Nadar (* 5. April 1820 in Paris, † 20. März 1910 ebenda), eigentlich Gaspar-Félix Tournachon, war ein französischer Fotograf, Schriftsteller, Zeichner und Luftschiffer.
Mit großem Vertrauen auf die Luftschifffahrt konstruierte er selbst ein Schraubenluftschiff und stieg 1863 wiederholt mit dem Riesenballon Le Géant auf, welcher ihn bei der zweiten Fahrt von Paris bis Hannover trug. Von dort fotografierte er die ersten Luftaufnahmen, die er in Nouveau système de photographie aérostatique methodisch erklärte. Seine Fahrten beschrieb er in Mémoires du Géant, à terre et en l'air (1864) und in Le droit au vol (1865). Berühmt geworden sind auch Nadars Langzeitbelichtungen in den Pariser Katakomben und Abwässerkanälen. Um seine Malerfreunde zu unterstützen organisierte er 1874 in seinem Atelier die erste Ausstellung impressionistischer Malerei, mit Gemälden von Claude Monet, Edgar Degas, Camille Pissarro, Paul Cézanne u.a. 1900 veröffentlichte er seine Erinnerungen: Quand j'étals photographe. Sein Atelier wurde von seinem Sohn Paul Nadar (*1856 in Paris, †1939 in Paris) weitergeführt. Nadars Negative werden heute aufbewahrt in der Caisse national des monuments historique in Paris, seine Abzüge und sein Archiv befinden sich in der Französischen Nationalbibliothek.
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