue Heimat fand. Das geschah also zur ersten Landnahmewelle, als deren Pionier Grímur Kamban gilt.
Eines Tages (um 850 n.Chr.) soll er von einer Reise nach Norwegen wieder zurück auf die Färöer in einen Sturm gekommen sein, der ihn und seine Leute vom Kurs abbrachte. Die Küste, die sie dann erblickten, erwies sich als ein großes Land. Sie gingen im Reyðarfjörður an Land, kletterten auf einen Berg und hielten nach Menschen Ausschau, doch das Land schien unbewohnt. Als sie im Herbst wieder in See stachen, um zu den Färöern zu gelangen, begann es heftig zu schneien. Also taufte er das Land Snæland (Schneeland). Erst später wurde daraus Ísland (Eisland).
Bei seiner Rückkehr auf die Färöer verbreitete sich die Nachricht von dem neuen Land im Nordwesten wie ein Lauffeuer, und in den nächsten Jahren zogen etwa 1000 Menschen dort hin, darunter Naddods drei Söhne Brynjolvur, Mar und Beinir.
Möglicherweise ist Naddoddur auch der Vater von Ann Naddodsdóttir, die vielleicht die Mutter von Beinir und Brestir war, und damit die Großmutter von Sigmundur Brestisson und Tóri Beinirsson, zentralen Figuren der Färingersaga.
Einige Wissenschaftler sind der Meinung, dass Naddoddur der erste Europäer war, der nach Nordamerika gelangte, schon 150 Jahre vor Leif Erikson.
Der Name wird im Färöischen wie folgt gebeugt:
Andere Schreibweisen des historischen Naddoddur sind (im Nominativ):
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"Naddoddur".
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