Nachgeburt ist der Begriff für die nach Geburt des Kindes noch zu gebärende Fruchtblase sowie den Mutterkuchen (lat. Plazenta), der für die Versorgung des Kindes in der Schwangerschaft notwendig ist. Hier findet der Gasaustausch und die Überleitung von Nährstoffen statt. Nach der Geburt muss durch eine Hebamme bzw. Arzt die Nachgeburt auf Vollständigkeit überprüft werden. In besonderen Fällen ist eine Ausschabung zur Verhinderung von Komplikationen notwendig.
Mögliche Komplikationen sind etwa eine Entzündung (Endometritis) sowie Kindbettfieber. Ob sich nach der Geburt noch Restgewebe in der Gebärmutter befindet, kann i.a. mit Hilfe der Sonographie festgestellt werden; insbesondere kann mittels des Dopplerverfahrens sehr leicht festgestellt werden, ob sich noch durchblutetes Plazentagewebe darin befindet.
Den Zeitraum von der Geburt des Kindes bis ca. 2 Stunden nach Ausstoßung der Plazenta nennt man Nachgeburtsperiode bzw. Plazentarperiode.
Die Nachgeburtsblutung sind jene 250-500 ml Blut, die physiologischerweise in der Nachgeburtsperiode verloren werden. Ein darüber hinausgehender Blutverlust wird dagegen als Nachblutung bezeichnet.
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