Unter dem Namen Nagema (Nahrungs- und Genussmittelmaschinen) wurden viele verschiedene Maschinen der ehemaligen DDR hergestellt, hauptsächlich Maschinen und Anlagen der Süßwarenindustrie, zum Beispiel Verpackungsmaschinen für Bonbons und Schokolade, aber auch Herstellungsmaschinen für Süßwaren. In der DDR bezeichnete Nagema, das gleichnamige Kombinat mit Stammsitz in Dresden; dessen langjähriger Generaldirektor war Rolf Grupe.
Zuvor waren viele Nagema-Betriebe, wie andere in der ehemaligen DDR, selbständige Unternehmen, wie zum Beispiel die Heidenauer Maschinenfabrik.
Im Rahmen des RGW (Rat für Gegenseitige Wirtschaftshilfe) hatte die DDR die Herstellung solcher Maschinen übernommen. Am Institut NAGEMA Dresden, einem Industrie-Forschungsinstitut für den Lebensmittel- und Verpackungsmaschinenbau wurden in Zusammenarbeit mit der TU-Dresden, Fakultät für Maschinenwesen, Institut für Verarbeitungsmaschinen und Verarbeitungstechnik, diese Anlagen entwickelt.
Auch heute (2005) ist noch eine Vielzahl der Nagema-Maschinen weltweit im Einsatz. Als Gebrauchtanlagen werden die Verpackungs- und Herstellungsmaschinen auch weiterhin über entsprechende Börsen gehandelt.